Kritik - Don Carlos

Urahnen des heutigen Europa

Kritik - Don Carlos

Die Neue Bühne Villach zeigt Schillers "Don Carlos": Bernd Liepold-Mosser arrangiert ein erschütterndes Familienbild

Ein Revolver für den Degen, ein Reclam-Heft für verräterische Schriftstücke und ein Pfeifenkragen für die spanische Inquisition: Mehr Requisite hat sich Bernd Liepold-Mosser für sein Villacher Konzentrat aus Friedrich Schillers Don Carlos nicht zugestanden. Trotzdem oder gerade deshalb ist es ein intensives, hochdramatisches Kammerspiel, mit dem die Neue Bühne ihre Spielzeit beginnt: Fünf Herzen brennen eineinhalb Stunden lang auf fünf Zungen, alle historischen Umstände beiseitelassend, die Schiller in 4000 Blankverse gepackt hat. Was bleibt, ist die Frage: Mit welchem Menschenrecht behauptet dieser zweite Philipp (Kai Möller), das Beste für das Volk zu tun, indem er allein alles entscheidet.

Er, der mit der Inquisition im Bund ist und kaum dem eigenen Sohn gegenüber Gefühlsregungen zu zeigen vermag. Und: Wann sieht dieser vom Marquis Posa (Alexander Meile) so modern gebildete Don Carlos (Maximilian Laprell) ein, dass alle Liebe nicht hilft, wenn sie nicht allen gilt.

So radikal die Striche, so originalsprachlich der Rest. Das verlangt dem fünfköpfigen Ensemble das Äußerste an Sprechkunst ab, sichert aber auch die Vermittlung der Emphase des politischen Diskurses zehn Jahre vor dem Zusammenbruch des Absolutismus in Paris.

Aktuelle wie präsumptive Machtpolitiker stählen ihre Körper mit Fitnessübungen. Die Königin (Kathrin Beck) verbringt mehr und mehr Zeit am Schminktisch, was Videoeinspielungen verraten. Die Eboli langweilt sich in Frankreich, während es in Madrid doch wenigstens Autodafés gibt.

Es ist eine zu wenig Hoffnung Anlass gebende Runde aus Urahnen des heutigen Europa, die Liepold-Mosser zum erschütternden Familienbild versammelt. Was man die Öffentlichkeit wissen lassen will, wird ins Mikro gesprochen. Da geht kein Satz so durch Mark und Bein wie jener des Marquis Posa, der dafür sein Leben verliert: "Geben Sie Gedankenfreiheit, Sire." Bis 18. 10.

(Michael Cerha, DER STANDARD, 23.9.2014)

Kritik - Don Carlos

Don Carlos an den Grenzzäunen

Kritik - Don Carlos

Bernd Liepold-Mosser hat Schillers "Don Carlos" respektlos in die Jetztzeit transferiert.

Da hätte sich der deutsche Großdichter wohl kurz im Grab umgedreht, wenn er die Klänge der amerikanischen Metalband "Rage against the machine" als Auftakt zu einem seiner Bühnenstücke gehört hätte. Das ist in diesem Fall aber kein Fehler. Denn Regisseur Bernd Liepold-Mosser stellt damit schnell klar, dass in seiner Adaption von Schillers "Don Carlos" keine Zeit für Erzählschwülstigkeit bleibt. In rasanten 80 Minuten wird die Geschichte rund um Intrigen, Eifersüchteleien und katholischem Machtanspruch am spanischen Hof von Philipp II. abgehandelt. Von den 20 bei Schiller angeführten Figuren sind nur mehr fünf übrig geblieben, das Drama auf eine Kernproblematik reduziert: Machterhalt und Kontrolle um jeden Preis. Mord nicht ausgeschlossen. Ein verhängnisvolles Zusammenspiel von Politik und Liebe, das letztlich in eine Situation des "Alle gegen alle" führt, aus der es keinen Ausweg gibt.
Um das einigermaßen glaubwürdig über die Bühne zu bringen, bedarf es einer gehörigen Portion Mut und Respektlosigkeit. Dass er von beidem genug besitzt, stellt Liepold-Mosser eindrucksvoll unter Beweis. Mittels Videoprojektionen, auf denen man einmal Bootsflüchtlinge, dann wieder Menschen beim Erstürmen von Grenzzäunen sieht, wird die Geschichte radikal mit der Jetztzeit verknüpft. Wenn der König (großartig gespielt von Kai Möller) Bewunderung für seine Herrschaft einfordert, hat das einen mehr als bitteren Beigeschmack, wenn man im Hintergrund Menschen in Stacheldrähten hängen sieht, die an der Festung Europa scheitern. Dass Liepold-Mosser die schillersche Sprache übernommen hat, war eine kluge Entscheidung, denn damit blieb trotz aller Kürzungen und Musikzuspielungen (Pixies: "Where is my mind") die Sprachgewalt des Stücks erhalten. Für die schauspielerische Leistung von Kathrin Beck (Königin Elisabeth), Nina Horvath (Prinzessin von Eboli), Maximilian Laprell (Don Carlos) und Alexander Meile (Marquis von Posa) gab es zurecht stürmischen Premierenapplaus.
Harald Schwinger, Kleine Zeitung)

Warten auf Godot von Samuel Beckett

Theater am Schiff

Warten auf Godot von Samuel Beckett

Regie: Franz Robert Ceeh
Es spielen: Peter Uray, Klaus Fischer, Charles Elkins, Michael Kuglitsch und Christof Wrussnig

Premiere 07.06.2014, 20.00 Uhr
Abfahrt Schiffsanlegestelle Congress Center Villach
Boarding time: 19.30 Uhr

Der Klassiker des absurden Theaters
Wladimir und Estragon warten im Irgendwo auf „Godot“. Sie wissen weder, wer er ist, noch wann er kommen wird. Auch das Auftauchen von Pozzo und seinem Diener Lucky bringt ihnen keine Erkenntnis. Sie werden weiter warten, mit der Hoffnung, dass Godot irgendwann kommen wird. Samuel Beckett hat 1949 mit „Warten auf Godot“ ein Jahrhundertstück geschrieben, das seinen Weltruhm begründen sollte. Obwohl es bereits unzählige Male aufgeführt wurde, bleibt es immer noch interessant und gibt Rätsel auf.

Es könnte eine Parabel über die absurde menschliche Existenz oder ein Gleichnis für die Beziehung des Menschen zu Gott sein. Regisseur Franz Robert Ceeh bezieht in seiner Inszenierung nun nicht nur neueste Erkenntnisse zu den historischen Bezügen im Werk mit ein, welche die Handlung im Zweiten Weltkrieg positioniert sieht, sondern stellt auch Referenzen zur Jetztzeit, wo viel zu viele Menschen immer noch ihrer Menschenwürde beraubt werden, her.

Mit dem hochrangig besetzten Ensemble, mit Peter Uray als Wladimir und Klaus Fischer als Extragon, Charles Elkins als Pozzo und Michael Kuglitsch als Lucky, wurde ein Abend geschaffen, der die verschiedensten Deutungsebenen zur Geltung bringt.

Termine
5.6. Generalprobe „Warten auf Godot“
6.6. sto - Galavorstellung „Warten auf Godot“
7.6. Premiere „Warten auf Godot“
10.6. bis 14.6.; (11.6. ausverkauft, 12.6. zus. Schulvorstellung 10.00 Uhr); 17.6. bis 21.6. (18.6. zus. Schulvorstellung 10.00 Uhr);24.6. bis 28.6. (Derniere).
Alle Termine um 20 Uhr. Boarding: Anlegestelle Congress Center 19.30 Uhr
Alle Vorstellungen finden wetterunabhängig statt.

Altersempfehlung: 14+
Dauer: 110 Minuten plus 1 Pause

Eine römische Nacht

Romanze von Gabriel Barylli

Eine römische Nacht

Regie: Gabriel Barylli
Es spielen: Michael Weger und Isabella Weitz
Premiere 06.12.2013, 20.00 Uhr, neuebuehnevillach

Martin ist ein weltweit anerkannter Schriftsteller. Seinen letzten Roman hat er gerade in einem Hotelzimmer fertiggestellt. Er denkt, der Zeitpunkt sei gekommen, seinem Leben ein Ende zu setzen.
Das Zimmermädchen Maria, das ihn während seines Aufenthalts im Hotel mit Espresso und nachts mit Whisky versorgt, entdeckt seinen Plan und versucht ihn von seinem Vorhaben abzubringen. Ist es ein Zufall, dass in all seinen Stücken immer die Rede von „Maria“ und „Martin“ war?
Und die beiden treffen nun aufeinander – in einer römischen Nacht. Wieso arbeitet Maria erst seit drei Wochen im Hotel?! Warum trifft nun auch in Wirklichkeit „Martin“ auf „Maria“? Und warum kennt sie seine ganze Lebensgeschichte?
„Eine römische Nacht“ erzählt mit den Farben des romantischen Dramas vom Suchen und Scheitern eines Mannes und von der Sehnsucht einer Frau, die in Wahrheit beide die Liebe ihres Lebens ersehnen…. und mit der Hoffnung schreibt der Dichter sie herbei.

Termine
FR 06.12. Premiere „Eine römische Nacht“
SA 07.12.; DI 10.12. bis SA 14.12.; DI 17.12. bis SA 21.12.; SA 28.12., SO 29.12., MO 30.12.
DI 31.12. 1. Galavorstellung 18.30 Uhr; 2. Galavorstellung 21.30 Uhr
2014: SA 04.01., SO 05.01.; Di 07.01. bis SA 11.01.; DI 14.01. bis SA 18.01. Derniere
Alle Termine 20 Uhr.

Altersempfehlung 14+
Stückdauer 90 Minuten & Pause

Kritik Soll und Haben

Und alles nur "dem Jörg" zuliebe

Kritik Soll und Haben

In der Satire "Soll und Haben" wird die Welt der Kärntner Finanzpleiten kenntlich gemacht: ein Spaß in der neuebuehnevillach

Villach - Ein Bankangestellter versucht mit seiner Vorgesetzten ins Gespräch zu kommen, die aber damit beschäftigt ist, hektisch weiße Stiegen auf und ab zu steigen: Sie gebe hier alles, um nach oben zu kommen, und er stehle ihr wertvolle Zeit! Der Angestellte steht unter Druck. Er hat die Weisung, einen Kredit zu gewähren, für den es keine Sicherheiten gibt. Die Vorgesetzte wehrt aggressiv ab, bis sie erfährt, von wem die Weisung kommt: "Ach so, von unserm Jörg!" Das könne sie nicht unterschreiben, da müsse er nach oben gehen.
Der Banker in der nächsten Etage ahnt schon, worum es geht, will aber auch nicht unterschreiben und verweist ihn nach oben: "Ich dachte, ich bin schon oben." - "Wie kommen Sie darauf? War ich mit Jörg beim Oktoberfest?" Der Kredit wird schließlich prompt gewährt. Der Angestellte wird nun gedrängt, die Bilanz zu schönen: "Schöner schönen geht immer." Am Ende wird nur seine Unterschrift auf den Dokumenten auftauchen.
Es sind vor allem die Kärntner Ausprägungen von Wirtschaftskriminalität und Korruption, die in Soll und Haben pointiert und temporeich persifliert werden. Regisseur und Autor Erik Jan Rippmann nennt seine Inspirationsquellen beim Namen, etwa den ungesicherten Millionenkredit, den die Hypo Alpe Adria auf Drängen Jörg Haiders an die Styrian Spirit vergeben hat, kurz bevor diese pleiteging. Zusammen mit Jurist Andres Hönger gelang ihm eine wunderbare Satire über die Skandale und perversen Auswüchse des Finanzsektors. Das Publikum lacht befreit - der freche Blick auf die bittere Realität hat etwas Heilsames. Beeindruckende Ensembleleistung von Katrin Hauptmann, Angela Ahlheim, Daniel Doujenis und der präsenten Katrin Ackerl Konstantin. Unschuldsvermutungsweiße Ausstattung: Michaela Wuggenig/Wilhelm Mosser. (Martin Mittersteiner, DER STANDARD, 24.9.2013)

Kritik Soll und Haben

Eine Bank wie aus einem Märchen

Kritik Soll und Haben

Gelungener Saisonstart in Villach mit der bissigen Wirtschaftssatire "Soll und Haben".

Die Welt kann manchmal wirklich ungerecht sein. Dann nämlich, wenn die mediale Hetze beginnt, und zwar ausgerechnet gegen diejenigen, die nichts anderes im Sinn hatten, als das Wohl der Kunden und des Landes. Dabei begann alles wie in einem Märchen. Es war einmal eine Bank, eine kleine Bank . . .
Was Andreas Hönger und Erik Jan Rippmann da mit ihrer Wirtschaftssatire "Soll und Haben" auf die Bühne gestellt haben, ist ein Glücksfall. Denn, Hand aufs Herz, wer hat nicht schon die Nase voll von den Machenschaften rund um die Hypo Alpe-Adria-Bank? Will man da wirklich noch etwas hören darüber? Ja, man will! Klüger amüsiert hat man sich über den Verlust von ein paar hundert Millionen Euro und den Weltschmerz der Verantwortlichen zuvor wohl kaum. Auch wenn man weiß, dass es eigentlich nicht zum Lachen ist. Was da an Wahnwitz und Selbstüberschätzung von korrupten Direktoren und Managern vor dem Publikum ausgebreitet wird, ist ja (leider) kein Hirngespinst, sondern messerscharf aus der Realität heraus geschnitten.
Keine Dialogszene, bei der man nicht denken könnte: Ja, so oder so ähnlich könnte es sich wirklich abgespielt haben. Alles nur eine Rechenaufgabe. Da führen 90 Millionen Jahresgehalt ganz schnell zu einem Minus am Konto, nach Abzug der Steuern, diversen Versicherungen und nicht zu vergessen: geldgierigen Ehefrauen. Schuld, Moral, Ehrlichkeit? Alles kein Thema.
Einen besseren Start in die neue Saison hätte sich die neuebuehne wohl nicht wünschen können: ein großartiges Bühnenbild, ausgezeichnete Schauspieler. Da verfliegen die 90 Minuten Spieldauer so schnell wie die oben angesprochenen 90 Millionen. Schöner Schlusssatz, der dem Bankenchef in den Mund gelegt wird: "Wissen Sie, was das Schönste ist? Ich fange langsam an, alles zu glauben, was ich bisher gesagt habe." Tja, so kann es gehen.
(Harald Schwinger, Kleine Zeitung)

Kritik ROMEO & JULIA

Kritik ROMEO & JULIA

Das getauschte Leid des Geschlechts
Christian Reiner schleicht als Julia im pinken Tutu hinreißend schüchtern auf dem schrillen Fest der Capulets umher, einer Art Life Ball mit Pussy-Riot-Motto (Kostüme: Michaela Wuggenig). Frank Piotraschke verleiht Julias Amme mit Verve einen transsexuellen Touch. So gewinnt die Inszenierung laufend an Witz und Tempo, um nach der Pause unerwartet tiefgründig zu werden.
Durch die heimliche Heirat widersetzen sich Romeo und Julia nicht nur der Feindschaft zwischen ihren Familien, sie verlassen auch mehr und mehr die Welt der Rollenklischees und emanzipieren sich damit doppelt von ihren Umfeld.
Der Wandel zum anspruchsvollen Drama wird stark von den tollen Videoprojektionen (Philip Kandler) getragen. Die Fassade des Standesamts gerät aus den Fugen. Auch der Mönch, der das Liebespaar heimlich vermählt, wird durch elektronische Livesounds (Tamara Wilhelm) dargestellt - kalt und übermächtig, als kämen seine frauenfeindlichen Worte aus dem Vatikan getwittert.
(Martin Mittersteiner, derStandard)

Liebe zwischen Klassik & Live Ball
... Doch setzt Ackerl in dieser intelligenten, den Ort durch Licht und tanzendes Video (Philip Kandler ersetzt damit Pater Lorenzo) einbezeihenden Arbeit nicht nur auf "doing gender": Das Wort - Shakespeare - steht in der Fülle an Ideen immer noch im Mittelpunkt, in zwei ineinander verschränkten Übersetzungen, veredelt durch Originaltext als Übertitel. Ein Genuss. Unbedingt anschauen!
(Andrea Hein, Kronenzeitung)

Ein Romeo mit Frauenherz
Romeo (Natalie Ananda Assmann) ist eine blond gelockte Frau, und Julia (Christian Reiner) lässt in einer kurzen Nacktszene schon einen Blick auf das wahre Geschlecht zu. Gesellschaftliche Tabus und Rollenzuteilungen sollen damit hinterfragt werden: Wer hat das Recht zu bestimmen, welche Liebe denn nun erlaubt ist und welche nicht? Grandios die musikalische Unterlegung von Tamara Wilhelm, die direkt unter die Haut geht. Ebenso beeindruckend die visuelle Umsetzung unter Einbeziehung des Standesamtsgebäudes: blutrot gefärbte Fensterfluchten oder Wolken, die über die Fassade gleiten. Ackerl Konstantin hat dem Stück den Untertitel "love me queer" gegeben und ihr ist damit eine schön ver-rückte Interpretation dieser Liebestragödie gelungen.
(Harald Schwinger, Kleine Zeitung)

ROMEO & JULIA - love me queer!

nach William Shakespeare

ROMEO & JULIA - love me queer!

Achtung! Aufgrund der Wetterlage Verschiebung von Generalprobe und Premiere auf:
Generalprobe am Dienstag den 04.06. um 20 Uhr am Standesamtsplatz Villach, Euro 10,--
Premiere am Mittwoch den 05.06. um 20 Uhr am Standesamtsplatz Villach

Wetterinformationen zu den Vorstellungen Romeo & Julia04242/287164 und 0664/4644297

Es ist wohl die berühmteste Liebesgeschichte der Welt.
Shakespeares „Romeo und Julia“ und die Erzählung einer höchst romantischen, schließlich aber auch sehr tragischen Liebe. Denn die zwei Liebenden gehören Familien an, die sich bis aufs Blut hassen. Durch eine geheime Hochzeit wollen sie ihre Liebe besiegeln. Doch nachdem Romeo den Tod seines Freundes Mercutio rächt, wird er verstoßen. Danach erfährt er tragischerweise nichts von Julias Plan einen Schlaftrunk zu nehmen und ihren Tod zu simulieren, um ihrer Verheiratung mit einem anderen Mann zu entgehen.
Als Romeo zum Grab Julias eilt, findet er sie scheinbar tot vor und vergiftet sich, doch genau in diesem Moment erwacht Julia, erblickt den toten Romeo und tötet sich in ihrer Verzweiflung ebenfalls. Erst über ihrem gemeinsamen Grab beenden die zwei Familien nun viel zu spät ihren Streit.

Für diese Früh-Sommertheater-Produktion wurde ein schöner und passender Freiluft-Platz
gefunden – der Standesamtsplatz in der Villacher Innenstadt, welcher von der bildenden Künstlerin Barbara Rapp umgestaltet wird. Doch nicht nur der Platz ist außergewöhnlich, denn in dieser sehr heutigen Bearbeitung des Stückes werden die Rollen getauscht und mit Geschlechterverhältnissen gespielt. Eine moderne, unterhaltsame Version dieses großen Schauspiels, die ganz konkret die Frage stellt: Wer darf wann wen wie lieben?

Kritiken Endlich Schluss

Kritiken Endlich Schluss

Dann kommt das endgültige Ende

Franz Robert Ceeh brilliert mit "Endlich Schluss" von Peter Turrini an der neuebuehnevillach in der Regie von Klaus Fischer. Tausend Augenblicke bis zum endgültigen Ende. Eine triste Lebensbilanz.
Die äußere und innere Geschwindigkeit beginnen sich zu differenzieren. "Schritt halten" in einer Gesellschaft, die alles immer besser, schneller und perfekter haben will, wird zur tödlichen Falle. Das Publikum steigt ein, reist mit und fällt beim Zählen bis tausend wieder in die ausweglose Realität zurück. (Gabi Russwurm-Biro, KTZ)

Flucht aus dem Müll des Lebens
Franz Robert Ceeh brilliert in Peter Turrinis "Endlich Schluss".

1000 ist fast erreicht. Franz Robert Ceeh schreibt Stille an die Wand. Da hat der manchmal entfernt an Oskar Werner erinnernde Darsteller des Selbstmörders mit gehetzter Sprache und fahriger Gestik längst das Publikum gefesselt. Nun leert er stumm den zuvor verbal getrennten Müll ... Fischers positive, stringente Regie überzeugt in diesem Stück über das Recht "frei" zu sterben. Applaus! (Andrea Hein, Kronenzeitung)


Zählübung bis zum Suizid


Wird er, wird er nicht? "Endlich Schluss" machen im Monolog von Peter Turrini.
Franz Robert Ceeh verkörpert den vielschichtigen Verzweifelten mit höchstem schauspielerischen Einsatz. Er will "seinen Nachkommen keine unnötige Arbeit machen", wird aber bei der Bestellung seiner Bestattung nicht ernst genommen...
In der letzten Sequenz des verdichteten Monologes verbrennt er ein Bild, zieht sich mit der Asche Spuren über das Gesicht, wird gleichsam schon ein Hinübergehender. Dem atemlos lauschenden Publikum wirft Ceeh, ab 990, noch ein paar Fragen zu: Ob er passend gekleidet sei? Noch einmal aufs Klo gehen solle? Bis zuletzt hofft der Zuseher auf ein Wunder.
Das Premierenpublikum bedachte das Stück mit reichem Applaus. Regisseur Klaus Fischer und das neuebuehne-Team haben ganze Arbeit geleistet. (Barbara Einhauer, Kleine Zeitung)

http://www.bmukk.gv.at/http://www.villach.at/inhalt/kultur/48.htmhttp://www.kulturchannel.at/http://www.plusclub.athttp://www.kleinezeitung.at/http://www.wienerstaedtische.at/http://www.monafilm.tv/http://www.sto.at/http://www.bks.athttp://www.loccitane.at/

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