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Sigmunds Freude - Szenenprotokolle von Fritz Perls

 

Co-Produktion mit der KONSE Schauspielabteilung
Regie und Textfassung: Klaus Fischer

Am Theater der Hansestadt Bremen an dem George Tabori 1976 das Theaterlabor gründete, erprobte Tabori Szenen nach Seminarprotokollen des Psychiaters Frederick ("Fritz") Perls. Klaus Fischer, der damals als Schauspieler an dieser Produktion mitgewirkt hat, stellt nun eine Neumontage dieser Seminarprotokolle auf die Bühne. Dabei werden die verschiedenen Vorstellungsabende zwar identisch aber nie gleich sein - und ganz sicher weit unterhaltsamer und komischer als man sich Therapiestunden vorstellt...

Premieren am 16. und 17.1.2009

In der von Frederick Perls begründeten „Gestalttherapie“ wird direkt und konkret an aktuellen Situationen und auch mittels der Beziehung zwischen Klient und Therapeut gearbeitet, dadurch soll der Kontakt des Patienten zu sich selbst und zu seiner Umwelt gefördert und unterstützt, und bestehende Kontaktstörungen überwunden werden. Man geht davon aus, dass eben jene Kontaktstörungen in der Vergangenheit den Anpassungsprozess an die Umwelt und so auch die Ausbildung einer „geschlossenen Gestalt“ verhindert haben. Der Therapeut ist hier kein passiver Zuhörer, er greift ein, er provoziert und bestätigt - wie ein Regisseur seine Schauspieler. Auch die Klienten agieren im dialogischen Wechselspiel zwischen Selbst und dem Problem im Grunde wie Schauspieler. Insofern wird in dieser Produktion auch Schauspiel stets mitreflektiert, denn auch im Theater geht es darum das Selbst und die Wahrhaftigkeit des eigenen Lebens erfahrbar zu machen.
„Seinen Tod zu erleiden und wiedergeboren zu werden, ist nicht leicht.“ Fritz (Pearls)

Frederick Perls: 1893 in Berlin geboren, musste er mit seiner Familie 1933 vor den Nationalsozialisten flüchten. Seine Heimat wurde Amerika. Zusammen mit seiner Frau Laura Perls und Paul Goodman begründete er die Gestalttherapie. Bis zum seinem Tod, 1970 in Chicago, entwickelte er die Gestalttherapie - getrennt von seiner Frau - weiter.