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Felix Mitterer, Der Patriot

 

Regie: Hans-Peter Kellner

Der „Fall Franz Fuchs“ erschütterte in den neunziger Jahren ganz Österreich. Die Brief- und Rohrbombenattentate, die unter dem Namen „Bajuwarische Befreiungsarmee“ verübt wurden, kosteten unzählige Leben und verletzten viele Unschuldige. Felix Mitterer montierte Vernehmungsprotokolle und psychiatrische Gutachten, Bekennerschreiben und verschiedene Zeitungsartikel zu einem Monolog, der ein Stück Zeitgeschichte behandelt, das auch heute noch brisant ist.

Premiere: 21.2.2009

Es war die Zeit in der die FPÖ unter Jörg Haider groß und für eine Allgemeinheit wählbar wurde, in der durch diese Stärkung der extremen Rechten auch Fremdenhass, sowie das propagieren von Naziideologien nahezu wieder salonfähig wurden und die beiden Großparteien nur ohnmächtig dastanden und keine Lösungen für die Probleme in Österreich anzubieten hatten. Die Wunde, die „Franz Fuchs“ aufriss, klafft auch heute noch weit offen. Es ist eine Bestandsaufnahme der Österreichischen und vor allem auch der Kärntner Verhältnisse, wie auch ein Psychogramm eines Menschen, der in seiner Komplexität schwer nachvollziehbar war, dessen Intelligenz zu bestechen wusste und dessen abstoßend verbohrte Konsequenz andererseits erschreckte. Deutlich gemacht wird dies vor allem durch seine unsichtbaren Gesprächspartner, die diesen Monolog vorantreiben, mit denen sich Franz Fuchs im intellektuellen Duell befindet.
“Wer war Franz Fuchs? Der Schläfer, den ihr aufgeweckt habt. Ein österreichischer Patriot. Die Waffe in eurer Hand.“

Felix Mitterer: 1948 in Tirol geboren. Felix Mitterer bezeichnet sich auch als „Tiroler Heimatdichter und Volksautor“, dabei greift er in seinen Stücken immer wieder gerne kontroverse Themen auf. Mittlerweile lebt er mit seiner Familie in Irland und Tirol, seine Stücke werden aber weiter gerne und oft in Österreich gespielt.