Dann kommt das endgültige EndeFranz Robert Ceeh brilliert mit "Endlich Schluss" von Peter Turrini an der neuebuehnevillach in der Regie von Klaus Fischer. Tausend Augenblicke bis zum endgültigen Ende. Eine triste Lebensbilanz. Die äußere und innere Geschwindigkeit beginnen sich zu differenzieren. "Schritt halten" in einer Gesellschaft, die alles immer besser, schneller und perfekter haben will, wird zur tödlichen Falle. Das Publikum steigt ein, reist mit und fällt beim Zählen bis tausend wieder in die ausweglose Realität zurück. (Gabi Russwurm-Biro, KTZ)Flucht aus dem Müll des LebensFranz Robert Ceeh brilliert in Peter Turrinis "Endlich Schluss".
1000 ist fast erreicht. Franz Robert Ceeh schreibt Stille an die Wand. Da hat der manchmal entfernt an Oskar Werner erinnernde Darsteller des Selbstmörders mit gehetzter Sprache und fahriger Gestik längst das Publikum gefesselt. Nun leert er stumm den zuvor verbal getrennten Müll ... Fischers positive, stringente Regie überzeugt in diesem Stück über das Recht "frei" zu sterben. Applaus! (Andrea Hein, Kronenzeitung)
Zählübung bis zum SuizidWird er, wird er nicht? "Endlich Schluss" machen im Monolog von Peter Turrini.Franz Robert Ceeh verkörpert den vielschichtigen Verzweifelten mit höchstem schauspielerischen Einsatz. Er will "seinen Nachkommen keine unnötige Arbeit machen", wird aber bei der Bestellung seiner Bestattung nicht ernst genommen...In der letzten Sequenz des verdichteten Monologes verbrennt er ein Bild, zieht sich mit der Asche Spuren über das Gesicht, wird gleichsam schon ein Hinübergehender. Dem atemlos lauschenden Publikum wirft Ceeh, ab 990, noch ein paar Fragen zu: Ob er passend gekleidet sei? Noch einmal aufs Klo gehen solle? Bis zuletzt hofft der Zuseher auf ein Wunder.Das Premierenpublikum bedachte das Stück mit reichem Applaus. Regisseur Klaus Fischer und das neuebuehne-Team haben ganze Arbeit geleistet. (Barbara Einhauer, Kleine Zeitung)
Ein nachdenklich unterhaltsamer TheatermonologEin Mann, der alle beruflichen und privaten Höhen erklommen hat, zieht sich von der Außenwelt zurück. Er verbarrikadiert sich im letzten Zimmer seiner Wohnung und verhängt die Fenster mit schwarzen Tüchern. Er hat den Schlüssel abgezogen und unter der Tür durchgeschoben. Mit der Pistole an der Schläfe fängt er an bis 1000 zu zählen, am Ende will er seinem Leben ein Ende setzen. Langsam tastet er sich an die immerwährende Dunkelheit heran. Vorsichtig tastend kommt er dem Tod näher, auch wenn sich immer wieder Zweifel einschleichen. Regie: Klaus FischerSchauspiel: Franz Robert CeehSoundcollage: Andreas ThalerPremiere am 6. April 2013Kärntner Erstaufführung der NeufassungSpielserie bis 4. Mai 2013
"Drinnen macht sich die Wut Luft. Ohnmacht ist auch dabei: Macht und deren Missbrauch, Moral und deren Verfall sind scheinbar unverwüstlich. Die ausdrucksstarke Lautmalerin Tamara Stern presst den ersten Tyrannen aus dem gewaltigen Bauch ... so geben, die 'als statement zu den politischen Machenschaften und Misswirtschaften in Kärnten' angekündigten 'Staatsmänner' am Ende zu denken. 'Ich übergebe an die, die nach mir kommen - an die Falschen,' heißt es da." (Uschi Loigge, Kleine Zeitung)
Gerhard Fresacher nimmt Shakespeares tragische und grausame Herrscher-Figuren wie u.a. Richard III und schafft einen sehr heutigen Theaterabend, der die aktuellen Vorgänge und versteckten Machenschaften in der Politik direkt anspricht. Wir sehen Macht und deren Missbrauch, Moral und deren Verfall - und vor allem auch, dass diese Tradition scheinbar schwer zu durchbrechen ist.
Regie, Buch und Ausstattung: Gerhard Fresacher
Premiere am 22.Februar 2013
Spielserie bis 23. März 2013
In „Am Schreibtisch“ lässt der Villacher Autor Werner Kofler (†2011) einen Schriftsteller am Schreibtisch wandern. Er reist mit seinem Wanderführer auf einen Berg und gleitet in Gedanken weiter ab. Es eröffnet sich ein schier unendlicher Kosmos, eine eigene Topographie ...Regie & Text: Martin DuellerPremiere am 6. Februar 2013Spielserie bis 09. Februar 2013
Ein Sohn ist geboren worden, doch leider von der ledigen Bauernmagd Maria und als illegitimes Kind des legitimen Herrn des Bauernhofs. Er ist das ungeplante Ergebnis eines heißen Tages und einer heißen Nacht zur Sommersonnenwende. Und schon ist die Konfusion komplett...
Regie: Herbert GantschacherPremiere am 31. Jänner 2013Spielserie bis 02. Februar 2013Eintritt für Gehörlose: Euro 10,--
Emmi und Leo warten auf die siebente WelleKurzweilig, witzig und tiefsinnig: Die neuebuehnevillach setzt wieder auf E-Mail-Verkehr.In "Alle sieben Wellen" beschließen Emmi und Leo es noch einmal miteinander zu versuchen. Auch in echt. Es kommt also zu persönlichen Begegnungen, die in der Inszenierung von Christine Wipplinger allerdings nur auf Video (Philip Kandler) gezeigt werden. Ein hübscher Einfall, denn so erscheint die Realität wie eine schöne Illusion, die immer wieder hinter die andere Wirklichkeit der (selbst-)reflektierenden Mails des ungleichen Paares gerückt wird. Als Emmi ist wiederum die ausdrucksstarke Katrin Hauptmann zu sehen, den Leo gibt diesmal Dominik Kaschke als sympathisch-unsicheren Softie. Hinreißend interpretiert die an den Knackpunkten der Beziehung eingesetzten Couplets (Songs Cora Frost) mit schrägem Charme. Anders gesagt: Einmal hören und man möchte nur noch so "verdrießlich" sein wie Emmi.
USCHI LOIGGE, Kleine Zeitung
Alle sieben Wellen von Daniel GlattauerSchauspiel: Katrin Hauptmann & Dominik KaschkeRegie: Christine WipplingerPremiere 06.12.201220.00 Uhr, neuebuehnevillachEin romantischer Liebesdialog voller Romantik und Sehnsucht nach dem Erfolgsroman von Daniel GlattauerDie emotional packende Fortsetzung des Erfolgsromans „Gut gegen Nordwind“ als Theaterstück. Die große Romanze geht endlich weiter. Emmi und Leo sind wieder da und stellen wieder die Verbindung her. Obwohl beide in der Zwischenzeit versucht haben, ihr Leben ohne den Anderen fortzusetzen, springt gleich beim ersten Kontakt wieder der Funke über... Stückeinführung am 02.12. um 11 Uhr in der neuebuehnevillach, Eintritt frei!Generalprobe am 04.12. um 20 Uhr in der neuebuehnevillach, Euro 9,-- Premiere am 06.12. um 20 Uhr in der neuebuehnevillachWeitere Spieltermine:07.12., 08.12.11.12. bis 15.12. (11.und 12.12. ausverkauft)18.12. bis 22.12. und 27.12. bis 30.1231.12. SILVESTER Galavorstellung I (inkl. 1 Glas Prosecco) um 18.30 Uhr und Galavorstellung II (inkl. Buffet und Prosecco) um 21.30 Uhr02.01.2013 bis 05.01. 201308.01. bis 12.01.; 15.01. bis 19.01.; 22.01. bis 26.01.2013
Ein berührendes Stück Theater, voll großer Menschlichkeit, Poesie und MusikalitätIm Mittelpunkt dieses faszinierenden Textes steht Undine als eine starke, selbständige Frauengestalt, die zugleich dem Zwang erliegt, Männer lieben zu müssen. Manfred Plessl hat mit Liedtexten von Stefan David Zefferer nicht nur wunderbare Songs komponiert, sondern auch einen Soundtrack zum Stück geschaffen, der seinesgleichen sucht. Und Isabella Weitz, unsere Undine, spielt, singt und bewegt – nicht nur die Wasser – zu Tränen.“ Ergänzt wird das Stück durch Textpassagen aus Bachmanns „Briefe an Felician“.
Regie: Michael WegerMusik: Manfred PlesslPremiere: 25. 10. 2012 um 20 Uhr in der neuebuehnevillach
Mit feiner Sensorik für die in exakte Sprachbilder gepackten genauen Beobachtungen des Dichters und einer interessanten Besetzung fegt Regisseur Bernd Liepold-Mosser die Befürchtung weg, der Drive, mit dem er "Immer noch Sturm" entfacht, könnte Poesie und Botschaft überrollen. Seine stark verdichtete Fassung des 160-Seiten-Theatertextes verzichtet gänzlich auf einzelne Stränge und konzentriert sich auf den Widerstand der Partisanen gegen das NS-Regime und die in Kärnten auch nach 1945 konsequent betriebene Verdrängung der slowenische Sprache. Was Handke seinem Bühnen-"Ich" als monumentale Regierungserklärung in den Mund legt, verteilt Liepold-Mosser (der Monolog wurde gestrichen) atmosphärisch auf seine Figuren.
Ein paar Ureinwohner winken noch
Die Verkürzung ist geschickt gemacht und funktioniert ausgezeichnet. Das "Ich" von Andreas Patton filmt seine völlig zeitlos (der Greis ein Kind, die Mutter jünger als der Sohn) in ein "Jetzt - oder wann?" auftauchenden Ahnen zunächst mit staunendem Desinteresse, ehe er zugeben muss: "Ihr Vorfahren macht mir ganz schön zu schaffen." Wie in einem Tagtraum wirbeln die Familiengeister um den "Obstgartenflüchtling" herum, um den schon im Kinderwagen misstrauisch beäugten "Familienfeind", der als Sohn eines Deutschen "unsere Sprache niemals sprechen wird".
Regie: Bernd Liepold-Mosser
Ein Erzähler ruft seine Ahnen herbei, beginnend in der Zeit des Zweiten Weltkriegs und des Partisanenkampfs, der die Familie trennt und Leben kostet. Eine meisterhafte Familiengeschichte – oder ist es doch die Geschichte eines „Volkes“, der Slowenen? Im sehr aktuellen Text von Peter Handke durchdringen sich Prosa und Drama, Theatralisches und Poetisches, Historisches und Persönliches...Premiere: 20.September 2012 im Stadtkino Villach, Saal 1
Ein Sturm mitten in Villach
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Hinweis: Kartenkontingente für Schulvorstellungen sind noch verfügbar.
12 Produktionen, davon 7 Uraufführungen, 1 Österreichische Erstaufführung, 2 Kinder-, 1 Jugendtheater und GästeSpielorte: neuebuehne, Stadtkino Saal I, Evangelische Kirche Nord, Innenstadtareal-Freilufttheater ...Vorstellungsanzahl inklusive Tournéen rund: 245Nestroy PreisträgerBestes Stück–Autorenpreis: Peter Handke mit „Immer noch Sturm“Beste Bundesländer Aufführung: Bernd Liepold-Mosser mit „Amerika“
Uraufführungen
Michael Köhlmeier, Franzobel, Martin Dueller …
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