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Presseinformation zu Moby Dick

 

Presseinformation

“Moby Dick”
Eine Produktion des Mezzanin Theaters Graz
frei nach Herman Melville

Gewinner des Spectrum-Theaterpreises
beim 19. Theaterfestival Spectrum der neuebuehnevillach

Regie/Dramaturgie/Musikalisches Konzept: Hanspeter Horner
Schauspiel: Martina Kolbinger-Reiner
Ausstattung: Christoph Bochdansky
Technik: Clemens Zabini

20. Jänner 2010, 20.00 Uhr als Gastspiel in der neuebuehnevillach
Weitere Termine: 21., 22., 23., 27. 28., 29. und 30.1.2010

Abgründiger Flow
Unter der Prämisse den Flow over Villach zuzulassen, luden Katrin Ackerl Konstantin und Erik Jan Rippmann zum 19. Theaterfestival Spectrum – Best ofF Austria 2009. Aus neun Produktionen wählte das Publikum den Preisträger des Spectrum-Theaterpreises 2009. Der Gewinner dieses Festivals – das vielfach preisgekrönte Mezzanin Theater, Graz - gastiert mit der ausgezeichneten Produktion Moby Dick von 20. bis 30. Jänner 2010 in der neuebuehnevillach.

Moby Dick – das personifizierte Böse
Man mag Melvilles "Moby Dick" als eine spannende Abenteuergeschichte auf hoher See lesen und hören, aber sie ist zugleich auch mehr. Nämlich eine Parabel auf Fanatismus, Verblendung und grenzenlosen Hass, der bis zur Selbstvernichtung geht, dargestellt an der Figur des Kapitän Ahabs. Er setzt den ursprünglichen Auftrag des Walfangschiffes Pequod, die Beschaffung von Walöl, außer Kraft und funktioniert das Schiff kurzerhand zu einem Vernichtungsfeldzug um. In langen, aufhetzerischen Reden schwört dieser Kapitän seine Besatzung auf den unbedingten Hass gegen das personifizierte Böse, eben Moby Dick, ein. Er nimmt ihnen, aus heutiger Sicht betrachtet, so etwas wie einen Führereid ab: "Nicht Menschen seid ihr, sondern Ahabs Glieder, Arme, Beine, und gehorcht meinem Befehl!"

Auf dem schaurigen historischen Hintergrund des 20.Jahrhunderts erweist sich Melvilles Walgeschichte aus dem 19.Jahrhundert als geradezu prophetisch.

Die Inszenierung, solo und beeindruckend von Martina Kolbinger-Reiner getragen, bringt einen Abend mit unzähligen Überraschungen. Sie untersucht vor allem das Unerklärbare, das „aus dem Ruder laufen“, das Phänomen des “sich Verstrickens“ und des „nicht mehr Entrinnen könnens“.

Sein Knochenbein erzeugte einen furchterregenden Rhythmus tock ….tock …. tock. Rastlos schritt er hin und her, stundenlang. Die Spuren eines einzigen, immer wachen, stetigen Gedankens auf seinem Antlitz.
Ein Wal ist’s, hört ihr, ein weißer Wal. - MOBY DICK!


Pressestimmen/Auszüge

Die weise Frau und das Meer
Martina Kolbinger-Reiner legt erneut eine Glanzleistung auf die Bühne, wenn sie bei „Moby Dick“ in die Tiefen der menschlichen Seele sticht und als dämonischer Kapitän Ahab Publikum wie Besatzung in Angst versetzt. Unter ausgeklügelter Regie von Hanspeter Horner fesselt die düstere Männergeschichte aus dem Mund einer Frau. Angelegt zwischen Erzählungen und Monologen, Puppenspiel und trickreichen Effekten (Ausstattung Cristoph Bochdansky) hält die musikalisch stimmig untermalte Mezzanin-Produktion im TAL pausenlos in Atem. Kleine Zeitung, 20.September 2008

Rachefeldzug im rauen Gewässer
Fanatismus und bedingungsloser Gehorsam werden für den Vernichtungsfeldzug eines „Führers“ missbraucht. Eine bestürzende Parabel zu den Ereignissen gut 80 Jahre nach Erscheinen des Romans. Kronen Zeitung, 20.September 2008


Das Mezzanin Theater
Aus dem vierjährigen Theaterlaboratorium für theatralische Ausdrucksweisen wurde 1989 das MEZZANIN THEATER - Experimentelles Kinder-, Jugend- und Erwachsenentheater - als gemeinnütziger Verein gegründet, gefördert durch öffentliche Hand und Wirtschaft. Unter der künstlerischen Leitung von Martina Kolbinger-Reiner und Hanni Westphal hat sich das MEZZANIN THEATER in seiner mittlerweile 19jährigen Theaterarbeit einen weit über die steirischen Grenzen hinausgehenden guten Ruf erworben.

Rückfragehinweis/Interviewanfragen:
Waltraud Hintermann, Administrative Leitung
mobil: 0664/4644297, waltraud.hintermann@neuebuehnevillach.at

Stefan David Zefferer, Pressesprecher
mobil: 0699/13078963, stefan.zefferer@sevenspire.com


 
Gabriel Barylli, Polsprung - Eine spirituelle Komödie

 

Villach, am 6. November 2009

Pressevorinformation
„21.Dezember 2012... das Ende der Welt...
in der Prophezeihung der Mayas.“

Uraufführung / Auftragswerk
Gabriel Barylli, Polsprung
Eine spirituelle Komödie

Inszenierung:
Gabriel Barylli
Schauspiel:
Erik Jan Rippmann und Michael Weger
Premiere: 25. November 2009
20.00 Uhr neuebuehnevillach

Es wird zu kataklystischen Umwälzungen auf der Erdoberfläche kommen…

Der Mayakalender prophezeit, dass die Welt genau am 21.12.2012 untergehen werde, nur einige Auserwählte würden dies überleben. Viktor Abramowitsch hat sich deswegen schon vorsorglich eine Berghütte gemietet, auf 2400 Metern Höhe will er den Weltuntergang überstehen. An alles hat er gedacht, an Batterien, an einen Weltempfänger mit Kurbel, an einen Klappspaten und – sehr wichtig – an Whisky ... Mit etwas hat er aber nicht gerechnet – plötzlich steht Jakob Fernreiser, der Besitzer der Hütte, in der Tür und kann sich an einen Mietvertrag nicht mehr erinnern. Statt dem Weltuntergang bricht schließlich eine Lawine über die beiden herein ...

Mit „Polsprung“ beweist Gabriel Barylli erneut sein Gespür für pointierte Dialoge und die Schwächen und Stärken unseres Gesellschaftsbildes mit feinem Humor darzulegen. Wie bei dem Sensationserfolg „Ohio ? – Wieso...?!“ übernimmt Gabriel Barylli bei dieser Uraufführung seines neuesten Stücks „Polsprung“ die Regie.

Gabriel Barylli absolvierte die Schauspiel- und Regieausbildung am Wiener Max-Reinhardt-Seminar und wurde 1979 am Wiener Burgtheater engagiert.
Es folgten Engagements unter anderem bei den Salzburger Festspielen und dem Theater in der Josefstadt. 1980 debütierte Gabriel Barylli als Filmschauspieler unter der Regie von Wolfgang Glück in „Der Schüler Gerber“, weitere Film- und Theaterrollen folgten. Zahlreiche Auszeichnungen folgten, z.B. der Adolf Grimme-Preis für „Krambambuli“. In den letzten Jahren zahlreiche Arbeiten als Regisseur und Drehbuchautor für Kino und TV. Mit sehr großem Erfolg wurde sein Stück „Ohio? – Wieso?!“ im April 2005 in der neuebuehnevillach uraufgeführt.
Romane: „Butterbrot“, „Honigmond“ und „Wo beginnt der Himmel“

Michael Weger
1992 bis 1995 Intendant der Studiobühne Villach und von 1996 bis 2000 Leiter des STUDIO ORANGE in Villach. Bevor er 2001 Intendant der neugegründeten neuebuehnevillach wurde, war er schon ab 1996 Intendant des „Internationalen Theaterfestivals - SPECTRUM“. Seit 2006 Professor für Schauspiel und Fachabteilungsleiter am Landeskonservatorium Kärnten. Mehr als 50 Theater-& Event-Inszenierungen, zuletzt "Nathan der Weise" im Marmorsteinbruch Krastal. Als Schauspieler tätig für: Wiener Schauspielhaus, Stadttheater Aachen, Stadttheater Klagenfurt, Komödienspiele Porcia, Kölner Schauspielhaus, Carinthischen Sommer, Theater Drachengasse Wien, Vereinigte Bühnen Bozen, u.a.

Erik Jan Rippmann
Freischaffender Regisseur, Schauspieler und Autor. Engagements u. a. am Theater der Jugend Wien, Schauspielhaus Zürich, Stadttheater Bozen, Festspielhaus Bregenz, Volkstheater Wien / Tournee, Stadttheater Luzern, Theater Metropol Wien und neuebuehnevillach. Diverse Filmarbeit, drehte u.a. in Serien wie “Vier Frauen und ein Todesfall” oder “Winzerkönig” sowie in Kinofilmen wie “Pepperminta” von Pipilotti Rist oder "Die Fälscher“ von Stefan Ruzowitzky. 2005 Dramatikerstipendium des BKA sowie Landeskulturpreis Kärnten / Förderpreis für Darstellende Kunst. 2006-2008 MBA in International Arts Management. An der neuebuehnevillach inszenierte er zuletzt „Der Hässliche“ von Marius v. Mayenburg.

Wichtige Hinweise:

Schauspieler und Regisseur stehen Ihnen für Gespräche/Interviews ab sofort gerne zur Verfügung.
Bitte vereinbaren Sie Termine direkt mit Waltraud Hintermann, nbv (mobil: 0664/4644297)

Pressefotos finden Sie bitte im Pressebereich auf www.neuebuehnevillach.at

In der Anlage übersenden wir Ihnen gerne eine Textfassung des Stücks „Polsprung“ sowie eine digitale Fassung des aktuellen Journals.

Team:
Regie/Bühne: Gabriel Barylli
Kostüme: Michaela Wuggenig
Technik: Gerald Samonig
Bühnenbildassistenz: Angelica Kopf
Regieassistenz: Astrid Gstrein
Stückdauer: 100 Minuten, 1 Pause
Rechte: Sessler Verlag
Altersempfehlung ab 14 Jahre +

Service
„Offene Probe um Sechs“ am 20.11. um 18.00 Uhr (Anmeldung im Büro)
„Generalprobe um Acht“ am 22.11. um 20.00 Uhr, Eintritt Euro 8,--
Gala-Premiere am 24. 11. 2009 (geschlossene Vorstellung – ausverkauft)
Premiere am 25. 11. 2009 um 20.00 Uhr in der neuebuehnevillach
Weitere Termine: 26.-28.11., 2.-5.12.; 9. (Eine Benefiz-Vorstellung der Kleinen Zeitung und neuebuehnevillach zugunsten der Aktion Kärntner in Not.) bis 12.12.; 16. bis 19.12.; 29. bis 31.12. 2009 (Silvestervorstellung 19.00 und 22.00 Uhr)
Zusätzlich: Schulvorstellung am 9.12. um 10.00 Uhr

Karten: 04242/27341 (www.neuebuehnevillach.at)
Rückfragehinweis/Interviewanfragen:
Waltraud Hintermann, Administrative Leitung, mobil: 0664/4644297
waltraud.hintermann@neuebuehnevillach.at
Stefan David Zefferer, Pressesprecher
mobil: 0676/84826780 stefan.zefferer@linea7.com

Weitere Infos: Interview Gabriel Barylli - bitte auf mehr klicken


 
Die Troerinnen nach Euripides

 

Sonderprojekt der nbv-Theaterwerkstatt im Marmorsteinbruch Krastal
Spielleitung: Michael Weger

 
Nathan der Weise Gotthold Ephraim Lessing Sommer-Freilufttheater in der beeindruckenden Naturarena des ‚Marmorsteinbruch Krastal’

 

Regie: Michael Weger

 
Presseinformation: Alan Ayckbourn - RollenSpiel

 

Villach, am 15. April 2009

„Es ist doch so, wo man auch hinsieht, es geht immer nur um Sex.“

Alan Ayckbourn, RollenSpiel
Komödie aus der Trilogie „Verfolgte Unschuld“
Deutschsprachige Erstaufführung

Co-Produktion der neuebuehnevillach mit dem Schauspielhaus Salzburg

Inszenierung: Robert Pienz

SchauspielerInnen:
Antony Connor, Philip Leenders, Inge Maux, Constanze Passin, Olaf Salzer, Christiane Warnecke, Susanne Wende

Premiere: 23. April 2009
20.00 Uhr neuebuehnevillach

Junge Damen in Bedrängnis …
Justin und Julie-Ann haben die künftigen Schwiegereltern zum Essen eingeladen, um ihre
Verlobung bekannt zu geben. Alles soll perfekt sein, schließlich sind Julie-Anns Eltern sehr
pedantisch. Doch während die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen, klettert über den Balkon Paige herein, Ex-Erotiktänzerin und Mieterin von nebenan. Paige ist auf der Flucht vor dem Ex-Boxer Mickey, der wiederum im Auftrag von Paiges Mann, einem paranoiden Gangsterboss, gut auf sie aufpassen soll. Sie sitzt also in der Wohnung des jungen Paares und weigert sich zu gehen. Natürlich lässt auch Mickeys Ankunft in der Wohnung nicht lange auf sich warten, doch auch er vermag nicht sie aus der Wohnung zu schaffen, Paige ist einfach zu schlau. Zugleich trudeln allmählich die geladenen Gäste ein, Julie-Anns bigotte Eltern und Justins alkoholisierte Mutter. Fassungslos muss Julie-Ann mit ansehen, wie das „zwanglose Beisammensein“ langsam eskaliert. Und Justin realisiert, dass ihn mit Julie-Ann ein ähnliches Leben erwartet, wie es auch ihre Eltern führen. In diesem Ausnahmezustand fallen die Masken und letztendlich entpuppt sich die bürgerliche Welt der Eltern als weitaus beängstigender als die ungebetenen Eindringlinge.
Unter dem Obertitel „Verfolgte Unschuld“ hat Alan Ayckbourn, ein Meister in Sachen Komödie und Farce, drei voneinander unabhängige Komödien geschrieben(MutProbe, UmTausch und RollenSpiel), die nicht nur ihr Schauplatz – ein schickes Londoner Apartment an der Themse - sondern auch ein gemeinsames Thema verbindet: Im Zentrum stehen jeweils „junge Damen in Bedrängnis“.

Bigotte Spießigkeit
Bei Ayckbourn steht keine Figur allein. Vom Autor sorgsam in den Geflechten persönlicher Beziehungen platziert, bewegen sich seine Personen in familiären und amourösen Konstellationen – in der langen Gewohnheit des Zusammenlebens macht jede die anderen zu dem, was sie sind…

Textzitate:
Julie-Ann: Passaschonin icheneng (Passt schon hin, bisschen eng)
Justin: Ich kann die nicht verstehen, was hast du gesagt?
Julie-Ann: Oheicht, akappscho. (Oh, leicht. Das klappt schon)
Justin: Leichannerum (Vielleicht anders rum)
Julie-Ann: Betterich. Quetschschusum. (Besser nicht. Wir quetschen uns rum)
Justin: Okelasses. (Okay. Lass es.)

Derek: Und wo ist unser Äpfelchen? Wo hat sich unser kleines Äpfelchen versteckt?
Justin: Wie bitte?
Dee: Julie-Ann. Wir nennen sie immer unser kleines Äpfelchen.
Derek: Unseren Augapfel.
Justin: Ach so.
Dee: Unser Äpfelchen. Aber was habe ich vorhin im Auto gesagt, Derek? Sie kann ja nicht ewig am Baum hängen bleiben. Früher oder später wird sie jemand pflücken. Justin hat Probleme beim Einschenken der Drinks.
Derek: Sie pflücken unseren Paradiesapfel, Justin. Die süßeste Frucht in unserem Garten.

Alan Ayckbourn schreibt über die Mühen der modernen Menschheit, den Pleuelstangen, Zahnrädern, Kolben des "großen Mechanismus" auszuweichen. Wo Shakespeare die Menschen exemplarisch fallen lässt, sieht Ayckbourn sie alltäglich hüpfen, stolpern und tanzen. Wo bei Shakespeare die Männer Macht und Bedeutung haben, sind bei Ayckbourn längst die Frauen Trägerinnen der Potenz und des Lebenswillens. In seinem Werk finden wir Damen vom Schlag Camilla Parker Bowles'; seine Männer sind einfühlsame, zaudernde Wichte. (Die ZEIT)

Sir Alan Ayckbourn (Geboren 1939 in London) war ursprünglich Schauspieler, bevor er zu "Großbritanniens populärstem Gegenwartsdramatiker" (The Economist) wurde. Für seine Stücke ist er mehrfach ausgezeichnet worden, darunter bisher allein siebenmal mit dem Evening Standard Award. Übersetzt wurden sie in über 30 Sprachen, einige von ihnen wurden in England und Frankreich auch verfilmt. Ayckbourn lebt in Scarborough und ist dort seit 1969 künstlerischer Leiter des Stephen Joseph Theatre. 1987 wurde er von der Queen zum "Commander of the Order of the British Empire" ernannt, 1997 als erster Dramatiker seit Terence Rattigan in den Adelsstand erhoben.

Robert Pienz (Geboren: 26.02.1965)
Regisseur und Schauspieler. Seit 2003 Intendant des "Schauspielhaus Salzburg".
Ausbildung: Studium der Germanistik, Anglistik, Kunstgeschichte, Publizistik, Universität Salzburg.

Team
Regie: Robert Pienz
Ausstattung: Isabel Graf
Regieassistenz: Christoph Griesser
Regiehospitanz: Sandra Müller
Technik: Gerald Samonig
Stückdauer: 130 Minuten inkl. 1 Pause
Rechte: Rowohlt Theaterverlag
Altersempfehlung: ab 14+

Hinweis:
Die SchauspielerInnen und die Regisseure stehen Ihnen für Gespräche/Interviews gerne zur Verfügung.
Bitte vereinbaren Sie Termine direkt mit Waltraud Hintermann, nbv (mobil: 0664/4644297)

Service
Alan Ayckbourn, Rollenspiel
„Generalprobe um Acht“ am 22.4. um 20.00 Uhr, Eintritt Euro 8,--
Premiere am 23. 4. 2009
Weitere Termine: 24.4., 25.4.; 29.4. bis 2.5.; 5.5. bis 9.5. und 12.5. bis 16.5. 2009
Schulvorstellung am 28.4. um 10.00 Uhr
Karten: 04242/27341 (www.neuebuehnevillach.at)
Rückfragehinweis/Interviewanfragen:
Waltraud Hintermann, Administrative Leitung, mobil: 0664/4644297
waltraud.hintermann@neuebuehnevillach.at
Stefan David Zefferer, Pressesprecher
mobil: 0676/84826780 stefan.zefferer@linea7.com





 
ALIENce Ein Stück zum Thema ‚Gewalt’ und ‚Gewaltprävention’

 

Villach, am 31. März 2009

Presseinformation

„Man muss sich nur vorstellen, man sei woanders.
Nein, Blödsinn, natürlich nicht, macht ja nichts besser.“

ALIENce
Ein Stück zum Thema ‚Gewalt’ und ‚Gewaltprävention’
erstellt in Zusammenarbeit von neuebuehnevillach und BRG St. Martin/Villach im Rahmen des Projekts Macht/Schule/Theater - einer Initiative von „Weiße Feder“ des BMUKK
in Kooperation mit Kulturkontakt Austria und DSCHUNGEL Wien

AutorInnen:
Johanna Amlacher, Nikolaus Kandolf, Melina Marcher, Elias Poschinger,
Nadia Schäffer, Magdalena Taxenbacher , Martin Dueller und Stefan David Zefferer

SchauspielerInnen:
Johanna Amlacher, Nina Arnez, Sophia Friedler, Kathrin Gelbmann, Nikolaus Kandolf, Bianca Köfer, Jakob Koffler, Melina Marcher, Maximilian Müllneritsch, Julian Öllinger, Simon Pacher, Elias Poschinger, Alina Prettner, Anna-Maria Reichmann, Lukas Rossmann, Theresa Somitsch, Cornelia Stangl, Romana Stjepanovic, Magdalena Taxenbacher, Mark Uckermann, Alexander Zdesar

Regie: Martin Dueller
Co-Regie: Stefan David Zefferer

Premiere: 22. April 2009
20.00 Uhr in der Aula des BG+BRG St. Martin/Villach

Ausgrenzung
Das Thema „Gewalt an Schulen“ gerät in den letzten Jahren zunehmend in den Fokus der Öffentlichkeit. Auch wenn dieses Phänomen nicht an allen Schulen bzw. bei allen Jugendlichen beobachtbar ist, bedarf es der Aufmerksamkeit. Im Rahmen der Initiative Macht/Schule/Theater ist die „neuebuehnevillach“ für die Durchführung dieses österreichweiten Theaterprojekts in Kärnten verantwortlich. Gemeinsam mit dem BRG St. Martin und der an diesem Gymnasium schon lange bestehenden Theaterspielgruppe unter der Leitung von Herwig Burian wird seit Mitte 2008 ein Theaterstück zum Thema „Gewalt an Schulen“ entwickelt- vom Text bis hin zur fertigen Aufführung sind die SchülerInnen nicht nur beteiligt, sondern sie haben maßgeblich (an)teilgenommen. Konzentriert haben sich die Jugendlichen vor allem auf das Theama „Ausgrenzung“ – und seine Folgen: Homosexualität, Armut, Anderssein, Hautfarbe, Herkunft usw.

Figuren auf dem Spielfeld des Lebens
Gewalt hat System! - und ist im System, in dem wir uns bewegen, wo mit virtuellen Werten (in vielerlei Hinsicht) gehandelt wird, impliziert. Ganz im Sinne Brechts, dass Gewalt nur dort hilft, wo Gewalt herrscht, produziert ein solches System mit fortlaufender Automatik nicht nur Opfer sondern auch Täter, die letztlich auch selbst nur Opfer sind. Man erfüllt seine Rollen und durch diese Rollen ist man Figur und mit dieser Figur hat man seine Stellung am Spielfeld und ist Teil einer Dynamik, die wiederum den Handlungsspielraum sehr eng setzt. Und genau das will diese Produktion mit der Übersetzung in ein Spiel zeigen.
(Martin Dueller, Regie)


Auf den ersten Blick, also oberflächlich betrachtet, sehen wir hier Täter und Opfer. Erst ein zweiter, genauerer Blick zeigt, dass auch Täter Opfer und Opfer Täter sind oder sein können. Täter wie Opfer sind hier Leidtragende von Systemen, für die sie oft nichts können: zerrüttete Familienverhältnisse, Wohlstandsverwahrlosung, Leistungsdruck in Schule und Gesellschaft u. a.
Hier entsteht manchmal enorme Aggression. Sie richtet sich vielleicht nach außen, gegen andere, in schlimmer Weise. Oder sie richtet sich nach innen und zerstört dort.
Das Stück ALIENce ist aus den Schülerinnen und Schülern, ihren Überlegungen und Erfahrungen zum Thema ‚Gewalt und Ausgrenzung’ entstanden. Es ist sozusagen aus ihnen heraus gewachsen und es wird von ihnen auf die Bühne gestellt. Es lenkt unsere Aufmerksamkeit, in vielen scheinbar unspektakulären Bildern und Szenen auf diese Dynamiken und es macht uns Zuschauer vielleicht betroffen oder nachdenklich. Das wäre ein schönes Ergebnis der intensiven Arbeit, die diese SchülerInnen - trotz ihrer Tätigkeitsvielfalt - in ihrer Freizeit geleistet haben.
(Stefan David Zefferer, Co-Regie)

Textzitate:
Ist voll langweilig. Alles. Zu Hause sowieso. Früher das Kindermädchen. Die hab ich fertiggemacht, als Baby schon. Ohne Ende. Dann die Internate. Eins nach dem anderen. Eins elitärer als das andere. Hab alle vernichtet. Nie jemand da. Häng den ganzen Tag vor der Glotze, vorm Computer. Überall die gleiche Scheißwelt, voller Angeber und Arschkriecher, Asylanten, Scheißminister. (Mark)

Immer allein. Nur ein Unfall, den sie immer bereut hat. Unerwünschtes Kind, ein Patzer im perfekten Lebenslauf. Immer ist sie weg. Sie will nichts von mir wissen, und mein Vater checkt überhaupt nichts mehr ab. (Georg)

Sonja: Ich meine, was ist das Problem? Was haben die gegen uns? Wir haben ihnen nichts getan und ich würde ihnen ja sogar helfen.
Maria: Es ist ein Spiel. Entweder man spielt mit oder nicht, man kann zu den Gewinnern oder zu den Verlierern zählen - alles nur Glück.

Weißt du überhaupt, was du da redest? Sie mussten flüchten! Weißt du, was Flucht ist! Ihre Mutter war Ärztin in der Ukraine und ihr Vater arbeitete für eine Organisation, die sich für politisch Verfolgte einsetzte. Hier geht ihre Mutter putzen und ihr Vater darf noch nicht mal arbeiten. Wenn du sie mal fragen würdest, wüsstest du das auch. (Alex)

Team
Regie: Martin Dueller
Co-Regie: Stefan David Zefferer
Schauspiel-Coaching: Michael Weger
Bühne & Regieassistenz: Angelica Kopf
Kostüme: Michaela Wuggenig
Maske: Elvira Masic
Filme: Martin Schinagl
Technik und Licht: Manfred Kratochwill
Stückdauer: 70 Minuten
Alle Rechte bei den AutorInnen
Altersempfehlung: ab 12 Jahre

Hinweis:
Die SchauspielerInnen und die Regisseure stehen Ihnen für Gespräche/Interviews gerne zur Verfügung.
Bitte vereinbaren Sie Termine direkt mit Waltraud Hintermann, nbv (mobil: 0664/4644297)

Service
ALIENce
Premiere am 22. 4. 2009 um 20 Uhr im BG+BRG St.Martin/Villach.
Weitere Termine: 24.4. 2009 und in der neuebuehnevillach am 19. und 20. 5. 2009 jeweils um 10.00 und um 20.00 Uhr

Karten: 04242/27341 (www.neuebuehnevillach.at)

Rückfragehinweis/Interviewanfragen:
Waltraud Hintermann, Administrative Leitung, mobil: 0664/4644297
waltraud.hintermann@neuebuehnevillach.at

Stefan David Zefferer, Pressesprecher
mobil: 0676/84826780 stefan.zefferer@linea7.com



 
Marius von Mayenburg, Der Hässliche - Pressinformation

 

Villach, am 18. März 2009
Presseinformation
„Mundvorhof freilegen, wir gehen hier durch die Schleimhaut.“
Marius von Mayenburg
Der Hässliche
Eine Gesellschaftssatire

Inszenierung: Erik Jan Rippmann

Es spielen:
Katrin Ackerl Konstantin, Michael Menzel,
Alexander Mitterer, Michael Smulik

Premiere: 25. März 2009
20.00 Uhr in der neuebuehnevillach

Lette ist hässlich.

Schönheit hat ihren Preis und sichert den Vorteil. Damit sieht sich Lette plötzlich konfrontiert, denn Lette ist hässlich. Was bisher alle wussten, wird Lette erst klar, als sein Chef jemand anderen zu einem Kongress schicken will, bei dem Lettes Starkstromstecker-Erfindung präsentiert werden soll. Auch seine Frau gibt in der Folge zu, dass sie ihn immer schon total hässlich fand.
Also wählt Lette den Weg der Schönheits-OP, er bekommt ein völlig neues Gesicht – und siehe da: Der Erfolg stellt sich ein, überrollt ihn förmlich. Er wird zum neuen Zugpferd der Firma, mit so einem Gesicht lasse sich alles verkaufen, auch sonst wird er bewundert und begehrt. Auf die Dauer ist dies allerdings auch nicht befriedigend. Sein Marktwert sinkt bald schon wieder, als immer mehr Menschen sich zum Duplikat Lettes umwandeln lassen. Dabei ist die Verwechslungsgefahr noch sein kleinstes Problem.

„Auf dem Weg zum Erfolg spielt Schönheit eine gewichtige Rolle. Der Körper dient
als Inszenierungsfläche, welche dem Gestaltungsimperativ der medial transportierten
Bilder unterliegt. Durch diese Maskierung mittels Styling, Injektionen, Diäten,
Workouts oder Operationen wird erst der Platz auf der gesellschaftlichen Stufenleiter
erklommen und angezeigt. Doch im Gegensatz zu früher werden diese Masken
zunehmend für wahr gehalten. Die Differenz von Rollenspiel und authentischem Ich
verwischt, was nicht selten zur Selbsttäuschung und falscher Orientierung führt. Und
hier setzt auch Marius von Mayenburg mit „dem Hässlichen“ an. Denn wie sagte schon
Michel de Montaigne: “Die meisten unserer Tätigkeiten sind Possen. Die ganze Welt ist
Schauspielerei. Wir müssen unsere Rollen darin gebührend übernehmen – aber eben
als Theaterfigur.“ (Erik Jan Rippmann, Regie)

Textzitate:
Du bist hässlich. Das ist eine Realität. Kein Mensch wird etwas anderes denken, wenn er dich sieht. Ich kanns nicht fassen, dass du das nicht weißt. (Fanny)

Natürlich hab ich Angst, mir hat man schließlich das Gesicht zerhackt, nicht Ihnen. (Lette)

Und hier meine Damen und Herren, ist Lette in eigener Person. Lassen Sie diese Züge auf Ihr Innerstes wirken. Geben Sie sich der Klarheit der Linien hin. Und antworten Sie sich so ehrlich Sie können auf die Frage, die ich Ihnen jetzt stellen werde: Existiert ein makelloseres Gesicht? Würden Sie nicht alles dafür opfern, ihm zu gleichen? (Scheffler)

Marius von Mayenburg
Deutscher Autor und Dramaturg. Er studierte nach dem Abitur am Münchner Maximiliansgymnasium Altgermanistik und lebt seit 1992 in Berlin, wo er von 1994 bis 1998 an der Hochschule der Künste studierte. Er war Dramaturgie-Mitarbeiter an der DT-BARACKE. Seit 1999 ist er Dramaturg und Hausautor an der Berliner Schaubühne am Lehniner Platz. Er schrieb Theaterstücke wie: Haarmann, Feuergesicht, Uraufführung Münchner Kammerspiele, 1998, Parasiten, UA Deutsches Schauspielhaus Hamburg, 2000.
Er bekam folgende Auszeichnungen: Kleist-Förderpreis für junge Dramatik, Frankfurt/Oder, 1997, für Feuergesicht; Preis der Frankfurter Autorenstiftung, 1998, für Feuergesicht.

Erik Jan Rippmann (Regie)
Freischaffender Regisseur, Schauspieler und Autor. Engagements u. a. am Theater der Jugend Wien, Schauspielhaus Zürich, Stadttheater Bozen, Festspielhaus Bregenz, Volkstheater Wien / Tournee, Stadttheater Luzern, Theater Metropol Wien und neuebuehnevillach. Diverse Filmarbeit, drehte zuletzt u.a. in Serien wie “Vier Frauen und ein Todesfall” oder “Winzerkönig” so wie in Kinofilmen wie “Pepperminta” von Pipilotti Rist oder "Die Fälscher“ von Stefan Ruzowitzky. 2005 erhielt er das Dramatikerstipendium des BKA sowie den Landeskulturpreis Kärnten / Förderpreis für Darstellende Kunst. 2006-2008 absolvierte er als Stipendiat des ICCM Salzburg einen MBA in International Arts Management. An der neuebuehnevillach inszenierte er zuletzt Franzobels “Von Zöllnern und Schmugglern” und “Der Exhibitionist” von Dušan Jovanović.

Katrin Ackerl Konstantin (Schauspiel)
Schauspielerin und Regisseurin; Schauspielausbildung am Konservatorium in Wien, Förderungspreis der Stadt Wien, Psycholo¬giestudium. Seit 14 Jahren Engagements an Staats- und Stadttheatern, Klein- und Mittelbüh¬nen in Wien, Berlin, Salzburg, Bregenz, München u.v.a. An der neuebuehne arbeitet sie als Regisseurin, Schauspielerin und künstlerische Leiterin des Festivals Spectrums. Zuletzt führte sie Regie in Pablo Picassos “Wie man Wünsche beim Schwanz packt“.

Michael Menzel (Schauspiel)
2005 Schauspieldiplom in Wien. Arbeiten im Theater in der Josefstadt, bei den Clingenburg Festspielen, an der neuebuehnevillach, beim Salzburger Straßentheater und im Stadttheater Mödling. 2007 Aufnahme in die Filmagentur www.conactor.at. Erste TV Gehversuche im ORF und ZDF bei der Sitcom „Mitten im Achten“ und „SOKO Wien“. Diverse Rollen in Kurz- und Langfilmen.

Alexander Mitterer (Schauspiel)
Freischaffender Schauspieler und Regisseur. Engagements u.a. am aktionstheater ensemble Wien, Theater Graz / Next Liberty, Stadttheater Klagenfurt, klagenfurter ensemble, den Tiroler Volksschauspielen Telfs, dem Arbos Theater Salzburg, beim steirischen Herbst und nicht zuletzt auch in der neuebuehnevillach, in „Bambiland“ und „Prometheus“ und und “Der Exhibitionist”. Weiters spielte er als Kriminalbeamter Pfurtscheller in der Tatort-Serie „Leib und Leben“. 2004 Mitbegründer des Theater Kaendace.

Michael Smulik (Schauspiel)
Geboren in Port-Elizabeth, Südafrika, lebt in Wien. Schauspielausbildung am Konservatorium der Stadt Wien. Engagements u.a. am Ensemble Theater, Theater Drachengasse (zuletzt in Die sieben Tage des Simon Labrosse), KosmosTheater Wien, Neue Oper Wien, Vereinigte Bühnen Bozen, Ruhrfestspiele Recklinghausen, Elisabethbühne Salzburg, Phönix Linz. Spielte in der Meldemannstrasse den Hitler in Taboris Mein Kampf (Nestroypreis 2003). Mitglied der Improvisationstruppe The English Lovers, 2005 zum zweiten Mal österreichischer Meister. Kapellmeister von Christian & Michaels Emotionale Rock und Showband.

Team
Regie: Erik Jan Rippmann
Bühnenbild: Andreas Lungenschmid
Kostüme: Michaela Wuggenig
Regieassistenz: Astrid Gstrein
Lichtdesign: Dimitri Macek
Technik: Gerald Samonig
Stückdauer: 70 Minuten

Rechte: Henschel SCHAUSPIEL Theaterverlag Berlin GmbH

Altersempfehlung: ab 12 Jahre

Hinweise:
Die Schauspieler und der Regisseur stehen Ihnen für Gespräche/Interviews gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie Termine direkt mit Waltraud Hintermann, nbv (mobil: 0664/4644297)
Service
Der Hässliche von Marius von Mayenburg
„Offene Probe um 6“ am 19.3. um 18.00 Uhr, Eintritt frei
„General Probe um 8“ am 24.3. um 20.00 Uhr, Eintritt Euro 8,--
Premiere am 25. 3. 2009 um 20 Uhr in der neuebuehnevillach.
Weitere Termine: 26.3. ausverkauft; 27. bis 28. 3.; 1. bis 4. 4. und 7. bis 11. 4.2009
(Schulvorstellung um 10.00 Uhr am 31.3. 2009)

Karten: 04242/27341 (www.neuebuehnevillach.at)

Rückfragehinweis/Interviewanfragen:
Waltraud Hintermann, Administrative Leitung, mobil: 0664/4644297
waltraud.hintermann@neuebuehnevillach.at


 
Presseinformation: Der Patriot von Felix Mitterer
Inszenierung: Hans-Peter Kellner Es spielt: Heinz Weixelbraun

 

Villach, am 16. Februar 2009


Presseinformation

„In diesem Land sind Personen willkommen,
die aussehen wie wir, die beten wie wir, die sprechen wie wir.“

Der Patriot von Felix Mitterer
Ein Stück österreichischer Zeitgeschichte

Inszenierung: Hans-Peter Kellner
Es spielt:
Heinz Weixelbraun

Premiere: 21. Februar 2009
20.00 Uhr in der neuebuehnevillach


Der „Fall Franz Fuchs“ erschütterte in den neunziger Jahren ganz Österreich. Die Wunde, die damit aufgerissen wurde, klafft auch heute noch weit offen. Felix Mitterer montierte Vernehmungsprotokolle und psychiatrische Gutachten, Bekennerschreiben und verschiedene Zeitungsartikel zum „Fall Franz Fuchs“ zu einem spannenden Monolog, der ein Stück Zeitgeschichte behandelt, das auch heute noch brisant ist. Felix Mitterer schafft damit eine Bestandsaufnahme der Österreichischen und vor allem auch der Kärntner
Verhältnisse. Im Zwiegespräch mit unsichtbaren Gesprächspartnern mit denen sich Franz Fuchs im intellektuellen Duell befindet, die diesen Monolog vorantreiben, wird das Psychogramm eines Menschen gezeichnet, der in seiner Komplexität schwer nachvollziehbar war, dessen Intelligenz zu bestechen wusste und dessen extremistische Konsequenz erschreckte.

„Was Franz Fuchs als Figur interessant macht, ist, wie ein im Prinzip begabter und intelligenter Mensch mit etwas labiler Persönlichkeitsstruktur politische, historische und gesellschaftliche Versatzstücke zu einer eigenen, wirren Weltanschauung vermischt – und dass viele Menschen dazu entweder beipflichtend nicken oder entrüstet den Kopf schütteln. Oder beides. Was hat es auf sich mit der österreichischen Tradition pathologischer Einzeltäter? Dieser Mischung aus Faschismus und Begabung, aus Faszination und Verachtung? Es geht bei dem Abend nicht um eine authentische Studie des Briefbombers Franz Fuchs, sondern vielmehr um Mechanismen und Projektionen.
Das Sendungsbewusstsein des einfachen Mannes, das Wegschauen der Gemeinschaft, das Zurechtbiegen von in sich widersprüchlichen Anschauungen. Die Zuschauer können an diesem Abend nicht nur das Innenleben eines „österreichischen Patrioten“ beobachten, sondern genauso auch ihr eigenes. (Hans-Peter Kellner, Regie)

Textzitate:
Ich konnte eigentlich nie mit Frauen. Nicht wirklich. Die mögen lieber die Draufgänger. Ich bin wohl nicht attraktiv für Frauen. Beim Bundesheer hatte ich eine Freundin. Sie war mir nicht treu. Ich hab ihr wie ein Hund hinterher gewinselt.

Meine Oma hab ich bewundert, die konnte alles, einfach alles. Schweine schlachten, wursten und Speck räuchern, aus Kräutern Medizin herstellen. Einmal ist ein Schwein am Rotlauf erkrankt, die Oma hat es zu Seife verarbeitet. Sie hat im Dorf die Verstorbenen gewaschen und aufgebahrt, und sogar als Hebamme war sie unterwegs.

Dann bin ich ausgestiegen und hab gefragt. „Sie wollen meine Papiere sehen?“ Und ich hab den Auslöser betätigt. Aber ich hab den Apparat falsch gehalten. Der Schuss ist in den Boden gegangen und der Rückstoßstrahl hat mir die Hände weggerissen. Dann bin ich gelaufen. Ich wollte einfach laufen. Ausbluten. Das war ein schönes Gefühl, wie ich schwach geworden bin, immer schwächer. Dann bin ich zusammengebrochen.


Hans-Peter Kellner
Geboren 1963 in Wien. Anfangs Regieassistenzen in Wien am Volkstheater, dem Theater
in der Drachengasse und im Ronacher und in Berlin für die Royal Shakespeare Company.
Erste eigene Inszenierungen ab 1993 in Wien. Seither Arbeiten unter anderem am Volkstheater, Vienna´s English Theatre, Theater Drachengasse, Künstlerhaus und Ensembletheater, sowie dem Tiroler Landestheater und dem Schauspielhaus Düsseldorf. Ab 1995 Inszenierungen am Gate Theatre, dem Lyric Hammersmith und dem White Bear Theatre in London. Zusammenarbeit mit Tom Stoppard, David Farr und Michael Kingsbury. Seit 2000 lebt Hans-Peter Kellner in Kopenhagen, wo er neben Arbeiten im Café Theater 2003 auch eine Hamlet-Inszenierung auf Schloss Kronborg realisierte. Neben dem Theater war er bis Ende der neunziger Jahre auch im Bereich Film- und Fernsehen, Show und Musical sowie beim Zirkus aktiv, er übersetzte außerdem zahlreiche skandinavische Autoren ins Deutsche. „Der Patriot“ ist seine erste Inszenierung an der neuebuehnevillach.


Heinz Weixelbraun
wurde 1963 in Spittal an der Drau geboren. Von 1986 bis 1991 spielte er an der freien Volksbühne Berlin unter der Regie von Theatergrößen wie Hans Neuenfels und Klaus Emmerich. Seit 1992 arbeitet er als freier Schauspieler an diversen Bühnen, unter anderem am Wiener Schauspielhaus und am Stadttheater Klagenfurt. Seit 1987 arbeitet Heinz Weixelbraun auch für Film und Fernsehen. Für seine Rolle in „Erwin und Julia“ unter der Regie von Götz Spielmann wurde er 1989 für den „Europäischen Filmpreis“ nominiert, für den „Max-Ophüls-Preis“ wurde er 1990 für seine Rolle im Film „Die fliegenden Kinder“ vorgeschlagen. Einem breiten Publikum wurde er durch seine Mitwirkung in Fernsehserien bekannt, insbesondere für die Besetzung der Rolle des Christian Böck in der Krimiserie „Kommissar Rex“ zwischen 1996 und 2001. Nach 2001 verließ er die Serie, um wieder am Theater zu spielen.

Felix Mitterer
Als Sohn der verwitweten Landarbeiterin Adelheid Marksteiner und eines rumänischen Flüchtlings geboren und direkt nach der Geburt von einem Landarbeiterehepaar adoptiert. 1970 wurden seine ersten Beiträge im ORF gebracht. 1977 machte er sich als freier Autor selbständig. Felix Mitterer arbeitet und lebt seit 1995 in Castlelyons (Irland). Mitterer bezeichnet sich selbst als „Tiroler Heimatdichter und Volksautor“. Dabei greift er meist problematische und kontroverse Themen auf. Vor allem die Werke Die Piefke-Saga und Verkaufte Heimat (ebenfalls vom ORF ausgestrahlt) verhalfen Felix Mitterer Ende der 1980er Jahre zum großen Durchbruch. Seine Protagonisten sind oft sozial isolierte Außenseiter, wie in „Kein Platz für Idioten“ oder „Die wilde Frau“.
Preise: 1987 Peter-Rosegger-Preis, 1991 Adolf-Grimme-Preis und Romy für Die Piefke-Saga, 2001 Ernst-Toller-Preis, 2003 ORF-Hörspielpreis für Die Beichte, 2004 Prix Italia für das Hörspiel Die Beichte
Stücke/Auswahl: 2000 - Mein Ungeheuer. (Uraufführung Tiroler Volksschauspiele Telfs), 2001 - Gaismair. (Uraufführung Tiroler Volksschauspiele Telfs), 2002 - Johanna oder die Erfindung der Nation. (Uraufführung Salzburger Landestheater), 2004 - Kreuzweg Hochberg (mit Herbert Meusburger), 2004 - Die Beichte (Uraufführung Tiroler Volksschauspiele Telfs), 2004 - Die Hutterer (Uraufführung Schlossbergspiele Rattenberg), 2006 - Die Weberischen (Musical, Uraufführung Vereinigte Bühnen Wien), 2007 - Der Panther (Uraufführung in den Kammerspielen Theater in der Josefstadt Wien), 2007 - Franz von Assisi - Der Narr Gottes (Uraufführung bei den Volksschauspielen Ötigheim), 2008 - Der Patriot (Uraufführung im Stadttheater Walfischgasse Wien)
Zahlreiche Drehbücher (Piefke Saga, 1991), Kinderbücher und Prosawerke.

Team:
Inszenierung: Hans-Peter Kellner
Schauspiel: Heinz Weixelbraun
Regieassistenz & Videos: Martin Schinagl
Kostüme: Michaela Wuggenig
Technik: Gerald Samonig
Bühne: Angelica Kopf
Stückdauer: 75 Minuten
Rechte: Sessler Verlag
Altersempfehlung: ab 14 Jahre




 
Winterreise Liederzyklus von Franz Schubert (Musik) und Wilhelm Müller (Gedichte) Konzert im Theater mit Gebärdensprache
Mit Horst Dittrich (Gebärdensprach-Interpret), Rupert Bergmann (Bassbariton) und Gert Hecher (Piano) Gastspiel von ARBOS – Gesellschaft für Musik und Theater

 

Presseinformation

Termine: 12., 13. und 14. Februar
in der neuebuehnevillach, 20.00 Uhr

Gedichte sind Musik für das Auge …

In der „Winterreise“ erinnert sich ein Wanderer an seine verflossene Liebe. Diese vergangene Liebesgeschichte zwingt den Wanderer zum Reisen Sommer wie Winter, bei Tag und Nacht, denn: „Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh’ ich wieder aus“. Die Erlebnisse während des Wandern erinnern ihn an die frühere Beziehung zu seinem Mädchen: der Wind, der die Wetterfahne zum Tanzen bringt, die Tränen gefroren, der Schnee, der Traum vom Lindenbaum, das Walter kalt, das Eis glatt, der Traum vom Frühling und von Liebe, Wolken einsam, Sehnsucht nach Kommunikation, die Krähe als Begleiter, die wachenden Hunde im Dorf, der Winter kalt, das Licht kalt, die Suche nach dem Weg, das Wirtshaus abweisend, Schnee und kalte Sonne, die Suche als Ziel des Lebens.

In allen Stimmlagen ist die „Winterreise“ von Franz Schubert (1797 – 1828) nach Gedichten von Wilhelm Müller (1794 – 1827) schon interpretiert worden, eine „Stimme“ fehlt noch: die Gebärdensprache der Gehörlosen. Zum ersten Mal wird die „Winterreise“ durch gehörlose Schauspieler visuell interpretiert. Dazu eignet sich die den Gedichten von Müller innewohnende Poesie bestens. Die Gedichte selbst sind schon Musik für das Auge im besten Sinne des Wortes. Ausgehend vom Pulsschlag des Lebens und dem Atem und der damit verbundenen notwendigen Bewegung (dies ist auch eine unabdingbare Voraussetzung für die Sprache der Musik) werden den Gedichten von der emotionalen Seite her Stimmungen unterlegt, die ein bestimmtes Tempo in der Bewegung benötigen. Diese Bewegung definiert in jedem Gedicht den Rhythmus der Bewegung, die dann zur visuellen Interpretation der Gedichte führt und wie visuelle Musik aussieht. Das Pendant zur visuellen Interpretation kommt von der musikalischen Interpretation durch die Stimme Bass-Bariton und das Klavier. Visuelle und musikalische Interpretation werden ineinander verflochten, Musik im besten Sinne des Wortes dominiert das Geschehen, visuelle Musik wird durch die Schubert’sche Musik im Gesang verstärkt, alle Akteure auf der Bühne, ob nun Pianist, Sänger oder gehörloser Schauspieler werden zu einem visuell-musikalischen Ereignis verschmolzen.


ARBOS – Gesellschaft für Musik und Theater

Seit 1993 gibt es auf Initiative von Gehörlosen bei „ARBOS – Gesellschaft für Musik und Theater“ permanente professionelle Theaterproduktionen mit gehörlosen und hörenden Theaterkünstlern für gehörloses und hörendes Publikum und auch die Möglichkeit für Gehörlose, eine professionelle Theaterausbildung zu erhalten. Seit damals wurden 19 Inszenierungen realisiert und fünf Workshopprogramme für Gehörlose und Hörende entwickelt. 1998 gastierte ARBOS mit „Schauplatz“ von Rico Peterson in einer Inszenierung von Howie Seago in Stockholm, ebenfalls 1998 wurde in Prag Peter Handkes „Das Mündel will Vormund sein“ gezeigt. 2002 gastierte ARBOS mit „Die Fremden“ bei „Deaf Way II“ in Washington D.C. und zählt zu den innovativsten Gehörlosentheatern der Welt. 2004 spielte ARBOS mit gehörlosen Schauspielern beim ersten internationalen Theaterfestival in Prishtina nach Beendigung des Krieges im Kosovo, 2005 auf der Insel Rügen (Deutschland), 2007 in Litauen. Fünf der Projekte wurden auch mit Preisen ausgezeichnet wie dem EUROPÄISCHEN KUNSTPREIS der FINANCIAL TIMES.

Team:
Gebärdensprach-Interpret: Horst Dittrich (gehörloser Schauspieler)
Gesang: Rupert Bergmann (Bassbariton)
Pianist: Gert Hecher
Kostüme: Sanzaba Dimna
Lichtgestaltung: Bidpai
Übersetzung in die Österreichische Gebärdensprache: Horst Dittrich
Leitung, Produktion und Dramaturgie: Herbert Gantschacher

Service
Winterreise
Vorstellungen am 12., 13. und 14. 2. 2009
Karten: 04242/27341 (www.neuebuehnevillach.at)

Informationen zu Horst Dittrich finden sie im Internet unter http://de.wikipedia.org/
zu Rupert Bergmann unter http://www.rupert-bergmann.com
und zu Gert Hecher unter http://www.hecherpiano.com
Weitere Informationen zu Winterreise unter:
„Die Wetterfahne“ bei YAHOO
http://video.yahoo.com/watch/2942644/8416789
„Illusion“ bei DAILYMOTION
http://www.dailymotion.com/relevance/search/arbos%2Bmusic%2Btheatre/video/x5oj6x_franz-schubert-winter-journey-illus_music
„Der Lindenbaum“ bei VIDEO.GOOGLE
http://video.google.com/videoplay?docid=2066034119814373153&hl=en

Rückfragehinweis:
Waltraud Hintermann, Administrative Leitung, mobil: 0664/4644297
waltraud.hintermann@neuebuehnevillach.at


 
Premieren und Gastspiele im Spielplan der neuebuehnevillach Januar bis Juli 2009

 

Premieren am 16. und 17. Januar / Vorstellungen bis 31. Januar 09
„Sigmunds Freude - Szenenprotokolle von Fritz Perls“
Co-Produktion mit der KONSE Schauspielabteilung
Am Theater der Hansestadt Bremen an dem George Tabori 1976 das Theaterlabor gründete, erprobte Tabori Szenen nach Seminarprotokollen des Psychiaters Frederick ("Fritz") Perls. Klaus Fischer, der damals als Schauspieler an dieser Produktion mitgewirkt hat, stellt nun eine Neumontage dieser Seminarprotokolle auf die Bühne. Dabei werden die verschiedenen Vorstellungsabende zwar identisch aber nie gleich sein - und ganz sicher weit unterhaltsamer und komischer als man sich Therapiestunden vorstellt.
In der von Frederick Perls begründeten „Gestalttherapie“ wird direkt und konkret an aktuellen Situationen und auch mittels der Beziehung zwischen Klient und Therapeut gearbeitet, dadurch soll der Kontakt des Patienten zu sich selbst und zu seiner Umwelt gefördert und unterstützt, und bestehende Kontaktstörungen überwunden werden. Man geht davon aus, dass eben jene Kontaktstörungen in der Vergangenheit den Anpassungsprozess an die Umwelt und so auch die Ausbildung einer „geschlossenen Gestalt“ verhindert haben. Der Therapeut ist hier kein passiver Zuhörer, er greift ein, er provoziert und bestätigt - wie ein Regisseur seine Schauspieler. Auch die Klienten agieren im dialogischen Wechselspiel zwischen Selbst und dem Problem im Grunde wie Schauspieler. Insofern wird in dieser Produktion auch Schauspiel stets mitreflektiert, denn auch im Theater geht es darum das Selbst und die Wahrhaftigkeit des eigenen Lebens erfahrbar zu machen.
„Seinen Tod zu erleiden und wiedergeboren zu werden, ist nicht leicht.“ Fritz (Pearls)
Regie und Textfassung Klaus Fischer

Frederick Perls: 1893 in Berlin geboren, musste er mit seiner Familie 1933 vor den Nationalsozialisten flüchten. Seine Heimat wurde Amerika. Zusammen mit seiner Frau Laura Perls und Paul Goodman begründete er die Gestalttherapie. Bis zum seinem Tod, 1970 in Chicago, entwickelte er die Gestalttherapie - getrennt von seiner Frau - weiter.

Premiere am 21. Februar / Vorstellungen bis 14. März 09
Felix Mitterer „Der Patriot“
Der „Fall Franz Fuchs“ erschütterte in den neunziger Jahren ganz Österreich. Die Brief- und Rohrbombenattentate, die unter dem Namen „Bajuwarische Befreiungsarmee“ verübt wurden, kosteten unzählige Leben und verletzten viele Unschuldige. Felix Mitterer montierte Vernehmungsprotokolle und psychiatrische Gutachten, Bekennerschreiben und verschiedene Zeitungsartikel zu einem Monolog, der ein Stück Zeitgeschichte behandelt, das auch heute noch brisant ist. Es war die Zeit in der die FPÖ unter Jörg Haider groß und für eine Allgemeinheit wählbar wurde, in der durch diese Stärkung der extremen Rechten auch Fremdenhass, sowie das propagieren von Naziideologien nahezu wieder salonfähig wurden und die beiden Großparteien nur ohnmächtig dastanden und keine Lösungen für die Probleme in Österreich anzubieten hatten. Die Wunde, die „Franz Fuchs“ aufriss, klafft auch heute noch weit offen. Es ist eine Bestandsaufnahme der Österreichischen und vor allem auch der Kärntner Verhältnisse, wie auch ein Psychogramm eines Menschen, der in seiner Komplexität schwer nachvollziehbar war, dessen Intelligenz zu bestechen wusste und dessen abstoßend verbohrte Konsequenz andererseits erschreckte. Deutlich gemacht wird dies vor allem durch seine unsichtbaren Gesprächspartner, die diesen Monolog vorantreiben, mit denen sich Franz Fuchs im intellektuellen Duell befindet.
“Wer war Franz Fuchs? Der Schläfer, den ihr aufgeweckt habt. Ein österreichischer Patriot. Die Waffe in eurer Hand.“
Regie Hans-Peter Kellner

Felix Mitterer: 1948 in Tirol geboren. Felix Mitterer bezeichnet sich auch als „Tiroler Heimatdichter und Volksautor“, dabei greift er in seinen Stücken immer wieder gerne kontroverse Themen auf. Mittlerweile lebt er mit seiner Familie in Irland und Tirol, seine Stücke werden aber weiter gerne und oft in Österreich gespielt.

Premiere am 25. März / Vorstellungen bis 11. April 09
Marius v. Mayenburg „Der Hässliche“
Lette hat bisher ein unaufgeregtes Leben - bis er einen Starkstromstecker erfindet und diesen bei einem Kongress natürlich auch selbst vorstellen will. Doch an diesem Punkt wird Lette von seinem Chef knallhart mit der Realität konfrontiert - er sei unglaublich hässlich. Also wird ein Kollege zum Kongress geschickt und Lette fragt sich, warum ihm seine Hässlichkeit bisher noch nicht aufgefallen sei. Seine Frau fand ihn übrigens auch schon immer hässlich, aber das mache ihr nichts aus. Also wählt Lette schließlich den Weg der Schönheits-OP, und siehe da:

Der Erfolg stellt sich ein, überrollt ihn förmlich. Er wird zum neuen Zugpferd der Firma, mit
so einem Gesicht lasse sich alles verkaufen. Doch bald schon wieder sinkt sein Marktwert, als immer mehr Menschen sich auch so ein perfektes Gesicht schnitzen lassen und zum Duplikat Lettes werden.
Eine groteske Komödie über den Idealisierungswahn unserer Zeit, in dem Individualität und Geist der reinen Oberfläche geopfert wird.
„Ich hätte früher, eh ich dir begegnet bin, auch nie gedacht, dass ich mal einen so hässlichen Mann haben werde, aber jetzt fällt mir das nicht mehr auf.“
Regie Erik Jan Rippmann

Marius v. Mayenburg: 1972 in München geboren zählt Marius v. Mayenburg spätestens seit seinem Erfolg mit „Feuergesicht“ als einer der wesentlichsten jungen deutschen Dramatiker. Seine Stücke wurden mit diversen Preisen ausgezeichnet.

Premiere am 23. April / Vorstellungen bis 16. Mai 09
DEA Alan Ayckbourn „Verfolgte Unschuld – RollenSpiel“
Co-Produktion mit dem Schauspielhaus Salzburg
Justin und Julie-Ann haben die künftigen Schwiegereltern zum Essen eingeladen, um ihre Verlobung bekannt zu geben. Alles soll perfekt sein, schließlich sind Julie-Anns Eltern sehr pedantisch. Doch während die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen, klettert über den Balkon Paige herein, Ex-Erotiktänzerin und Mieterin von nebenan. Paige ist auf der Flucht vor dem Ex-Boxer Mickey, der wiederum im Auftrag von Paiges Mann, einem paranoiden Gangsterboss, gut auf sie aufpassen soll. Sie sitzt also in der Wohnung des jungen Paares und weigert sich zu gehen. Natürlich lässt auch Mickeys Ankunft in der Wohnung nicht lange auf sich warten, doch auch er vermag sie nicht aus der Wohnung zu schaffen, Paige ist einfach zu schlau. Zugleich trudeln allmählich die geladenen Gäste ein, Julie-Anns bigotte Eltern und Justins alkoholisierte Mutter. Fassungslos muss Julie-Ann mit ansehen, wie das "zwanglose Beisammensein" langsam eskaliert. Und Justin realisiert, dass ihm mit Julie-Ann ein ähnliches Leben erwartet, wie es auch ihre Eltern führen. In diesem Ausnahmezustand fallen die Masken und letztendlich entpuppt sich die bürgerliche Welt der Eltern als weitaus beängstigender als die ungebetenen Eindringlinge.
„Mr. und Mrs. Jobson ... Derek und Dee – Mutter – Julie-Ann und ich haben euch etwas sehr Schönes mitzuteilen ... wir haben vor, im Juni zu heiraten ... und um dieses glückliche Ereignis zu feiern –werden wir jetzt zwölf scheißlange Wochen auf Sex verzichten. Oh Gott..“
Regie Robert Pienz

Alan Ayckbourn: 1939 in Hampstead, London geboren, schrieb er schon mit 10 Jahren eigene Theaterstücke. In den 1950er Jahren begann er allerdings zuerst als Schauspieler seine Theaterkarriere und war in weiterer Folge auch als Regisseur und Theatertheoretiker tätig. Sein Werk umfasst mittlerweile über 70 Werke, überwiegend Komödienwerke, und Alan Ayckbourn kann getrost als einer der Meister dieses Genres bezeichnet werden.

21. Mai - 6. Juni 09
19. Österreichisches OFF-THEATERFESTIVAL SPECTRUM 2009
Schon das 18. Off-Theaterfestival Spectrum 2007 präsentierte sich als ein neues Festival, das den Austausch von neuem Theater unter den Bundesländern verstärken und dem Publikum die Vielfalt des gegenwärtigen Theaterschaffens in Österreich näher bringen will. Es ist das einzige seiner Art. Neue Sicht- und interessante Herangehensweisen machen Lust auf Theater in seinem ganzen Spektrum. Die Scheinwerfer werden auf Theatergruppen abseits eines Trends, einer bekannten Theaterform und gängigen Stückrezeptionen gerichtet. Off-Theater heißt freies Theater, abseits vom institutionalisierten Theaterbetrieb, innovative Ideen und spannende Projekte, wo oft aus Mangel die Kreativität ganz besonders gefragt ist. Auch dieses Jahr wird die beste Produktion nach fast drei Wochen intensiver Theaterzeit wieder vom Publikum gewählt werden. Die Gewinnerproduktion darf sich über den mit 5.000 € dotierten Spectrum Off-Theaterpreis freuen.
Künstlerische Leitung Katrin Ackerl Konstantin & Erik Jan Rippmann

Sommerfestspiele Krastal Lauster
Premiere am 25. Juni / Vorstellungen bis 25. Juli 09
Gotthold Ephraim Lessing „Nathan der Weise“
Das berühmte Stück, in der die Ringparabel eine zentrale Rolle spielt, die Lessing allerdings von Giovanni Boccaccios „Decamerone“ übernommen hat. Der weise Jude Nathan zieht eine Pflegetochter namens Recha auf. Diese wurde von einem christlichen Tempelherrn gerettet, der vom moslemischen Sultan Saladin begnadigt wurde, weil er Saladins Bruder Assad ähnlich sah. Recha und der Tempelherr verlieben sich ineinander. Am Ende werden alle akzeptieren müssen, dass fremde Religionen Teil ihrer selbst sind, wenn offenbahrt wird, dass Assad Christ war, und sowohl Recha wie auch der Tempelherr seine Kinder sind. Was sehr kompliziert klingt, ist eigentlich ganz einfach: Alle sind sie in erster Linie Menschen und vor allem sollte dies zählen.
Nathan der Weise ist Lessing letztes Werk in dem er seine Idee des Deismus verarbeitete.
„Sind Christ und Jude denn mehr Christ und Jude als Mensch?“
Regie Michael Weger

Gotthold Ephraim Lessing: 1729 in Sachsen/Deutschland geboren war er der wichtigste deutsche Dichter der Aufklärung. Mit seinen Dramen und vor allem auch theoretischen Schriften hat er die weitere Entwicklung der deutschen Literatur maßgeblich beeinflusst.
Er starb 1781 in Braunschweig.

Jugendtheaterstück
Premiere 17. April 2009 im BRG St. Martin
ALIENce
Gemeinsam mit den SchülerInnen BRG St. Martin erarbeitet die neuebuehnevillach ein Theaterstück zum Thema „Gewalt an Schulen“, im Rahmen des bundesweiten Projekts „Macht | Schule | Theater“ des bm:ukk. Die Schülerinnen und Schüler werden so weit wie möglich in den Schreib- wie auch in den Inszenierungsprozess eingebunden und lernen so auch Theater von innen kennen und arbeiten gleichzeitig ein Thema, das jeden einzelnen betrifft, intensiv auf. Spezifisch werden bei diesem Projekt vor allem Ausgrenzungsmechanismen in all ihrer Breite und ihren Folgen behandelt werden.
Projektleitung: Martin Dueller, Stefan David Zefferer

Gäste
8., 9., 10. Januar 2009
Anno Clementi – Ein Liederabend von und mit Georg Clementi
Es sind sehr persönliche und deshalb packende Erzählungen, verpackt in rauchige Songs und zarte Chansons mit sanften Jazz-Anklängen, mit pointierten Zwischentexten voller Komik und auch Nachdenklichkeit, die Georg Clementi zwischen italienischem Cantatore und deutschem Liedermacher gemeinsam mit dem musikalischen Multitalent Johannes Pillinger vorträgt.

7. & 9. Februar 2009
Karlheinz Hackl – Lachen macht gesund
Karlheinz Hackl beherrscht wie kaum ein anderer alle Nuancen der Vortragskunst; von Goethe und Schiller über Trude Marzik bis zu Fritz Grünbaum und darüber hinaus. Ein Abend mit einem grandiosen Schauspieler, der gekonnt sein Publikum zum Lachen bringt.

8. Februar 2009
Karlheinz Hackl und Heidelinde Weis - „Love Letters“ von A.R. Gurney
Eine Frau und ein Mann im Dialog über ein Leben in unterschiedlichen Gesellschaftsschichten: Triviale Begebenheiten und substantielle Auseinandersetzungen bestimmen diesen Briefwechsel zweier unterschiedlicher Menschen, die sich seit frühester Jugend kennen. Melissa, aus vermögendem Haus, zerbricht in einer eigennützigen Umwelt; Andrew erkämpft sich rücksichtslos Wohlstand und Ansehen.

12., 13., 14. Februar 2009
Eine Produktion von ARBOS – Gesellschaft für Musik und Theater
„Winterreise“ – Konzert im Theater mit Gebärdensprache
Der Liederzyklus „Winterreise“ von Franz Schubert (Musik) und Wilhelm Müller (Gedichte).
In der „Winterreise“ erinnert sich ein Wanderer an seine verflossene Liebe. Diese vergangene Liebesgeschichte zwingt den Wanderer zum Reisen Sommer wie Winter, bei Tag und Nacht, denn: „Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh’ ich wieder aus“. Die Erlebnisse während des Wandern erinnern ihn an die frühere Beziehung zu seinem Mädchen: der Wind, der die Wetterfahne zum Tanzen bringt, die Tränen gefroren, der Schnee, der Traum vom Lindenbaum, das Wetter kalt, das Eis glatt, der Traum vom Frühling und von Liebe, Wolken einsam, Sehnsucht nach Kommunikation, die Krähe als Begleiter, die wachenden Hunde im Dorf, der Winter kalt, das Licht kalt, die Suche nach dem Weg, das Wirtshaus abweisend, Schnee und kalte Sonne, die Suche als Ziel des Lebens.
In allen Stimmlagen ist die „Winterreise“ von Franz Schubert (1797 – 1828) nach Gedichten von Wilhelm Müller (1794 – 1827) schon interpretiert worden, eine „Stimme“ fehlt noch: die Gebärdensprache der Gehörlosen. Zum ersten Mal wird die „Winterreise“ durch gehörlose Schauspieler visuell interpretiert. Dazu eignet sich die den Gedichten von Müller innewohnende Poesie bestens. Die Gedichte selbst sind schon Musik für das Auge im besten Sinne des Wortes.
Leitung, Produktion und Dramaturgie: Herbert Gantschacher
Mit Horst Dittrich (Gebärdensprach-Interpret), Rupert Bergmann (Bassbariton) und
Gert Hecher (Piano)


 
Presseinformation zu Ingrid Lausund, Bandscheibenvorfall

 

„Das ist ein solches Irrenhaus. Das macht mich krank.
Hier sind doch alle komplett verrückt.“

Bandscheibenvorfall
Ingrid Lausund
Inszenierung: Christine Wipplinger

Es spielen: Claudia Marold, Monika Pallua,
Nicolaus Hagg, Anselm Lipgens und Clemens Matzka
Eine Produktion des Theaters Drachengasse Wien
Premiere 19. September 2008, 20.00 Uhr
neuebuehnevillach

Ein Abend für Leute mit Haltungsschäden.
Wie weit kann man sich emotional verbiegen, um dem Chef zu gefallen, die KollegInnen zu mobben, oder den gnadenlosen Kampf um die berufliche Poleposition zu gewinnen? Weit, sehr weit sogar. Und das ist gut so! „Ich will wieder eine Wirbelsäule“, erklärt Herr Kretzky sehnsuchtsvoll, nachdem er wieder einmal zum Kasperl degradiert worden ist. Doch dieses Eingeständnis der Rückgratlosigkeit scheint schon vergessen, bevor es fertig ausgesprochen ist. Standpunktlosigkeit bewährt sich eben doch, wenn man seinen Job behalten will – aufgestaute Aggressionen kann man ja an den KollegInnen abbauen.

Ingrid Lausund hat ein hochaktuelles Stück über die gnadenlosen Kämpfe „um den Arbeitsplatz“ gebaut. Mobbing pur! Dolche im Rücken, Verlust des Gesichts und schallende Ohrfeigen kennzeichnen den Büroalltag. Wer KollegInnen hat, braucht keine Feinde!
Ein irrsinnig witziges und unterhaltsames Stück über den Büroalltag und wie dieser wäre, wenn man den Gedanken freien Lauf ließe.

Regisseurin Christine Wipplinger handelt Lebenslügen und ewige Wahrheiten ab: Fünf KollegInnen auf dem Sprung zum Chef-Büro! Sie warten darauf, hineingerufen zu werden und als GewinnerInnen wieder heraus zu gehen. In Lausunds fiktiver Firma erlebt das Publikum, wie es wäre, wenn all die Machtkämpfe im Büro nicht über versteckte Intrigen, sondern über echte Handgreiflichkeiten ausgelebt werden könnten.

Ich will der Scherbenhaufen sein, der ich bin, ich will überflüssig sein, ich will das sein dürfen, was ich bin, kaputt. Ich will keinen, der den Scherbenhaufen, der ich bin, sorgfältig zusammenklebt, damit ich wieder funktioniere, ich will nicht mehr funktionieren. (Schmitt – kommt aus der TürzumChef)

Ingrid Lausund
Studierte Schauspiel und Regie an der Theaterakademie in Ulm, gründete eine freie
Theatergruppe in Ravensburg und versuchte sich in den verschiedensten Theaterformen und -experimenten. Nach mehreren „Wanderjahren“ ( z. B. Glücksfelder mit den Studenten der deutschen Theaterakademie Almaty/Kasachstan) Rückkehr nach Europa. 1999 Gastprofessur am Mozarteum Salzburg. Während der Intendanz von Tom Stromberg
Hausautorin und -regisseurin am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, seit 2002 arbeitet sie
parallel dazu am Schauspiel Köln. Ingrid Lausund lebt als freie Autorin und Regisseurin in Köln.

Christine Wipplinger
Ausbildung im klassischen Ballett sowie Studium der Slawistik und Geschichte, Studium in
Moskau am Puschkin-Institut, Lektorin in einem russischen Verlag. Arbeitete als Regieassistentin und Dramaturgin. Seit 1999 als Regisseurin tätig u.a. für Theater Drachengasse (Debut: Tätowierung von Dea Loher), Tribüne, dietheater Wien, Wald4tler Hoftheater, neuebuehnevillach, Landestheater Innsbruck, Volkstheater Wien, Theater der Jugend, Theater in der Josefstadt/Kammerspiele

Claudia Marold Ausbildung am FSK Wien. Seit 1992 vorwiegend in der Freien Szene tätig,
u.a. auch in Spielraum, Welttheater, Tribüne, Metropol, Bühne im Hof, neuebuehnevillach,
Stadttheater Mödling, Theater der Jugend. Zuletzt im Theater Drachengasse zu sehen in Elling (R: Michael Gampe). Arbeitet auch als Sprecherin sowie als Sängerin in diversen Pop, Rock und Jazzbands (z.B. in Bar&Co: A Story of Love, ein jazziges Musikkabarett).

Monika Pallua Schauspielausbildung an der scuola d´arte drammatica Kuniaki Ida (Mailand)
und Konservatorium der Stadt Wien. Engagements: 2 Jahre Stadttheater Bremerhaven, Theater der Jugend, Theater m.b.H., Ensembletheater, Theater Scala/Stadttheater Mödling, Österreichisches Theater, Theater Gruppe 80.

Nicolaus Hagg Ausbildung am Konservatorium der Stadt Wien. Engagements: Theater des
Westens, Deutsches Theater, Volkstheater Wien, Ensembletheater, Stadttheater Klagenfurt, Festspiele Reichenau, neuebuehnevillach, Wald4tler Hoftheater, Opernhaus Graz, Theater in der Josefstadt u.a. Arbeiten für Film und Fernsehen.

Anselm Lipgens Schauspieler und Regisseur, Ausbildung an der Schauspielakademie Zürich.
Leiter des Wiener UnterhaltungsTheaters (WUT). Schauspielengagements u.a. an Schauspielhaus Bochum, Burgtheater Wien, TAT Frankfurt, Schauspielfrankfurt, Theater an der Wien, Volksoper Wien. Zuletzt inszenierte er für die neuebuehnevillach William Shakespeares „Sommernachtsstraum“ im Marmorsteinbruch Lauster, Krastal.

Clemens Matzka Schauspielausbildung am Konservatorium der Stadt Wien, sowie bei Ide van Heiningen (Bewegungstheater), Keith Johnstone und Randy Dixon (Improvisation, Theatersport). Engagements u.a. am Serapionstheater, Stadttheater Baden, Festspiele Reichenau, Aktionstheater Ensemble, dietheater Wien, Komödienspiele Graz, Drachengasse, Projekttheaterstudio, Theater Gruppe 80, TAG – Theater an der Gumpendorfer Straße, Gründungsmitglied urtheater.

Team:
Regie Christine Wipplinger
Regieassistenz Villach Astrid Gstrein
Ausstattung Andrea Bernd
Musikalische Einrichtung Fritz Rainer
Licht/Ton/Technik Zdenko Pintaric
Stückdauer 90 Minuten
Altersempfehlung Ab 14 Jahren
Rechte Henschel Schauspiel Verlag Berlin

Hinweis
Die Regisseurin und die SchauspielerInnen stehen Ihnen gerne für Gespräche/Interviews zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie Termine direkt mit Waltraud Hintermann, nbv (mobil: 0664/4644297)

Service
Bandscheibenvorfall von Ingrid Lausund
Generalprobe um 8: 17. 9. um 20.00 Uhr in der neuebuehnevillach
Eintritt Euro 8,--
Premiere am 19. 9. um 20.00 Uhr
Weitere Termine: 20.9.; 23. – 27.9.; 30.9. – 4. 10.; 9.10. – 11. 10.; 16. 10. – 18. 10. 2008
Karten: 04242/27341 (www.neuebuehnevillach.at)

Rückfragehinweis:
Waltraud Hintermann, Administrative Leitung, mobil: 0664/4644297
waltraud.hintermann@neuebuehnevillach.at




 
Presseinformation zu Ingrid Lausund, Bandscheibenvorfall

 

„Das ist ein solches Irrenhaus. Das macht mich krank.
Hier sind doch alle komplett verrückt.“

Bandscheibenvorfall
Ingrid Lausund
Inszenierung: Christine Wipplinger

Es spielen: Claudia Marold, Monika Pallua,
Nicolaus Hagg, Anselm Lipgens und Clemens Matzka
Eine Produktion des Theaters Drachengasse Wien
Premiere 19. September 2008, 20.00 Uhr
neuebuehnevillach

Ein Abend für Leute mit Haltungsschäden.
Wie weit kann man sich emotional verbiegen, um dem Chef zu gefallen, die KollegInnen zu mobben, oder den gnadenlosen Kampf um die berufliche Poleposition zu gewinnen? Weit, sehr weit sogar. Und das ist gut so! „Ich will wieder eine Wirbelsäule“, erklärt Herr Kretzky sehnsuchtsvoll, nachdem er wieder einmal zum Kasperl degradiert worden ist. Doch dieses Eingeständnis der Rückgratlosigkeit scheint schon vergessen, bevor es fertig ausgesprochen ist. Standpunktlosigkeit bewährt sich eben doch, wenn man seinen Job behalten will – aufgestaute Aggressionen kann man ja an den KollegInnen abbauen.

Ingrid Lausund hat ein hochaktuelles Stück über die gnadenlosen Kämpfe „um den Arbeitsplatz“ gebaut. Mobbing pur! Dolche im Rücken, Verlust des Gesichts und schallende Ohrfeigen kennzeichnen den Büroalltag. Wer KollegInnen hat, braucht keine Feinde!
Ein irrsinnig witziges und unterhaltsames Stück über den Büroalltag und wie dieser wäre, wenn man den Gedanken freien Lauf ließe.

Regisseurin Christine Wipplinger handelt Lebenslügen und ewige Wahrheiten ab: Fünf KollegInnen auf dem Sprung zum Chef-Büro! Sie warten darauf, hineingerufen zu werden und als GewinnerInnen wieder heraus zu gehen. In Lausunds fiktiver Firma erlebt das Publikum, wie es wäre, wenn all die Machtkämpfe im Büro nicht über versteckte Intrigen, sondern über echte Handgreiflichkeiten ausgelebt werden könnten.

Ich will der Scherbenhaufen sein, der ich bin, ich will überflüssig sein, ich will das sein dürfen, was ich bin, kaputt. Ich will keinen, der den Scherbenhaufen, der ich bin, sorgfältig zusammenklebt, damit ich wieder funktioniere, ich will nicht mehr funktionieren. (Schmitt – kommt aus der TürzumChef)

Ingrid Lausund
Studierte Schauspiel und Regie an der Theaterakademie in Ulm, gründete eine freie
Theatergruppe in Ravensburg und versuchte sich in den verschiedensten Theaterformen und -experimenten. Nach mehreren „Wanderjahren“ ( z. B. Glücksfelder mit den Studenten der deutschen Theaterakademie Almaty/Kasachstan) Rückkehr nach Europa. 1999 Gastprofessur am Mozarteum Salzburg. Während der Intendanz von Tom Stromberg
Hausautorin und -regisseurin am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, seit 2002 arbeitet sie
parallel dazu am Schauspiel Köln. Ingrid Lausund lebt als freie Autorin und Regisseurin in Köln.

Christine Wipplinger
Ausbildung im klassischen Ballett sowie Studium der Slawistik und Geschichte, Studium in
Moskau am Puschkin-Institut, Lektorin in einem russischen Verlag. Arbeitete als Regieassistentin und Dramaturgin. Seit 1999 als Regisseurin tätig u.a. für Theater Drachengasse (Debut: Tätowierung von Dea Loher), Tribüne, dietheater Wien, Wald4tler Hoftheater, neuebuehnevillach, Landestheater Innsbruck, Volkstheater Wien, Theater der Jugend, Theater in der Josefstadt/Kammerspiele

Claudia Marold Ausbildung am FSK Wien. Seit 1992 vorwiegend in der Freien Szene tätig,
u.a. auch in Spielraum, Welttheater, Tribüne, Metropol, Bühne im Hof, neuebuehnevillach,
Stadttheater Mödling, Theater der Jugend. Zuletzt im Theater Drachengasse zu sehen in Elling (R: Michael Gampe). Arbeitet auch als Sprecherin sowie als Sängerin in diversen Pop, Rock und Jazzbands (z.B. in Bar&Co: A Story of Love, ein jazziges Musikkabarett).

Monika Pallua Schauspielausbildung an der scuola d´arte drammatica Kuniaki Ida (Mailand)
und Konservatorium der Stadt Wien. Engagements: 2 Jahre Stadttheater Bremerhaven, Theater der Jugend, Theater m.b.H., Ensembletheater, Theater Scala/Stadttheater Mödling, Österreichisches Theater, Theater Gruppe 80.

Nicolaus Hagg Ausbildung am Konservatorium der Stadt Wien. Engagements: Theater des
Westens, Deutsches Theater, Volkstheater Wien, Ensembletheater, Stadttheater Klagenfurt, Festspiele Reichenau, neuebuehnevillach, Wald4tler Hoftheater, Opernhaus Graz, Theater in der Josefstadt u.a. Arbeiten für Film und Fernsehen.

Anselm Lipgens Schauspieler und Regisseur, Ausbildung an der Schauspielakademie Zürich.
Leiter des Wiener UnterhaltungsTheaters (WUT). Schauspielengagements u.a. an Schauspielhaus Bochum, Burgtheater Wien, TAT Frankfurt, Schauspielfrankfurt, Theater an der Wien, Volksoper Wien. Zuletzt inszenierte er für die neuebuehnevillach William Shakespeares „Sommernachtsstraum“ im Marmorsteinbruch Lauster, Krastal.

Clemens Matzka Schauspielausbildung am Konservatorium der Stadt Wien, sowie bei Ide van Heiningen (Bewegungstheater), Keith Johnstone und Randy Dixon (Improvisation, Theatersport). Engagements u.a. am Serapionstheater, Stadttheater Baden, Festspiele Reichenau, Aktionstheater Ensemble, dietheater Wien, Komödienspiele Graz, Drachengasse, Projekttheaterstudio, Theater Gruppe 80, TAG – Theater an der Gumpendorfer Straße, Gründungsmitglied urtheater.

Team:
Regie Christine Wipplinger
Regieassistenz Villach Astrid Gstrein
Ausstattung Andrea Bernd
Musikalische Einrichtung Fritz Rainer
Licht/Ton/Technik Zdenko Pintaric
Stückdauer 90 Minuten
Altersempfehlung Ab 14 Jahren
Rechte Henschel Schauspiel Verlag Berlin

Hinweis
Die Regisseurin und die SchauspielerInnen stehen Ihnen gerne für Gespräche/Interviews zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie Termine direkt mit Waltraud Hintermann, nbv (mobil: 0664/4644297)

Service
Bandscheibenvorfall von Ingrid Lausund
Generalprobe um 8: 17. 9. um 20.00 Uhr in der neuebuehnevillach
Eintritt Euro 8,--
Premiere am 19. 9. um 20.00 Uhr
Weitere Termine: 20.9.; 23. – 27.9.; 30.9. – 4. 10.; 9.10. – 11. 10.; 16. 10. – 18. 10. 2008
Karten: 04242/27341 (www.neuebuehnevillach.at)

Rückfragehinweis:
Waltraud Hintermann, Administrative Leitung, mobil: 0664/4644297
waltraud.hintermann@neuebuehnevillach.at




 
Presseinformation zu William Shakespeare - Ein Sommernachtstraum

 

Villach, am 12. Juni 2008
Presseinformation
Sommerfestspiele Krastal Lauster
William Shakespeare
Ein Sommernachtstraum
Eine Komödie mit Musik

Unter freiem Himmel im Krastaler Marmorsteinbruch
der Firma Lauster Naturstein GmbH.
In Zusammenarbeit mit dem KONSE Schauspielensemble.

Inszenierung & Textbearbeitung: Anselm Lipgens
Komposition: Fritz Rainer

Es spielen: Hannes Gastinger, Annette Schönmüller, Hagnot Elischka, Inge Maux und Nicole Weber. Sowie das KONSE Schauspielensemble: Eva Maria Frank, Katrin Hauptmann, Eva Maria Kapser, Sarah Elena Timpe, Joanna Tscheinig; Stefan Altenhofer, Sebastian Brummer, Manuel Dragan, Andreas Ickelsheimer, Michael Kuglitsch, Niklas Leifert

Premiere: 27. Juni 2008, 20.00 Uhr

Zum Stück:
Theseus, Herzog von Athen, will die besiegte Amazonenkönigin Hippolyta heiraten. Während der Hochzeitsvorbereitungen klagt Egeus bei ihm seine Tochter Hermia an. Der Vater will sie zur Ehe mit Demetrius zwingen, obwohl sie Lysander liebt. Nach Athener Recht kann Hermia, wenn sie sich weigert, mit dem Tode bestraft werden. Sie will daraufhin mit ihrem Lysander fliehen, vertraut sich vorher jedoch ihrer Freundin Helena an, die Demetrius liebt. Demetrius hat sich aber von ihr ab- und Hermia zugewandt. In der Hoffnung auf diese Weise den Treulosen wieder für sich zu gewinnen, verrät Helena ihm den Fluchtplan von Lysander und Hermia. Demetrius verfolgt das Paar, Helena heftet sich an seine Fersen. In demselben Wald, wo die Verliebten umherirren, probt eine Gruppe von Handwerkern "Pyramus und Thisbe", ein für das Hochzeitsfest des Athener Herrscherpaars bestimmtes Theaterstück. Aber der Wald ist zugleich das Reich der Elfen und Naturgeister. Deren König Oberon hadert mit Titania. Um sich zu rächen, lässt er sich von dem Luftgeist Puck eine Wunderblume bringen. Wird ihr Saft in die Augen eines Schlafenden geträufelt, so verliebt der sich beim Erwachen in das erstbeste Wesen, das er sieht. Aber nicht nur Titania wird von Puck mit dem Zauberelexier "behandelt", sondern auch Demetrius und Lysander. Die daraus entstehende Gefühlsverwirrung hat zur Folge, dass beide Männer nun Helena mit ihrer Liebe verfolgen.
Lysander und Demetrius gehen mit Waffen aufeinander los. Inzwischen ist auch Titania erwacht und dem Handwerker Zettel verfallen, den Puck zum Zeichen seiner großen Potenz zum Teil in einen Esel verwandelt hat.
Oberon hat die Wirkung der Blume mit gemischten Gefühlen beobachtet und löst beim Morgengrauen den Zauber – geschickter Weise aber nicht bei Demetrius, so dass am Schluss drei Paare Hochzeit halten können: Theseus und Hippolyta, Demetrius und Helena, Lysander und Hermia.

Der Sommernachtstraum im Krastal wird ein erlebnisreicher, abenteuerlicher, herzergreifender Abend, wie er im Leben selten möglich ist. Wir bemühen uns um den direkten Zugang zu Augen, Ohren und Herzen der Zuschauer, um sie zu bewegen, zu verzaubern, zu erregen, zu überraschen und zum Genuss des Lebens zu inspirieren. (Anselm Lipgens, Regie)

Mit „Ein Sommernachtstraum“ startet die neuebuehnevillach mit William Shakespeares wohl verträumtesten und zauberhaftesten Stück. Die geschickt gewobene Handlung um Liebeswirrungen, um Wald- und Zauberwesen sowie den ganz einfachen Handwerkern und die Aristokratie ist gleichzeitig auch eines der meistgespieltesten Stücke von Shakespeare, das allerdings jedesmal wieder zu begeistern weiß. (Martin Dueller, Dramaturg)

Textauszug: „Was Liebe spricht, versteht die Liebe recht. / Ich mein, mein Herz ist so in deins verstrickt, / dass für uns beide nur ein Herz sich schickt. / Ein Eid kettet zwei Herzen, meins an deins, / und deins an meins, das heißt, aus zwei mach eins.“

Shakespeare stellt fest, dass alle Regeln und Normen und hierarchischen Traditionen sich in Richtung Erstarrung, Versteinerung hin entwickeln. Sein Gegenkonzept: alle Beteiligten werden auf sich selbst zurückgeworfen, auf ihr ganz persönliches Sein. Durch die Verwirrungen herrscht die Anarchie, die starren Regeln sind aufgehoben. Sobald das Chaos jedoch herrscht, kommt sozusagen alles wieder in Ordnung. Shakespeare motiviert dazu, wieder die Kraft und Lust am sich 'wegträumen' zum Leben zu erwecken. Das Stück ist unmittelbar am Puls der Zeit. Shakespeare bindet die 'Dinge' dort an, wo sie zeitlos bleiben: in den Menschen, in den Individuen. (Anselm Lipgens, Regie)

Produktionsteam
Regie und Raum: Anselm Lipgens
Komposition: Fritz Rainer
Kostüme: Michaela Wuggenig
Kostümassistenz: Julia Hamichi, Romana Wuschig
Maske: Elvira Masic
Licht: Manfred Kratochwill
Ton: Zdenko Pintaric
Bühnenbau: Willi Mosser
1.Regieassistenz und Bühnebildassistenz: Angelica Kopf
2.Regieassistenz und Produktionsleitung: Waltraud Hintermann
Off-Stage Betreuung: Waltraud Winkler, Claudia Kropacz
Hospitanz: Daniela Lindhuber
Inspizienz: Frankie Feutl

Service:
Premiere am Fr. 27. Juni
Offene Probe: 23.6. um 18 Uhr, freier Eintritt
Generalprobe: 26.6. um 20 Uhr, Eintritt € 10,--
Weitere Aufführungen:
Sa 28. Juni, Do 3. Juli bis Sa 5. Juli, Do 10. Juli bis Sa 12. Juli, Do 17. Juli bis Sa 19. Juli, Do 24. Juli bis Sa 26. Juli
Regenersatztage: So 6. Juli, Mo 14. Juli, So 20. Juli, Mo 21. Juli, So 27. Juli
Bei Regen gilt die Eintrittskarte automatisch für den nächsten Regenersatztag.

Beginn jeweils um 20.00 Uhr
Stückdauer bis ca. 22.30 Uhr (inklusive 1 Pause)
Abendkassa ab 19.00 Uhr am Spielort. Festes Schuhwerk und warme Kleidung mitbringen.
Bewirtung durch das Team Soho/Stern am 19.00 Uhr am Spielort
Hotline (Wetter/Anreise/Info) 0681/10659527

Infos im Büro der neuebuehnevillach, Hauptplatz 10, 9500 Villach
Kartenreservierungen im Villacher Kartenbüro unter 04242/27341 oder
office@villacherkartenbuero.at
Elektronische Kartenreservierungen: www.neuebuehnevillach.at
An allen Vorverkaufsstellen von Ö-Ticket und über die Kleine Zeitung
Ticket-Hotline 0820 875 875 11

Rückfragehinweis/Interviewanfragen:
Waltraud Hintermann, Organisatorische Leitung neuebuehnevillach
mobil: 0664/4644297, E-Mail: waltraud.hintermann@neuebuehnevillach.at






 
Gastspiel Phaidon von Plato
Villach, am 29. Mai 2008

 

„Uns war ganz merkwürdig zumute. Bedauern kam gar nicht auf - wie man doch denken sollte beim Tod eines Freundes - glücklich schien Sokrates nämlich...“ (Plato)

Phaidon von Plato
Nach der Übertragung von Friedrich Schleiermacher, 1811
Eine Koproduktion von EINMALIGES GASTSPIEL und W.U.T.

Schauspiel: Anselm Lipgens, Hagnot Elischka
Regie: Michael Aichhorn
Ausstattung: Gerti Rindler-Schantl, Karl Fehringer
Idee und Textgestaltung: Hagnot Elischka

Gastspieltermine: 3. und 8. Juni 2008
20.00 Uhr in der neuebuehnevillach


Der letzte Tag im Leben des Sokrates - Tod durch Gift

Plato beschreibt in seinem berühmten Text „Phaidon“ den letzten Tag im Leben von Sokrates. Der Prozess gegen Sokrates wegen Gotteslästerung endete mit: Tod durch Gift. Eigentlich war es eine Intrige, die Sokrates in diese auswegslose Situation brachte. Sokrates sitzt also in der Todeszelle, soll am Abend hingerichtet werden und philosophiert mit seinen Freunden. Es wird mit strenger Logik über die Berechtigung der Todesangst diskutiert. Und man denkt nach, über den Begriff „Seele“ und was von den Überlieferungen zu halten sei, die über das Sein nach dem Tod berichten.

„Der PHAIDON gehört zu den wenigen “Dokumenten der Menschheit”.
(Luciano De Crescenzo)

Hagnot Elischka und Anselm Lipgens, als zwei Menschen unserer Zeit, ergründen an diesem Theaterabend die letzten Gedanken und Reden von Sokrates und seinen Freunden. Gemeinsam entwickeln sie alle Figuren, welche in den letzten Stunden bei Sokrates waren. Sie spielen Sokrates, seine Freunde, seine Frau, einen Sklaven und den Menschen, der Sokrates den Giftbecher reicht und darüber weint.


Hagnot Elischka
Geboren und aufgewachsen in Wien, ebenda HTL- Maschinenbau, Sänger in der rumänisch-orthodoxen Kirche, Schauspielausbildung. Schauspielengagements am Volkstheater Wien, Gastspiele Akademietheater Wien; Deutsche und Schweizerische Stadttheater; Theater am Neumarkt Zürich; Mitarbeit in der Dramaturgie der Schaubühne Berlin für Peter Stein. Pilotprojekt “Standardisierter Patient” an der Psychiatrischen Klinik im AKH Wien. Freie Theaterarbeiten in der Schweiz und in Wien. Inszenierungen und dramaturgische Arbeiten am Neumarkttheater Zürich (für Thomas Brasch) und für Theaterproduktionen in der Schweiz, in Deutschland und in Wien (vornehmlich dietheater). Förderungspreis zur Kainzmedaille der Stadt Wien.

Anselm Lipgens
Geboren in Frankfurt am Main, lebt seit 1988 in Wien. Schauspieler und Regisseur, Ausbildung an der Schauspielakademie Zürich. Leiter des Wiener UnterhaltungsTheaters (WUT). Schauspielengagements u.a. an Schauspielhaus Bochum, Burgtheater Wien, TAT Frankfurt, Schauspielfrankfurt, Theater an der Wien, Volksoper Wien, zuletzt in der Drachengasse in Die Todesangst der Zwiebeln von Joshua Sobol.
Regie aktuell: neuebuehnevillach Sommerfestspiele Krastal „Ein Sommernachtstraum“ - Eine Komödie mit Musik. Von William Shakespeare (Übertragung und Bearbeitung: Anselm Lipgens)



Karten: 04242/27341 (www.neuebuehnevillach.at)


Rückfragehinweis/Interviewanfragen:
Waltraud Hintermann, Administrative Leitung
mobil: 0664/4644297
waltraud.hintermann@neuebuehnevillach.at


 
DEA Der Exhibitionist von Dušan Jovanović

 

Villach, am 6. Mai 2008

Presseinformation

„Ich glaube, dass der Mensch mehr braucht, was er nicht hat, als das, was er hat.“

DEA Der Exhibitionist von Dušan Jovanović
Deutsch von Klaus Detlef Olof
Inszenierung: Erik Jan Rippmann

Es spielen:
Katrin Ackerl Konstantin, Daniela Gaets,
Michael Menzel, Alexander Mitterer und Erik Jan Rippmann

Premiere 15. Mai 2008
20.00 Uhr - neuebuehnevillach

Ein Stück über die Manipulationsfähigkeit der Psychen.
Eine mitfühlende Sozialarbeiterin versucht im Gefängnis, die Ursachen des Exhibitionismus eines Häftlings zu ergründen und ihm dabei fachgemäß und vor allem auch menschlich zu helfen. Dabei verwickeln sich beide in ein intimes Verhältnis, in das sich ein perverser Psychiater und seine ehemalige Frau, eine frustrierte Psychoanalytikerin, einmischen.

In diesem, noch um den Gefängniswärter erweiterten Liebesvieleck werden ungewöhnliche und momentane Beziehungen geflochten und zerstört. Die Fallen der Psychoanalyse erwachsen hier zu voller Blüte, treiben es sehr bunt und zeigen, wie hervorragend sie zur Manipulation dienen.

Ein Stück über die Manipulationsfähigkeit der Psychen und wie wahrhaftig eine Liebe über allem stehen könnte. Gleichzeitig wird hier ganz massiv die Frage aufgeworfen, wer oder was denn nun wirklich normal ist.

Was ist normal? Wer ist normal?
Der Regisseur Erik Jan Rippmann zum Stück:
„Uns interessiert vor allem der Umgang mit Normen in der heutigen Zeit. Soziale, ideale, statistische, subjektive und funktionale Normen bedingen sich und stellen sich gleichzeitig immer wieder in Frage. Wie definieren wir also das Normale? Was ist normal? Wer ist normal? Wer zieht die Grenze? Was und wer ist psychisch krank? Und was bedeutet es, psychisch krank zu sein? Im Stück „Der Exhibitionist“ gehen die Figuren mit dem Ausloten von Normen ganz unterschiedlich um. So ist der Broker Fred hinter Normen gefangen, die Sozialarbeiterin Dorothy mit Normen spielend, die Psychologin Eva hinter Normen versteckt, der Psychiater Daniel Normen hinterfragend und schließlich der Gefängniswärter Jimmy Normen missachtend.“
Textauszug: Warum verbohren Sie sich jetzt in diese Ödipus-Metaphorik! Sie dürfen jetzt nicht ins andere Extrem fallen und glauben, dass Eva mehr über Dorothy weiß als Sie, ich und Dorothy selbst zusammen. Eva ist nicht allwissend, vor allem aber - die eigentliche Frage ist nicht, was einer weiß, sondern ob er helfen kann! Auch wenn alle diese lächerlichen Diagnosen halten würden, würde ich sagen - in Ordnung, so ist es nun einmal, jetzt lasst uns zusammen herauskriegen, wie es weitergeht. Ich werde nicht sagen, das ist schmerzhaft und deshalb verboten. Aber für Eva war schon immer wichtiger, dass der Mensch normal ist, als dass er glücklich ist. Du hast kein Recht glücklich zu sein, wenn du nicht normal bist! Aber - welcher normale Mensch kann überhaupt glücklich sein? Ach, hören Sie doch auf! Was ist denn das - Normalität? Eva hat sehr orthodoxe Vorstellungen von dem, was normal ist und was nicht, was erlaubt ist, und was man nicht tolerieren kann. Für meinen Geschmack ist Homosexualität eine höhere Kulturform des zwischenmenschlichen Verkehrs, für Eva - nicht! Eva ist möglicherweise sogar in Dorothy verliebt, wer weiß? Aber sie ist nicht fähig, sich das einzugestehen! (Daniel)

Ein Stück über menschliche Obsessionen, Sehnsüchte, Leidenschaften, das einen kritischen
Blick auf Psychoanalyse und Psychotherapie wirft und dabei mehr als deutlich ein Gegenwartsbild zeichnet, in dem durch Reizüberflutung und mögliche Lebensentwürfe verklärt, der einzelne Mensch wie ein Traumtänzer zu taumeln scheint. Ein Stück über unser Leben also. Heute. Neu. Einmal mehr... finden wir uns wieder. (Michael Weger, Intendant)

Textauszug: Meine Mutter zum Beispiel sagte immer, es sei ein wahres Glück zu geben, nicht zu nehmen! Aber niemals hat sie mir auch nur ein Stückchen von sich selbst gegeben, ein Wort der Anerkennung, die Hand über den Graben, einen Rat zur rechten zeit. Sie hat Lehren erteilt und gehofft, sie würden aufgehen wie ein Same, den du in den Wind wirfst. Ich kann voller Mitgefühl sprechen – aber ich kann nicht mitfühlen. (Dorothy)

Dušan Jovanović
1939 in Belgrad geboren. Er studierte an der Philosophischen Fakultät in Belgrad (Regie), an der er heute Schauspiel und Regie unterrichtet. Sein literarisches Debüt hatte er bereits 1956 mit der Erzählung „Don Juan in Pein". Jovanović war Mitbegründer des Experimentaltheaters „Glej“ (Blau) und später künstlerischer Leiter des Slowenischen Jugendtheaters sowie Initiator und Mitherausgeber der internationalen Theaterzeitschrift „Euromaske“, die wegen des Krieges in Ex-Jugoslawien ihr Erscheinen einstellen musste.
Er hat über 80 Stücke jugoslawischer und ausländischer Autoren, darunter seine eigenen, in zahlreichen Theatern des ehemaligen Jugoslawiens inszeniert. Von 1976 bis 1987 war er Leiter des Slowensko Mladinsko Theaters in Ljubljana. Zahlreiche seiner Arbeiten wurden mit Preisen ausgezeichnet. Er schrieb und schreibt außerdem für Film, Funk und Fernsehen. Er hat Kurzgeschichten und Essays für diverse Zeitschriften publiziert und verfasst seit Jahren eine Kolumne für das Samstag-Supplement der führenden slowenischen Zeitung „Delo“. Dušan Jovanović ist Präsident der bedeutendsten Kunst- und Kultur-Stiftung seines Landes, die den Namen des Nationaldichters und Schöpfers der slowenischen Literatursprache, France Prešeren, trägt.

Erik Jan Rippmann (Regie und Schauspiel)
Freischaffender Regisseur, Schauspieler und Autor. Engagements u. a. am Theater der Jugend Wien, Schauspielhaus Zürich, Stadttheater Bozen, Festspielhaus Bregenz, Volkstheater Wien / Tournee, Stadttheater Luzern, Theater Metropol Wien und neuebuehnevillach. Diverse Filmarbeit, drehte zuletzt u.a. in Serien wie “Vier Frauen und ein Todesfall” oder “Winzerkönig” so wie in Kinofilmen wie “Pepperminta” von Pipilotti Rist oder "Die Fälscher“ von Stefan Ruzowitzky. 2005 erhielt er das Dramatikerstipendium des BKA sowie den Landeskulturpreis Kärnten / Förderpreis für Darstellende Kunst. 2006-2008 absolvierte er als Stipendiat des ICCM Salzburg einen MBA in International
Arts Management. An der neuebuehnevillach inszenierte er zuletzt Franzobels Uraufführung “Von Zöllnern und Schmugglern”.

Daniela Gaets (Schauspiel)
Schauspielausbildung im Lee Strasberg Studio, New York. Bühnendarstellerin im Schlosspark Theater Berlin, im Volkstheater, Theater in der Josefstadt, Theater in der Drachengasse, dietheater Künstlerhaus und diversen anderen Bühnen Wiens sowie im Festspielhaus in Bregenz, Heunburg/Kärnten und der neuebuehnevillach. Auftritte im Fernsehen unter anderem in „Kommissar Rex“, „Schlosshotel Orth“, „Medicopter“, „Die Helden“, „Fieber“; Filme mit Xaver Schwarzenberger, Robert Dornhelm, Thomas Roth u. a.

Katrin Ackerl Konstantin (Schauspiel)
Schauspielerin und Regisseurin; Schauspielausbildung am Konservatorium in Wien, Förderungspreis der Stadt Wien, Psycholo¬giestudium. Seit 14 Jahren Engagements an Staats- und Stadttheatern, Klein- und Mittelbüh¬nen in Wien, Berlin, Salzburg, Bregenz, München u.v.a. An der neuebuehne arbeitet sie als Regisseurin, Schauspielerin und künstlerische Leiterin des Festivals Spectrums. Zuletzt führte sie Regie in Pablo Picassos “Wie man Wünsche beim Schwanz packt“.

Michael Menzel (Schauspiel)
2005 Schauspieldiplom in Wien. Arbeiten im Theater in der Josefstadt, bei den Clingenburg Festspielen, an der neuebuehnevillach, beim Salzburger Straßentheater und im Stadttheater Mödling. 2007 Aufnahme in die Filmagentur www.conactor.at. Erste TV Gehversuche im ORF und ZDF bei der Sitcom „Mitten im Achten“ und „SOKO Wien“. Diverse Rollen in Kurz- und Langfilmen.

Alexander Mitterer (Schauspiel)
Freischaffender Schauspieler und Regisseur. Engagements u.a. am aktionstheater ensemble Wien, Theater Graz / Next Liberty, Stadttheater Klagenfurt, klagenfurter ensemble, den Tiroler Volksschauspielen Telfs, dem Arbos Theater Salzburg, beim steirischen Herbst und nicht zuletzt auch in der neuebuehnevillach, in „Bambiland“ und „Prometheus“. Weiters spielte er als Kriminalbeamter Pfurtscheller in der Tatort-Serie „Leib und Leben“.
2004 Mitbegründer des Theater Kaendace.

Das Team
Inszenierung: Erik Jan Rippmann
Regieassistenz: Martin Schinagl
Bühnenbild: Andreas Lungenschmid
Kostüme: Michaela Wuggenig
Lichtdesign: Dimitri Macek
Technik: Zdenko Pintarić

Stückdauer
100 Minuten
Rechte/Übersetzung
Österreichischer Bühnenverlag Kaiser & Co. Ges. m. b. H.
Deutsch von Klaus Detlef Olof
Hinweis
Der Regisseur und die SchauspielerInnen stehen Ihnen gerne für Gespräche/Interviews zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie Termine direkt mit Waltraud Hintermann, nbv (mobil: 0664/4644297)

Service
DEA Der Exhibitionist von Dušan Jovanović
Offene Probe und Einführung um 6: 13. 5. um 18.00 Uhr, Eintritt frei
Generalprobe um 8: 14. 5. um 20.00 Uhr in der neuebuehnevillach. Eintritt Euro 8,--
Premiere am 15. 5. um 20.00 Uhr
Weitere Termine: 16. und 17. 5.; 21., 22. und 24. 5; 28. – 31. 5.; 4. 6.;
5. 6. Schulvorstellung 10.00 Uhr;
6. und 7. 6.; 11. – 14. 6. 2008
Karten: 04242/27341 (www.neuebuehnevillach.at)

Rückfragehinweis:
Waltraud Hintermann, Administrative Leitung, mobil: 0664/4644297
waltraud.hintermann@neuebuehnevillach.at

Stefan David Zefferer,
Pressesprecher (mobil: 0676/84826780 stefan.zefferer@linea7.com)


 
ÖEA Sechzehn Verletzte von Eliam Kraiem
Presseinformation „Du hast das Recht auf deinen Zorn, aber kein Recht, Menschen umzubringen.“

 

Villach, am 27. März 2008

Deutsch von Bernd Samland
Inszenierung: Alfred Meschnigg

Es spielen:
Peter Uray, Astrit Alihajdaraj,
Daniela Gaets, Eva Maria Kapser und Oswald Waldner
Premiere 5. April 2008
20.00 Uhr - neuebuehnevillach

Ein vor allem berührendes, gefühlvolles Stück.
In dem Stück „Sechzehn Verletzte“ geht es um Juden und Palästinenser. Der Jude Hans hat den Holocaust überlebt und gelangt als Kind nach Amsterdam wo er von einer Familie aufgenommen wird. Er erlernt den Bäckerberuf und lebt dort sehr zurückgezogen. Mahmoud hingegen kommt mit einem klaren Auftrag aus Palästina nach Amsterdam.
Auf der Begegnung und Konfrontation dieser beiden Menschen baut das Stück auf. Es wächst die Hoffnung auf Freundschaft durch die Überwindung historisch gewachsener Feindschaft. Es keimen Achtung und gegenseitiger Respekt, die geeignet wären Hass und Vorurteile zu besiegen. Doch die Entwicklungen nehmen eine tragische Wendung, als Mahmoud von seinem Bruder an die Erfüllung seiner ‚Pflicht’ erinnert wird.

Eliam Kraiem hat ein Stück über Identität und Toleranz, über Liebe und Hass und über die fatalen Verstrickungen der Menschen in politische Systeme geschaffen. Es ist in erster Linie kein Stück über den Nahostkonflikt, sondern vielmehr über Menschen, die ohnmächtig einer Politik gegenüberstehen, zwischen deren Auswirkungen sie zerrieben werden. Die Geschichte zwischen dem Bäcker Hans und dem jungen Palästinenser Mahmoud steht insofern auch stellvertretend für alle religiösen Konflikte dieser Welt und wie diese Menschen trennen.

Und diese beiden Schicksale, die es überall in Konfliktzonen geben kann, bilden auch die Basis für eine mögliche allgemeine Ebene. Dazu kommt, dass sich im konkreten Fall trotz der vielen Verhandlungen seit 10 Jahren an der Problematik nichts geändert hat. Es geht um zwei Menschen, die von den weltpolitischen Konflikten aufgerieben werden! Die Politik wird über die Köpfe der Menschen hinweg gemacht! (Alfred Meschnigg, Inszenierung)

Sechzehn Verletzte ist vor allem ein berührendes, gefühlvolles Stück, das uns so nah angeht, weil wir selbst uns manchmal wieder finden im Konflikt zwischen Verantwortung einem größeren System gegenüber und der persönlichen, eigenen Meinung, der so oft nur Zu- oder Abneigung einzelnen Menschen gegenüber zugrunde liegt. (Michael Weger, Intendant)

Textauszug: Als ob Gespräche über unsere Gefühle etwas ändern würden; sie ändern nämlich nichts. Weder kriegt mein Bruder dadurch eine richtige Schule, noch kriegt er ein Paar Schuhe an die Füße; weder kriegt meine Mutter dadurch einen Arzt, noch werden meine Freunde aus den Gefängnissen befreit, in denen sie verrotten. Du kommst hier rein mit der Zeitung in der Hand, als wäre es eine Gottesgabe, ich muss dir aber leider sagen, so weiß bin ich noch nicht, dass ich mich glücklich fühle, wenn die Männer, die wir gewählt haben, damit sie für uns kämpfen und die geschworen haben, uns zu beschützen, ausgerechnet in den Vereinigten Staaten von Amerika mit den Zionisten Händchen halten. (Mahmoud)

I love Israel. I’ve spent a lot of time there. I am deeply saddened by what goes on there. It scrapes against my soul that the conflict between the Jews and the Palestinians can not be dealt with reasonably. (Eliam Kraiem)
Textauszug: Ich komme jeden Morgen hier herunter und tu so, als backe ich glücklich süßes Naschwerk und dann gehe ich jeden Abend wieder nach oben und träume von einem Ofen, vor dem ich die ganze Nacht stehe und Menschenfleisch verbrenne. (Hans)

Eliam Kraiem
Als Sohn eines Israelis und einer Amerikanerin in Mexiko geboren, gewann gleich mit seinem ersten Theaterstück „Sixteen Wounded“(„Sechzehn Verletzte“) zahlreiche Preise, noch bevor es überhaupt 2004 am Broadway mit großem Erfolg aufgeführt wurde.

Alfred Meschnigg
Studium der Theaterwissenschaft, Pädagogik und Publizistik an der Universität in Wien. Seitdem leitete er über 90 Inszenierungen in Österreich, Deutschland, Schweden und Südtirol quer durch die Theaterliteratur.
Der künstlerische Weg wurde vor allem durch jeweils monatelange Hospitanzen
bei Giorgio Strehler am Piccolo Teatro in Mailand und bei Peter Hall am National Theater in London geprägt.
Gründer und langjähriger Leiter der Studiobühne Villach sowie des Internationalen Theaterfestivals „Spectrum“. Einige Jahre auch Leiter der Kulturabteilung der Stadt Villach. Mit „Sechzehn Verletzte“ kehrt er als Regisseur nach sechzehn Jahren Abstinenz mit einem großen Stück als Gast in seine Heimat zurück.

Peter Uray
Schauspielausbildung am Brucknerkonservatorium Linz. Engagements im In- und Ausland, unter anderem in Baden, Graz, Klagenfurt und Hamburg. Von 1983 bis 2001 auch am VolkstheaterWien.
Regelmäßig zu erleben ist er beim Waldviertler Hoftheater,den Seefestspielen Mörbisch,den Komödienspielen Porcia und in der neuebuehnevillach. Gastspiele bei den Wiener Festwochen, beim Festival Athen und beim Lessing-Festival in Kamenz und Wolfenbüttel sowie beim Carinthischen Sommer. Neben Lesungen und literarischen Veranstaltungen gestaltete er seit 1960 zahlreiche Sendungen sowie Hör- und Fernsehspiele für den ORF.

Astrit Alihajdaraj
Geboren und aufgewachsen im Kosovo, lebt seit 1996 in Wien. Ab 2001 Schauspielausbildung in Wien. Engagements unter anderem in den Wiener Theatern Gruppe 80, WUK, den Wiener Wortstätten und bei den Festspielen Reichenau. Zahlreiche Film- und Fernsehrollen wie zum Beispiel „Nordrand“, „Übermorgen Nirgendwo“, „Kommissar Rex“, Medicopter 117“ oder „Tonight Is Cancelled“.

Daniela Gaets
Schauspielausbildung im Lee Strasberg Studio, New York. Bühnendarstellerin im Schlosspark Theater Berlin, im Volkstheater, Theater in der Josefstadt, Theater in der Drachengasse, dietheater Künstlerhaus und diversen anderen Bühnen Wiens sowie im Festspielhaus in Bregenz, Heunburg/Kärnten und der neuebuehnevillach. Auftritte im Fernsehen unter anderem in „Kommissar Rex“, „Schlosshotel Orth“, „Medicopter“, „Die Helden“, „Fieber“; Filme mit Xaver Schwarzenberger, Robert Dornhelm, Thomas Roth u. a.

Oswald Waldner
Er spielt seit seinem 16. Lebensjahr Theater und absolvierte die Schauspielprüfung in Wien. Gründungsmitglied von Theater in der Klemme, Meran. Redakteur und Nachrichtensprecher bei Radio Tirol in Südtirol. Als Regisseur und Darsteller wirkte er bei der Braunsbergbühne Lana und der Volksbühne Lana mit. Als Darsteller war er in verschiedenen Rollen beim Südtiroler Ensemble-Theater, dem Theater in der Klemme und dem Theater in der Altstadt(Meran) tätig.

Eva Maria Kapser
Seit September 2007 Studium Schauspiel am KONSE. Erfahrungen am Theater am Markt Rosenheim u. a. als „Die Frau“ in Winter von Jon Fosse, „Desdemona“ in Othello und Regieassistenz. Zuletzt im Zuge der Semesterproduktion des KONSE „Schnittmuster“ im Artecielo Klagenfurt unter der Regie von Marion Dimali in der Rolle der Fanny Fleißner zu sehen.

Das Team
Inszenierung: Alfred Meschnigg
Regieassistenz: Astrid Gstrein
Kostüme: Michaela Wuggenig
Technik: Zdenko Pintaric

Stückdauer: 110 Minuten

Rechte/Übersetzung
Jussenhoven & Fischer Theater & Medien Verlag Köln
Deutsch von Bernd Samland

Hinweis
Der Regisseur steht Ihnen gerne für Gespräche/Interviews zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie Termine direkt mit Waltraud Hintermann, nbv (mobil: 0664/4644297)

Service
ÖEA Sechzehn Verletzte von Eliam Kraiem
Offene Probe um 6: 31. 3. um 18.00 Uhr, Eintritt frei
Generalprobe um 8: 4. 4. um 20.00 Uhr in der neuebuehnevillach.
Eintritt Euro 8,--

Premiere am 5. 4. um 20.00 Uhr
Weitere Termine: 8. – 12. 4.; 15. 4., 16. 4. Schulvorstellung 10.00 Uhr, 17. – 19. 4.; 22. 4., 23. 4. Schulvorstellung 10.00 Uhr, 24.- 26. 4.; 29. und 30. 4.; 1. – 3. 5. 2008
Karten: 04242/27341 (www.neuebuehnevillach.at)

Rückfragehinweis:
Waltraud Hintermann, Administrative Leitung, mobil: 0664/4644297
waltraud.hintermann@neuebuehnevillach.at


 
Presseinformation - Krankheit Krieg

 

Villach, am 17. März 2008


Presseinformation

ARBOS – Gesellschaft für Musik und Theater in der neuebuehnevillach

Krankheit Krieg
Szenen, Texte und Gedichte von Georg Trakl, Georg Heym, August Stramm, Hugo Ball, Theo van Doesburg, Paul Scheerbart und den italienischen Futuristen Marinetti, Corra, Settimelli, Cangiullo, Chiti

Inszenierung und Produktion:
Herbert Gantschacher
Es spielen:
Markus Rupert, Werner Mössler und Alexander Mitterer

Premiere: 18. März 2008
20.00 Uhr - neuebuehnevillach

Dieses Theaterprojekt vereinigt in einer Vorstellung künstlerische Avantgardisten, Kritiker und Opfer des Krieges. Denn es muss klar unterschieden werden zwischen der Avantgarde der Kunst (den Vorreitern einer Armee) und der Kunst der Moderne, denn die Moderne wurde von den Avantgardisten beseitigt. Denn wie auch schon György Ligeti formulierte: „Avantgarde und Moderne sind zwei unterschiedliche Stilbegriffe“. Die italienischen Futuristen verstanden sich als solche Avantgardisten. Sie träumten den „Traum vom künstlerischen Krieg“ und versuchten, ihre Kriegsphantasien in Kunst umzuformen und dies bereits vor Beginn des ersten Weltkrieges, denn den Eintritt Italiens in diesen „Großen Krieg“ sehnten sie förmlich herbei. Doch von einem künstlerischen Krieg konnte keine Rede sein, Millionen von Toten waren die Realität. Romain Rolland, der große Pazifist und Nobelpreisträger schrieb im August 1918 über den „Krieg, diese Krankheit, durch die Europa gepeinigt wird“. Gleichzeitig entwickelten Menschen wie Romain Rolland oder der deutsche Arzt und Physiologe Georg Friedrich Nicolai bereits während des ersten Weltkrieges Visionen von einem gemeinsamen Haus Europa, dem wir heute 85 Jahr später, vielleicht zustreben nach einer Fülle von grausamsten Kriegen im Europa des 20. Jahrhunderts.
Neben Kritikern des Krieges wie beispielsweise Paul Scheerbart gab es auch die Opfer des Krieges. In diesem Theaterprojekt vertreten sind Georg Trakl mit seiner poetischen Antikriegsbeschreibung der großen Schlacht im ersten Weltkrieg „Grodek“. Nach dieser Schlacht bei Grodek (Gallizien) an der Ostfront musste sich Trakl allein um 90 Schwerverwundete kümmern; er unternimmt einen Selbstmordversuch, wird daraufhin ins Krakauer Militärkrankenhaus überstellt zwecks Untersuchung seines Geisteszustands; dort stirbt er, am 3. November 1914, an einer Überdosis Kokain. Oder der deutsche Dichter August Stramm, der 1913 mit den Ideen des italienischen Futuristen Marinetti in Berührung kam. Stramm fiel am 1. September 1915 an der russischen Front. „Jetzt kenne ich den Krieg; jetzt weiß ich, welche furchtbare Macht die Dämonen der Vergangenheit auch über uns neuzeitliche Menschen besitzen und jetzt hasse ich den Krieg – wenigstens den Krieg des zwanzigsten Jahrhunderts“ schrieb der Arzt und Physiologe Friedrich Georg Nicolai im August 1918, und Nicolai war der Arzt der deutschen Kaiserin.

Ensemble
Inszenierung & Produktion: Herbert Gantschacher
Bühne und Kostüme: Sanzaba Dimna
Lichtgestaltung: Bidpai

Service
Krankheit Krieg
Premiere am 18. März 2008 um 20 Uhr in der neuebuehnevillach
Weitere Termine: 19. und 20. März
Karten: 04242/27341 (www.neuebuehnevillach.at)

Rückfragehinweis/Interviewanfragen:
Waltraud Hintermann, Administrative Leitung
mobil: 0664/4644297
waltraud.hintermann@neuebuehnevillach.at


 
Presseinformation zu Pablo Picasso, Wie man Wünsche beim Schwanz packt

 

Presseinformation

"Ich lege mein Ohr an das Ohr der Stille, ich sehe ihr zu, wie sie die Augen schließt
und den Duft ihrer Liebkosungen verströmen lässt…" (Pablo Picasso)

Pablo Picasso
„Wie man Wünsche beim Schwanz packt“
Eine dadaistische Komödie
aus dem Französischen übersetzt von Paul Celan

Regie: Katrin Ackerl Konstantin

Es spielen:
Caroline Koczan, Annika Lund,
Claudia Weissenbrunner und Walter Mathes

Premiere: 16. Februar 2008
20.00 Uhr, neuebuehnevillach


zum Stück
Wir befinden uns im Kopf von Pablo Picasso...Treten Sie ein. Im Januar 1941 in nur drei Tagen von ihm unter dem Eindruck der deutschen Besatzung, winterlicher Kälte und zerbrechender Beziehungen niedergeschrieben, ist es Pablo Picassos einziges Theaterstück (Uraufführung 1944 in Paris). Pablo Picasso ließ sich weitgehend von der surrealistischen Technik des automatischen, assoziativen Schreibens leiten. Picasso wollte dezidiert
„Worte ohne Rücksicht auf ihre Bedeutung“ gebrauchen.
Vorrangig wollte er nicht etwas erzählen oder Empfindungen beschreiben, sondern vielmehr dies durch den Wortklang suggerieren. Die Worte würden sich selber erklären, meinte Picasso, genauso wie er zuweilen auch die Farben auf die Leinwand setzte, ohne einen erzählenden Zweck zu verfolgen, ohne die Form eines realen Gegenstands nachahmen zu wollen.

Kurzum: Wie seine Bilder ist dieses Drama ein eigenwilliges und zugleich zeitlos schönes Stück Kunstgeschichte - eine komische, dadaistische und auch kulinarische Komödie, die viel zu selten gespielt wird.
Die Übersetzung aus dem Französischen durch Paul Celan zeugt von einer großen Liebe zur Sprache. Picassos figurative Ideen werden absurd und skurill durch DarstellerInnen, Puppen und Masken zum humorvollen Leben erweckt.

Picassos Stück zu lesen war eine Wonne, allein sein Personenregister, seine Regieanweisungen, seine Bühnenanweisungen, dass es eine wahre Freude war sich damit zu beschäftigen, in seine Wortgemälde einzutauchen, mitzumischen, Philosophien zu ergründen, eine Puppenbauerin damit zu betrauen, die ihrerseits Picassos Stil malerisch und figural umsetzte und einen Bildhauer zu finden, der aus einer Maschine einen Kopf von Picasso entwarf und verfremdete, um seinerseits wiederum eine neue Welt für diese Figuren und Gedanken-Freiheiten zu schaffen. (Katrin Ackerl Konstantin, Regie)

Textauszug:
Um es kurz zu machen, nimmst du einfach eine tote Maus und befestigst sie an einem soliden Angelhaken. Dann lässt du die Schnur hinunterhängen, legst dich hin und wartest, bis die dicke Mieze angebissen hat. Sodann abmurksen, abhäuten, über und über mit Federn bedecken und dem Viech beibringen, was Gesang ist und wie man Uhren repariert. Hernach braten und eine Kräuterbrühe kochen. (Das Klümpchen)

Pablo Diego José Santiago Francisco de Paula Juan Nepomuceno Crispín Crispiniano de los Remedios Cipriano de la Santisima Trinidad Ruiz Blasco y Picasso Lopez wurde am 25. Oktober 1881 in Málaga im Süden von Spanien geboren. Er starb im Alter von 91 Jahren in Mougins nördlich von Cannes in Frankreich.
Pablo Picasso war ein spanischer Maler, Graphiker und Bildhauer, er gilt als einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Zusammen mit dem Künstler Georges Braque gilt Pablo Picasso als Begründer des Kubismus, einer Stilrichtung der modernen Kunst, die den Anfang der abstrakten und nichtsachlichen Kunst bildete. Pablo Picasso hat wie kein anderer Künstler die Kunst des 20. Jahrhunderts beeinflusst und auch dominiert.

Katrin Ackerl Konstantin, Regie
Schauspielausbildung am Konservatorium der Stadt Wien. Förderpreis der Stadt Wien. An der „neuebuehnevillach“ als Schauspielerin, Regisseurin und künstlerische Leiterin des
Theater Festivals „Spectrum“ engagiert.

Caroline Koczan, Schauspiel
Geboren 1963 in Niederösterreich. Ausbildungen in Schauspiel, Musical-Gesang, Tanz und Pantomime. Neben ihren Engagements am Münchner Volkstheater und dem Theater Drachengasse war sie auch zwölf Jahre lang Ensemblemitglied des Burgtheaters Wien. Koczan war und ist in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen, sowie in Eigenproduktionen, z.B. mit der jiddischen Folkgruppe „gojim“, mit der sie zahlreiche Konzerte im In- und Ausland bestritten und vier CDs produziert hat.

Annika Lund, Schauspiel
Geboren 1978 in Tübingen, Deutschland. Ausbildung als Holzbildhauerin und „Herrgottsschnitzerin“ in Oberammergau. Danach Studium an der Hochschule für Darstellende Kunst und Musik Stuttgart. Fachbereich Figurentheater bis Oktober 2006. Lebt und wirkt seitdem in Wien.

Claudia Weissenbrunner, Schauspiel
Geboren 1982 in Friesach/Kärnten. Ab 1997 Besuch der Modeschule Hetzendorf in Wien. Abschluss der Fachklasse Grafik und Textildesign 2002. Studium der Theater, Film und Medienwissenschaften an der Universität Wien. Seit 2003 im Team des Karin Schäfer Figurentheater. Gründung der Theatergruppe „cakesinlima“ mit dem Stück „ein feines haus“(Uraufführung September 2007, „lilarum“). Lebt und arbeitet in Wien.

Walter Mathes, Schauspiel
Geboren 1959 Comiczeichner, Schauspieler, Regisseur, Autor.
Derzeit Diplomlehrgang „Multimediale Kunsttherapie“. Theatertherapeutische
Arbeit unter anderem mit Volksschulkindern und Menschen mit Sucht- und Psychiatrieerfahrung. Spielte in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen, unter anderem „Radetzkymarsch“ von Axel Corti.

Rainer Wulz, Bühnenbild
Geboren 1968 in Zell am See, lebt und arbeitet als freischaffender bildender Künstler in
St. Jakob im Rosental/Kärnten. In den achtziger Jahren absolvierte er eine Schauspielausbildung im Actor Studio von George Tabori in Wien. Als Bildhauer und Objektkünstler hält der Holz-Spezialist intime Zwiesprache mit dem Material. Perforierungen, Grate und das “Herausmassieren” von Maserungen und natürlichen Wachstumsformen erwecken den jeweiligen Werkstoff auf subtile Weise zum Leben.

Team:
Inszenierung: Katrin Ackerl Konstantin
Rechte: Arche Verlag
SACD - Société des auteurs et compositeurs dramatiques
Regieassistenz: Martin Schinagl
Bühnenbild: Rainer Wulz
Bühnenmalerei: Roswitha Wulz
Puppenbau: Karin Schäfer Figuren Theater
Kostüme: Michaela Wuggenig
Technik: Zdenko Pintarić

Service:
Stückdauer 70 Minuten
Offene Probe um 6 am 12. 2. 2008, 18.00 Uhr, Eintritt frei
Generalprobe um 8 am 15. 2. 2008, 20.00 Uhr, Eintritt Euro 8,--
Premiere: 16. 2. 2008, 20.00 Uhr
Weitere Termine: 20., 21., 22., 23. 2. jeweils 20.00 Uhr;
27. 2., 20.00 Uhr inkl. Zugabe: Lesung der Gedichte von Pablo Picasso und Jürgen Ceplak (Beginn: ca. 21.30 Uhr)
28. 2.; 6. 3., 7. 3. und 8. 3. jeweils 20.00 Uhr
Schulvorstellungen: 26. 2. und 5. 3. jeweils um 10.00 Uhr

Karten: 04242/27341
(www.neuebuehnevillach.at)

Kunst im Theater-Foyer: Mit Harald Rath und Peter Smoley
von der Kunstwerkstätte De la Tour.

Buchbuffet: Gustieren Sie allerlei literarische Leckerbissen. Elegant präsentiert von Buchhandlung HEYN

Rückfragehinweis/Interviewanfragen:
Waltraud Hintermann, Administrative Leitung
mobil: 0664/4644297
waltraud.hintermann@neuebuehnevillach.at



 
Presseinformation zu ANNATANZT

 

Presseinformation

"Die Liebe kann man nicht erklären,
aber wer wären wir, wenn wir es nicht versuchten…"

„ANNATANZT“
Ein Abend – zwei Tanzstücke:
Clown Story und BLANCHE

Termine: 6., 7. und 8. Februar 2008
Jeweils um 20.00 Uhr in der neuebuehnevillach

Clown Story
Ein Tanzstück von Eric Trottier; Tanz: Anna Hein und Eric Trottier

In der zauberhaften, zeitlosen, lustigen, traurigen Gestalt eines Clowns zeigt der kanadische Choreograf und Tänzer Eric Trottier Tanztheater pur: Ein Narr auf Wanderschaft, auf der Suche nach seinem Paradies, nach Anerkennung und Liebe, der sich schließlich ein Traumwesen erschafft. Ein flüchtiges Glück...

BLANCHE
Choreografie, Tanz, Regie: Anna Hein, Zoltán Dani; Komposition: Erich „Joey Oz“ Fischer

„Die Liebe kann man nicht erklären, aber wer wären wir, wenn wir es nicht versuchten.“ (Per Olof Enquist „Das Buch von Blanche und Marie“)
Frei konzipiert nach Per Olof Enquists Roman „Das Buch von Blanche und Marie“ und Roland Barthes „Fragmente einer Sprache der Liebe“, ist BLANCHE Tanz, Musik und Film, Fiktion und Wirklichkeit; Lust und Wahn, Euphorie und Absturz.
Ein wachsendes Werk, in dem Anna Hein und Zoltán Dani ihre unterschiedlichen Tanzsprachen im Wechselspiel mit anderen Kunstformen zusammenführen: ein Work in progress.

Wenn BLANCHE ihre Liebesgeschichte erzählt, begegnet man einer Frau und einem Mann, die schonungslos die Absurdität zwischenmenschlicher Beziehungen und Verhaltensweisen aufzeigen. Und wie schwer es dabei ist, Täter und Opfer zu unterscheiden. Liebe und Hass, Abhängigkeit und Hingabe, Unterordnung und Akzeptanz – die Grenzen verwischen sich. Doch in der Erinnerung findet BLANCHE ihre Zukunft…

Anna Hein: mehrfach ausgezeichnete, vielseitige Kärntner Tänzerin und Choreografin. Ausbildung in klassischem Ballett und zeitgenössischem Tanz (Wiener Staatsoper, Cannes, St.Petersburg).. „Nachwuchstänzerin des Jahres“ der Kritikerwahl `99 von ‚balletttanz international, Preis des Landes Kärnten für Darstellende Kunst, Stipendien der Biennale von Venedig und der Republik Österreich. Gast in Theater- und Festivalproduktionen im In- und Ausland. In den letzten Jahren weltweit Auftritte mit der Brüsseler Spitzenkompanie „Charleroi Danses“ von Frédéric Flamand.

Eric Trottier kreierte „Clownstory“ 2006 für sich und Anna Hein. Der Kanadier gilt als virtuoser Vertreter des heutigen Tanztheaters. Er tanzt seit 1989 in Kompanien in Israel, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Österreich und Tschechien sowie auf internationalen Festivals in Choreographien von u.a. Mats Ek, Philipe Talard, Jochen Ulrich, Jiri Kilian, Rami Beer. Auch als Choreograph, dem es „um die Kunst und nicht irgendwelche Moden“ geht, hatte er schon große Erfolge. Der Kanadier gilt als virtuoser Vertreter des heutigen Tanztheaters.

Zoltán Dani: Tanzausbildung an der staatlichen Tanzschule OSZK in Budapest, tanzte dort anschließend beim Madách Theater sowie bei der Gyula Berger Modern Dance Company. Von 1996 bis 2001 Engagement am Tanztheater Basel unter Joachim Schlömer. Eigene Choreographien: "Fishpot" für das Rotterdam Festival, "Hang-Elegy" (1996 Spezialpreis der Jury des Alternative Dance Festival Budapest) "Butcher's shop" - entstanden 1997 am KET( Budapest). Mitbegründer der Plattform „Kultur in Bewegung“ und der „Compagnie Treff“ in Basel (Produktionen: "Schweiss" und "Wunderland"). Seit 2005 im Vorstand der IG Tanz Basel.

Premiere: 6. 2. 2008, 20 Uhr neuebuehnevillach
Weitere Termine: 7. und 8. 2. 2008, jeweils 20.00 Uhr

Karten: 04242/27341
(www.neuebuehnevillach.at)

Rückfragehinweis/Interviewanfragen:
Waltraud Hintermann, Administrative Leitung
mobil: 0664/4644297
waltraud.hintermann@neuebuehnevillach.at


 
Presseinformation Penny Lane von Gabriel Barylli

 

UA Penny Lane von Gabriel Barylli

Es spielt: Alexandra Maria Timmel
Regie: Michael Gampe
Co-Produktion mit dem Theater Drachengasse, Wien

Premiere am 9. Jänner 2008
20.00 Uhr neuebuehnevillach

Gabriel Barylli erzählt in ‚Penny Lane’ abseits aller „Mann-Frau-Problematik“ ein Single-Dasein aus der Sicht einer Frau und lässt die Geschichte eine überraschende Wende nehmen. Eine Stimme aus dem Netz klinkt sich in ihr Leben ein. Eine Stimme, die sagt, alles „gehört“ zu haben, die versichert, mit Susanne „synchron“ zu empfinden. Das Ende lässt auch Hoffnung zu...

Penny Lane hören, küssen und lieben
Spracherkennungsprogramm Start. Anführungszeichen setzen. Das neue Apple-Talk-Soft-and-Always-3000-Programm schreibt, was Susanna sagt. Nun kann sie sich endlich wieder mit ihrer Freundin Isabell aussprechen, mit der Funkstille herrscht, seitdem sie mit Mann und Kind im Norden lebt. Sie erzählt ihr von Stefan, der eigentlich nichts falsch gemacht hat, und von all den Typen, die sie danach aus dem Netz gefischt hat. Für die sie geile Pannenstreifensklavin, fette Gretel oder spirituell Beschnittene sein sollte. Und sie erinnert sich an die Zeiten, als alles noch ganz einfach war: Penny Lane hören, küssen und lieben – eine simple Reihenfolge, die irgendwann aus dem Lot geriet …

Textauszug:
„Die zwei, drei Mal, wo ich raus bin, um einen von denen tatsächlich zu treffen, waren genug an Realität.“

Sie hat gesiegt! Die Einsamkeit!
Mit einem klugen letzten Schachzug hat sie unsere Welt erobert. Der Schachzug heißt: Kommunikation.
Die stillen Zimmer unserer Singlehaushalte vereint ein seltsames Geräusch: das Klicken der Tastatur, mit der die Einsamen kommunizieren. Mit den anderen Einsamen. In ihren stillen Singlehaushalten. Sie verschanzen sich hinter ihren Laptops und bestellen beim Lieferservice „Pizza Miami“, das klingt nach weiter Welt … aber die Welt ist weit, weit weg. Sie glauben, dass sie mitten drin sind, mitten im Leben … (Gabriel Barylli)

Textauszüge:
Nach ungefähr 5 Minuten waren die, die sich mochten, synchronisiert. Peng.
Gleiche Augendeckelbewegungen, Nackenschieflage bei ihr, erhöhte Lächelfrequenz bei ihm. Nach 5 Minuten Schwachsinn reden. – Rufzeichen … (Pause) Rufzeichen.

Und dann der erste Kuss. Und ich falle in Ohnmacht und er auch. Ich kann es fühlen … ja – ich konnte es fühlen, dass es ihn umhaut … Und er sagt doch glatt – Doppelpunkt - Anführungszeichen - Lass uns diese Nähe nicht kaputtmachen. - Punkt. Punkt. Punkt. Haha.
Kaputtmachen. Mein Gott, wäre ich gerne kaputt gemacht worden in dieser Nacht. Ich war so bereit, kaputt gemacht zu werden, wie Pompej vor dem großen Ausbruch …

Biografie Gabriel Barylli wurde 1957 in Wien geboren, Schauspielausbildung am Wiener Reinhardt-Seminar, Engagements an Burgtheater, Josefstadt, Berliner Schillertheater, sowie in zahlreichen Filmen. Seit Mitte der 80er Jahre ist Barylli auch und vor allem als Theater- und Drehuchautor tätig (UA Butterbrot Drachengasse 1986) und avancierte zum meistgespielten deutschsprachigen Autor. „Ich gebe meine Uraufführungen aus Prinzip jenem befreundeten Menschen, der als Erster das Stück zu lieben beginnt“, sagt Gabriel Barylli.

Biografie Alexandra Maria Timmel
Seit 1985 u.a. am Burgtheater, Theater in der Josefstadt, Theater der Jugend Wien, Ensembletheater, Theater Drachengasse, Schauspiel Frankfurt, Metropoltheater München, Schauspielhaus Wien, Neue Bühne Villach, Metropol …
(Unter der Regie von u.a.: Michael Kehlmann, Horst Zankl, Edwin Zbonek, Karl Paryla, Hellmuth Matiasek, Peter Ries, Horst Rupprecht, Rupert Henning, Anselm Lipgens, Harald Posch, Eva Diamantstein, Michaela Scheday, Michael Weger, Gabriel Barylli, Michael Gampe, Paola Aguilera

Michael Gampe
Schauspieler und Regisseur. Arbeiten als Regisseur u.a. an Theater der Courage, Landestheater Salzburg, Volkstheater Wien, Landestheater Tirol, Theater in der Josefstadt, Theater Phönix Linz, Residenztheater München, Renaissancetheater Berlin. Zahlreiche Film- und Fernsehrollen. Zuletzt im Theater Drachengasse: Der einsame Westen von Martin McDonagh und Wer von Oscar van Woensel.

Service
UA ‘Penny Lane’ von Gabriel Barylli
‚Generalprobe um 8’ am 8. Jänner neuebuehnevillach Eintritt Euro 8,--
Premiere am 9. Jänner 2008 um 20 Uhr in der neuebuehnevillach.
Weitere Termine: 10., 11., 12., 16., 17., 18., 19., 23., 24., 25., 26., 30., 31. 1. und 1., 2. Februar 2008

Karten: 04242/27341
(www.neuebuehnevillach.at)


Rückfragehinweis/Interviewanfragen:
Waltraud Hintermann, Administrative Leitung
mobil: 0664/4644297
waltraud.hintermann@neuebuehnevillach.at


 
Presseinformation Duineser Elegien I-IV von Rainer Maria Rilke

 

Es spielt: Ulrich Reinthaller
Violoncello: Christophe Pantillon …
mit Musik aus den Cello-Suiten von Johann Sebastian Bach

Termine: 29. und 30. Dezember 2007
20.00 Uhr neuebuehnevillach

Die Duineser Elegien I-V
Dieses lyrische Schlüsselwerk der Moderne zählt zu den Höhepunkten der Weltliteratur. Rilkes einzigartiger Sprachduktus und seine traumwandlerische Sicherheit im metaphorischen Ausdruck sind ein zeitloses Werk menschlicher Lebens- und Daseinsdeutung. Seit Jahrzehnten entzieht sich dieses Werk den mittlerweile unüberschaubar gewordenen Interpretationsversuchen der literaturwissenschaftlichen Aufarbeitung. Es scheint ein weiterer Beweis dafür zu sein, dass derartige Dichtung sich vor rein intellektuellem Zugang verwahrt und konkret erlebt werden will. Die dichterische Form des philosophischen Selbstgesprächs bietet dafür eine hervorragende Spielebene.

Ja, die Frühlinge brauchten dich wohl.
Es muteten manche Sterne dir zu, daß du sie spürtest.
Es hob sich eine Woge heran im Vergangenen, oder
da du vorüberkamst am geöffneten Fenster,
gab eine Geige sich hin. (aus Rainer Maria Rilke, Duineser Elegie 1)

Ulrich Reinthaller, Dezember 2007: „Mehr und mehr beobachte ich, dass die Duineser Elegien wahre Spiegel sind für Menschen. Wer gebundenes Potential birgt, wird über diese Texte seinem eigenen Innenleben gegenüber gestellt. Das kann schockierend sein. Und heilsam bis ins Innerste. Der Text selber, das weiß ich nun, ist in sich selbst weder melancholisch noch ekstatisch, sondern wirkt eher als Löschpapier für die Umgebung.
Er ist neutral.
Er weist keinen üblichen dramaturgischen Bogen aus.
Er ist kosmischer Reflektor, nah bis zum Unsagbaren vordringend.
Er ist ein Loch im Raum, ein Riss in der Zeit.
Die Zuhörer gestalten im Hören der Elegien ihre eigenen Vorstellungsmöglichkeiten und deren Grenzen entlang einer mystischen Symbolik, die Tore zu Erweiterung der eigenen Räume öffnet.
Ein jeder kann diese selbstgebauten Tore seiner Welten durchschreiten und damit seine Welt je nach Wunsch und Möglichkeit ausbauen und mitgestalten.“
www.ulrich-reinthaller.com

Rainer Maria Rilke wurde am 4. Dezember 1875 in Prag geboren. Besuch der Handelsakademie in Linz. Studium der Philosophie, Kunst und Literatur in Prag, München und Berlin. Seine ersten Gedichte 'Leben und Lieder' erschienen 1894. Den ersten großen Erfolg erzielte Rilke mit seiner 1906 veröffentlichten lyrischen Prosadichtung 'Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke'. Auf Schloss Duino bei Triest entstanden die Gedichte 'Das Marien-Leben'.(1913) sowie zwei der 'Duineser Elegien'.
1910 begann Rilke mit der Arbeit an seinem Roman 'Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge' (1910) in Rom.
Während des 1. Weltkrieges lebte Rilke hauptsächlich in München. 1919 siedelte er in die Schweiz über. Nach dem ersten Weltkrieg lebte Rilke in der Schweiz. Dort vollendete er die 'Duineser Elegien' und verfasste 'Die Sonette an Orpheus' (1923).
Rainer Maria Rilke starb kurz nach seinem 51. Geburtstag am 29. Dezember 1926 in Val-Mont.

Karten: 04242/27341
(www.neuebuehnevillach.at)

Rückfragehinweis/Interviewanfragen:
Waltraud Hintermann, Administrative Leitung
mobil: 0664/4644297
waltraud.hintermann@neuebuehnevillach.at


 
Presseinformation zum Jahresspielplan 2008

 

Villach, am 5. Dezember 2007

Presseinformation

„Nichts wahrhaft Wertvolles erwächst aus Ehrgeiz oder
bloßem Pflichtgefühl, sondern vielmehr aus Liebe und
Treue zu Menschen und Dingen.“ (Albert Einstein)

„neuebuehnevillach 2008“
Am Weg zur Mittelbühne

Zusätzlich zum Produktionsbetrieb im Kellertheater (im Spielplan unter ‚Premieren fixiert’ aufgelistet) sollen auch Inszenierungen großer Stücke und Autoren des Welttheaters (Shakespeare, Frisch, Brecht, Schiller, Dürrenmatt, Strindberg, Moliére und andere) an Spielorten für mehr Zuschauer (im Spielplan unter ‚Premieren noch offen’ beschrieben) stattfinden.
Allen Stücken im Spielplan ist ein Begriff gemeinsam: „Theater der Menschlichkeit“. Es sind verbindliche Stücke, vertrauensvolle und hoffnungsfrohe. Welche, die natürlich auch hinterfragen und zum Diskurs anregen, aber einfach immer exzellent und liebevoll geschrieben sind. (Michael Weger, Intendant)

Der Begriff „Theater der Menschlichkeit“ hat in der Geschichte kaum Vorbilder. Ida Ehre (1900 - 1989), Schauspielerin und Theaterleiterin, verwendete diesen Begriff explizit. Sie versuchte mit einem Spielplan, der sich auf die klassische (heitere) Moderne und die internationale Dramatik der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stützte und mittels realistischer ‚Problemstücke’ Denkanstöße zu geben.
Menschlichkeit an sich ist die praktische Umsetzung der Ideen des Humanismus. Sie ist keine Beschreibung dessen, was menschlich ist und gibt also keinen Ist-Zustand wieder, sondern ist das Ideal, wie Menschen sein und handeln können. Das „Theater der Menschlichkeit“ schöpft daraus eine ernsthafte Beschäftigung und ein vorbehaltloses Bekenntnis zum Allzumenschlichen, zu Verwirrungen und Schwächen, zur Zerrüttung einer Persönlichkeit in ihrem Versagen, wie ein Bekenntnis zur Sehnsucht nach Vollkommenheit und einem Glauben an eine bessere Welt (nach Raimund Berger). Das „Theater der Menschlichkeit“ nimmt sich also diesem Zwiespalt zwischen Ist- und Idealzustand und allem, was daraus resultiert, an.
(Martin Dueller, Dramaturgie)

In diesem Sinn präsentiert Ihnen die neuebuehnevillach 2008 voraussichtlich insgesamt 13 Produktionen: 4 Uraufführungen, zwei deutschsprachige Erstaufführungen, eine österreichische Erstaufführung und Gäste. Vorstellungsanzahl 2008 in Planung: 275

Außerdem plant und bietet die neuebuehnevillach ab dem Spieljahr 2008 an Serviceleistungen und Angeboten:
Die Simultanübersetzung ausgewählter Stücke mit jeweils 3 Vorstellungen in die Österreichische Gebärdensprache (oegs) – die ‚Sprache der Liebe’ (Oliver Sacks) findet so einmal mehr Raum und ‚Gehör’ in der neuebuehnevillach.
Die Einrichtung eines Club für Privatförderer der neuebuehnevillach - ein attraktives, ausgewogenes ‚Theaterpaket’ wird geschnürt.
Die Kooperation mit örtlichen Buchhandlungen - das Bedürfnis nach Theatertexten und Sekundärliteratur wird erfüllt.
Die Neugestaltung des Theaterfoyers in einen ‚TheaterKunstSchauraum’ – als zusätzliche Einstimmung und Aufwertung gelungener Theaterabende.

Auch im Spieljahr 2008 unterstützen und sponsern die neuebuehnevillach:
Subventionsgeber Stadt, Land und Bund
Hypo Alpe-Adria-Bank AG, Lisa Film, Sto Ges.m.b.H., Wiener Städtische Versicherung AG Vienna Insurance Group, KELAG – Kärntner Elektrizitäts-AG, BKS Bank AG, Lauster Steinbau GmbH.
(Service: Premieren fixiert im Spielplan 2008 der neuebuehnevillach: 09. Januar
UA „Penny Lane“ von Gabriel Barylli. 16. Februar „Wie man Wünsche beim Schwanz packt“ von Pablo Picasso. 25. März UA „Sag ja kein Wort“ von Helene Gattereder. 05. April ÖEA „Sechzehn Verletzte“ von Eliam Kraiem. 15. Mai DEA „Der Exhibitionist“ von Dušan Jovanović. 19. September „Bandscheibenvorfall“ von Ingrid Lausund. 27. November „Der Gott des Gemetzels” von Yasmina Reza.
Premieren noch offen: 26. Juni „Ein Sommernachtstraum“ von William Shakespeare. 02. Oktober „Andorra“ von Max Frisch. 29. Oktober UA „ein aktuelles Werk (AT.)“ neueMusikTheater von Bruno Strobl.
Abo-Bestellungen: 04242/28 71 64, online: www.neuebuehnevillach.at)

Rückfragehinweis/Interviewanfragen:
Waltraud Hintermann, Administrative Leitung neuebuehnevillach
mobil: 0664/4644297, E-Mail: waltraud.hintermann@neuebuehnevillach.at
Stefan Zefferer, Pressesprecher
mobil: 0676/84826780, E-Mail: stefan.zefferer@linea7.com


neuestücke – neuesschauspiel – neuebuehnevillach - am weg zur mittelbühne

Jahresspielplan 2008
Intendant: Michael Weger
Administration: Waltraud Hintermann
Dramaturgie: Martin Dueller

Premieren fixiert

Premiere am 09. Januar / Vorstellungen bis 02. Februar 08
UA Gabriel Barylli „Penny Lane“
Co-Produktion mit dem Theater Drachengasse Wien
Gabriel Barylli erzählt abseits aller „Mann-Frau-Problematik“ ein Single-Dasein aus der Sicht einer Frau und lässt die Geschichte eine überraschende Wende nehmen. Eine Stimme aus dem Netz klinkt sich in ihr Leben ein. Eine Stimme, die sagt, alles „gehört“ zu haben, die versichert, mit Susanne „synchron“ zu empfinden. Das Ende lässt auch Hoffnung zu...
Inszenierung Michael Gampe
Es spielt Alexandra Maria Timmel

Premiere am 16. Februar / Vorstellungen bis 08. März 08
Pablo Picasso „Wie man Wünsche beim Schwanz packt“
Pablo Picassos einziges Drama ist wie seine Bilder ein eigenwilliges und zugleich zeitlos schönes Stück Kunstgeschichte – eine dadaistische Komödie. Die Übersetzung aus dem Französischen von Paul Celan ist die perfekte Unterhaltung für den noch dunklen Winterabend. In der Inszenierung erwachen die absurd, skurrilen Figuren durch Darsteller, Puppen und Masken zu humorvollem Leben.
Inszenierung Katrin Ackerl Konstantin
Es spielen Caroline Koczan, Walther Mathes, Puppenspieler: Claudia Weissenbrunner, Christian Recklies

Premiere am 05. April / Vorstellungen bis 03. Mai 08
ÖEA Eliam Kraiem „Sechzehn Verletzte“
Anhand zweier konträrer Lebenswege wird der Konflikt zwischen Israel und Palästina aufgerollt, ein Konflikt der stellvertretend für alle religiösen Konflikte dieser Welt steht. Dem Juden Hans wird von Hooligans der Palästinenser Mahmoud durch die Scheibe seiner Amsterdamer Bäckerei geschmissen. Hans kümmert sich um den Verletzten. Es wächst Freundschaft und mit den anderen Protagonisten fast eine Familie. Doch Mahmoud ist ein Schläfer, der bald schon von seinem Bruder Ashraf zur Erfüllung seiner Pflicht gerufen wird...
Inszenierung Alfred Meschnigg
Es spielen Peter Uray, Astrit Alihajdaraj u.a.

Premiere am 15. Mai / Vorstellungen bis 14. Juni 08
DEA Dušan Jovanović „Der Exhibitionist“
Eine mitfühlende Sozialarbeiterin versucht in einem Gefängnis, die Ursachen des Exhibitionismus eines Häftlings herauszufinden und ihm dabei fachgemäß und menschlich zu helfen. Dabei verwickeln sich beide in ein intimes Verhältnis, in das sich ein perverser Psychiater und seine ehemalige Frau, eine frustrierte Psychoanalytikerin, einmischen. In diesem, noch um den Gefängniswärter erweiterten Liebesvieleck, werden ungewöhnliche und momentane Beziehungen geflochten und zerstört.
Die Fallen der Psychoanalyse erwachsen hier zu voller Blüte, treiben es bunt und sind der Manipulation aufs Hervorragendste dienlich.
Inszenierung Erik Jan Rippmann
Es spielen Dani Gaets, Katrin Ackerl Konstantin, Alexander Mitterer, Erik Jan Rippmann, u.a.

Premiere am 19. September / Vorstellungen bis 18. Oktober 08
Ingrid Lausund „Bandscheibenvorfall“ (Nominierung Nestroy 2007)
Kooperation mit dem Theater Drachengasse Wien
„Herrlich schräg: Die Protagonisten in Ingrid Lausunds Bandscheibenvorfall haben recht wenig zu lachen. Das Publikum dafür umso mehr. Wie weit kann man sich emotional verbiegen, um dem Chef zu gefallen, die Kollegen zu mobben, oder den gnadenlosen Kampf um die berufliche Poleposition zu gewinnen? Weit, sehr weit sogar. Und das ist gut so! Mit Lausunds greller Erfolgskomödie hat das Theater Drachengasse einen echten Hit gelandet. Das fünfköpfige Team brilliert in diesem ganz normalen, dabei furios überdrehten Wahnsinn. Sehenswert.“ (Kurier)
Inszenierung Christine Wipplinger
Es spielen Nicolaus Hagg, Anselm Lipgens, Tamara Metelka, Claudia Marold, Clemens Matzka

Premiere am 27. November / Vorstellungen bis 31. Dezember 08
Yasmina Reza „Der Gott des Gemetzels“
(Nestroy 2007 für die beste deutschsprachige Aufführung)
Die unterhaltsame, erhellende Kunst von Yasmina Reza auf einem neuen Höhepunkt. Die Vorgeschichte: Zwei 11-jährige Jungen prügeln sich auf dem Schulhof. Der eine schlägt mit dem Stock zu, der andere verliert zwei Schneidezähne. Das Stück: Unter zivilisierten Leuten, wie es die Eltern sind, spricht man die Sache gemeinsam durch, an einem Abend zu viert. Was mit wechselseitiger Freundlichkeit beginnt, nimmt einen furiosen Verlauf, in dem die dünne Haut bürgerlicher Kultiviertheit erst sichtbar wird und dann auch immer wieder platzt. Kindererziehung, Gewalt in der Gesellschaft, schlingernde Paarbeziehungen: ein Stück am Puls unserer Zeit.
Inszenierung Michael Gampe
Es spielen Mercedes Echerer, Eva Klemt, Erik Jan Rippmann, Michael Weger

Jugendtheatertournée
Premiere am 25. März / Vorstellungen in der nbv – danach auf Tournée durch Kärntens Unterstufen und Hauptschulen
UA Helene Gattereder „Sag ja kein Wort!“
Jugendprojekt zum Thema Gewalt an Schulen in Kooperation mit dem KONSE Schauspielensemble
Sie sind jung. Sie erproben die Gewalt wie das Leben. Manche sind Opfer, manche Täter, andere Mitläufer. Sie kennen die Grenzen ebenso wenig, wie den Freiraum. Bildungssystem,
Lehrer und Eltern stehen der wachsenden Gewalt an Schulen hilflos gegenüber. Und niemand weiß den Ausweg, der nicht selbst seine Grenzen erreicht und über sie hinaus gewachsen ist.
Inszenierung Helene Gattereder
Es spielen Studenten des KONSE Schauspielensembles

Kindertheatertournée
Wiederaufnahme vom nbv-Herbst 07 - Kindertheater auf Tournée durch Kärntens Volksschulen
UA Stefan Zefferer „Der große König“
Der kleine Prinz aus der Erzählung von Antoine de Saint-Exupery ist groß geworden und landet wieder auf der Erde. Doch auch ihm ist das Großwerden nicht gut bekommen, und so stellt er – als „kleiner“ König – gleich bei seinem ersten Zusammentreffen mit den Menschenkindern haarsträubende Regeln auf. Im Traum wird er wieder zum kleinen Prinzen und erinnert sich, dass man nur mit dem Herzen gut sehen kann. Aus den strengen Regeln kreiert er – als „großer“ König – schließlich gemeinsam mit dem Kinderpublikum wahre Geheimnisse:
„Um ein großer König zu sein, musst du den kleinen Prinzen im Herzen tragen.“
Inszenierung Michael Weger; es spielt Frankie Feutl

UnsereGäste

Premiere am 06. Februar 08 (3 Vorstellungen)
„Annatanzt“
Ein Abend, zwei Stücke: Clownstory (Tanzstück von Eric Trottier)
In der zauberhaften, zeitlosen, lustigen, traurigen Gestalt eines Clowns zeigt der kanadische Choreograf und Tänzer Eric Trottier Tanztheater pur.
(Tanz: Anna Hein, Eric Trottier)
DEA „BLANCHE“ Frei konzipiert nach Per Olof Enquists Roman „Das Buch von Blanche und Marie“ und Roland Barthes „Fragmente einer Sprache der Liebe“, ist BLANCHE Tanz, Musik und Film, Fiktion und Wirklichkeit; Lust und Wahn, Euphorie und Absturz.
(Choreografie, Tanz, Regie: Anna Hein, Zoltán Dani, Komposition: Erich"Joey Oz"Fischer)

Premiere am 18. März 08 (3 Vorstellungen)
„Woyzeck“ von Georg Büchner unter der Regie des renommierten Theatermachers Herbert Gantschacher - Arbos - Gesellschaft für Musik und Theater


Premieren noch offen

Premiere am 26. Juni / Vorstellungen bis 26. Juli 08
William Shakespeare „Ein Sommernachtstraum“
Festspiele im Marmorsteinbruch Krastal / Lauster Steinbau GmbH
Im vierten Jahr der nbv-Aufführungen im Marmorsteinbruch hält William Shakespeare Einzug im Krastal. Die wohl poesievollste Komödie Shakespeares soll den Beginn einer Reihe von Inszenierungen großer Stücke des Welttheaters in den kommenden Jahren markieren.
Shakespeare ging es in „A Midsummer Night’s Dream“ wohl vor allem um die Blindheit der Liebe und wie sie „dem schlechtesten Ding an Art und Gehalt dennoch Ansehen und Gestalt“ verleiht. So lässt er Verliebte und Verrückte durch einen Zauberwald irren, hält Elfen und Dämonen bereit, um das Verwirrspiel noch zu steigern und erschafft neben aller Liebespoesie komödiantische Situationen von genialer Kraft.
Der Marmorsteinbruch soll seine vielschichtige Atmosphäre weiter entfalten.
Inszenierung Michael Weger

Premiere am 02. Oktober / Vorstellungen bis 25. Oktober 08
Max Frisch „Andorra“ in der ÖBB-Halle
Mit einem Stück Welttheater wird die neue Reihe der nbv „Große Stücke an neuen Schauplätzen“ eröffnet.
Max Frisch ist 1961 mit Andorra ein moralisch aufrüttelndes Stück gegen den Rassenwahn, gegen die Hexenjagd auf Außenseiter geglückt. Es gelingt ihm, nicht nur zu zeigen warum sondern auch auf welche Weise eine ganze Bevölkerung sich gegen einen Einzelnen stellen kann, wie Diskriminierung entsteht, wächst und schließlich zu einer Massenpsychose werden kann.
Rund um den Jungen Andri entspinnt sich ein dramatisches Werk, das an Spannung kaum zu überbieten ist, nützt darin teilweise dokumentarische Stilebenen und zeichnet sich aus durch exakt gezeichnete Charaktere und einen enorm starken Handlungsbogen.
Inszenierung n.n.

Premiere am 29. Oktober / Vorstellungen bis 08. November 08
UA „ein aktuelles werk (At.)“ NeueMusikTheater von Bruno Strobl
Wie in jedem Spieljahr ist diese Position ein Neue-Musik-Projekt. Bruno Strobl – der renommierte Kärntner Komponist – wird mit einem Ensemble aus Musikern, Sängern und Schauspielern ein neues Werk erarbeiten. In diesem Jahr wird es inhaltlich ein aktuell reales Thema des gesellschaftlichen Lebens behandeln. Dadurch verlagert sich die Entwicklungszeit in das Frühjahr 08 und erst die Zeitereignisse werden zeigen, was es thematisch enthalten wird.
Inszenierung n.n.; Gesang, Tanz, Spiel n.n.

Weitere Gastspiel-Optionen
„Anno Clementi“ ein szenischer Liederabend von und mit Georg Clementi
„Winnetou IV“ von und mit Uli Boettcher


 
Presseinformation zu Marcus Thill Solo-Kabarett

 

Presseinformation

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!

Die neuebuehnevillach präsentiert Ihnen ‚Marcus Thill, Solo-Kabarett’
mit der Premiere am 27. 11. 2007 um 20.00 Uhr

Weitere Termine: 4., 11. und 18. 12. 2007
(Karten: 04242/27341 oder unter www.neuebuehnevillach.at)

Liebenswert kauzige und schrullige Typen stellt Marcus Thill auf die Bühne: Ob als Feuerwehrmann oder Heiratsvermittler, als Postler, Ringkämpfer, Hotelportier, Opernliebhaber, Frauenkenner oder Geschäftsreisender – immer können wir von Herzen lachen über seine Versuche, als Einzelkämpfer den Tücken des Lebens mit Schlauheit und Witz zu begegnen...

Große Kabarettisten vergangener Jahre sind die Autoren dieses Abends, an dem Sie sich (... vom Vorweihnachtsstress...) einfach entspannen und bestens unterhalten können!

Wir ersuchen höflich um Berichterstattung und Berücksichtigung.

MARCUS THILL –BIOGRAFIE

Der gebürtige Wiener besuchte nach dem Gymnasium die Schauspielschule Krauss in Wien und wurde 1983 von Achim Benning ans Burgtheater engagiert. Seit 1988 gastierte er als freiberuflicher Schauspieler am Wiener Volkstheater, Salzburger Landestheater, Theater der Jugend, Theater Baden-Baden, Stadttheater St.Pölten, neuebuehnevillach, bei den Komödienspielen Porcia, am stadtTheater walfischgasse in Wien, u.v.m. Auch in TV- und Kinofilmen war er mehrfach zu sehen („Hinterholz 8“, „Strauss Dynasty“, „Schlosshotel Orth“, „Der Tourist“, „Die Rebellion“).
Sein Stück „Die Kinder vom Spiegelgrund“(1999) wurde international beachtet.

KABARETT/ SOLOPROGRAMME:

Entdeckte seine kabarettistische Ader 1995 bei einem Engagement als Conférencier am Berliner „Wintergarten-Variete“. Beschaftigt sich seither leidenschaftlich mit dem Aufspüren und Wiederentdecken alter Kabaretttexte und –Lieder, von Beginn des 20. Jahrhunderts bis in die heutige Zeit.

Bisherige Programme:

„Gypsy Nestroy“ 2001 (Nestroy-Collage mit Romamusik)
„Nieder mit mir!“ 2004 (Wiener Jüdisches Kabarett)
„Mistero Buffo“ 2005 (Kabarett aus dem Mittelalter, von Dario Fo)
„Solo-Kabarett“ 2007 (Neues Programm - hingehen, anschauen!)

TV / FILM:
Über 30 Film- bzw. TV-Rollen, u. a. mit den Regisseuren Harald Sicheritz, Peter Patzak, Michael Haneke, Urs Egger, Walter Davy, Karin Brandauer, Marvin Chompsky, Peter Hajek, Otto Retzer, Andreas Prochaska,...

Akuell: Zurzeit Dreharbeiten für ZDF/ORF Krimi „Ein halbes Leben“ mit Josef Hader und Matthias Habich, Regie: Nikolaus Leytner.




 
Presseinformation Qualifikationsspiel von Silke Hassler

 

Presseinformation

„Männer erzählen ständig Dinge, die Frauen nicht hören wollen.“

UA Qualifikationsspiel von Silke Hassler
Regie: Werner Schneyder

Es spielen: Sabine Kranzelbinder, Inge Maux, Isabella M. Szendzielorz, Michael Kuglitsch und Hubert Wolf

Premiere 17. 11. 2007 neuebuehnevillach

Das Stück Qualifikationsspiel untersucht und zeigt, dass das Suchen nach Liebeserfüllung zugleich verzweifelt und komisch sein kann. (Werner Schneyder, Regie)

In dem Stück „Qualifikationsspiel“ versucht ein Mann gleich in der Psychiatrie eine Frau kennen zu lernen. Dort herrsche ohnehin die Katastrophe, dort gebe es keine Enttäuschungen. Dort müsse man nur einen Blick in die Krankenakte werfen, den Patientinnen ins Gesicht blicken und wisse von Anfang an Bescheid, mit wem man es zu tun habe.
Der Mann schleicht sich in ein Zimmer der offenen Abteilung und lernt dort tatsächlich drei Frauen unterschiedlichen Alters kennen – wird er oder werden sie sich für die Liebe qualifizieren? Wer von ihnen scheidet frühzeitig aus dem Spiel aus? Wer schafft es bis zum Finale?

Textauszug: Ja, hier. Ich will endlich einmal genau wissen, mit wem ich es zu tun habe. Ich habe mir gedacht, hier ist der richtige Ort dafür. Draußen lerne ich nur Frauen kennen, die sich in kürzester Zeit als das Gegenteil von dem entpuppen, worauf ich mich eingelassen habe. Ich treffe auf eine charmante, kluge Frau und in drei Wochen ist sie eine neurotische Person mit einem Hang zur Selbstzerstörung. Oder ich lerne ein zartes, liebliches Wesen kennen und was stellt sich schon nach wenigen Tagen heraus? Sie hat mindestens fünf Allergien und Ansätze zur Bulimie. Ich erlebe ausschließlich Enttäuschungen. Also gehe ich in die Psychiatrie und versuche hier, eine Frau kennen zu lernen. Hier ist ihr Zustand offensichtlich, er ist ihr ins Gesicht geschrieben, er steht in der Patientenkartei, man braucht nur die Medikamente zu sehen und weiß Bescheid. Hier herrscht die Katastrophe, hier gibt es keine Enttäuschungen. (Mann)

Ich empfinde es als Wohltat und Verpflichtung, eine junge Frau zu realisieren, die sich nicht in literarische Verblasenheit rettet, sondern die Menschen kennt und diese in nachvollziehbare Situationen bringt. (Werner Schneyder, Regie)

Textauszug: Was glauben Sie eigentlich? Wir kennen uns seit drei Minuten, und ich soll wegen Ihnen bereits in tief verzweifeltes Schluchzen ausgebrochen sein? Sind Sie größenwahnsinnig? (Judith)

Silke Hassler
geboren 1969 in Klagenfurt, Studium der Literaturwissenschaft in Wien und London, lebt in Retz.
Sie schrieb das Libretto für die Tango-Oper „Azrael“ von Dirk D’Ase und für die Kammeroper „Endlich Schluß“ von Wolfram Wagner. Aufführungen in Österreich, Deutschland, der Schweiz und der Slowakei.
Für die Neue Oper Wien übersetzte sie die Libretti von Bernsteins „Candide“ und Maxwell Davies „The Lighthouse“ neu ins Deutsche.
Veröffentlichungen von Texten, Reden, Essays in Zeitungen, Literaturzeitschriften, Büchern und Sammelbänden. Ihre Arbeiten wurden ins Englische, Französische, Japanische, Polnische, Portugiesische, Slowenische und Tschechische übersetzt.
Im Frühsommer 2007 war sie „Author in Residence“ an der University of New Mexico.
Für ihre Theaterstücke „Kleine Nachtmusik“ (UA: Landestheater Niederösterreich, April 2007) und „Qualifikationsspiel“ wurde sie mit dem „Anerkennungspreis des Landes Niederösterreich für Literatur“ ausgezeichnet. Als Auftragswerk des Stadttheaters Klagenfurt schrieb sie (gemeinsam mit Peter Turrini, Musik: Roland Neuwirth) die Volksoperette „Jedem das Seine“ (UA: März 2007).
Sie arbeitet derzeit an einem neuen Auftragswerk für das Musiktheater.

Werner Schneyder
1937 in Graz geboren, aufgewachsen in Klagenfurt, Studium der Publizistik in Wien, Dr. phil. Zunächst freier Journalist, Werbetexter, Dramaturg. Seit 1965
freiberuflicher Autor. Ab 1974 politisch-literarisches Kabarett. Theaterregie (u.a. „Die letzten Tage der Menschheit“, „Das weite Land“, „Das Land des Lächelns“, bei den Komödienspielen Porcia „Ein idealer Gatte“, „Das Konzert“, „Der Lackierte“)
Zahlreiche Buchveröffentlichungen (Satiren, Erzählungen, Essays, Gedichte). Zuletzt „Ich, Werner Schneyder – Meine zwölf Leben“, Amalthea-Verlag. Im März 08 erscheint im Langen-Müller-Verlag die Erzählung „Krebs“. Werner Schneyder lebt in Wien und Kärnten.

Sabine Kranzelbinder
Geboren in Klagenfurt. Schauspiel- und Gesangsausbildung am Konservatorium Wien. Engagements u.a. Stadttheater Klagenfurt, Kammerspiele Graz, Komödienspiele
Porcia (Ensemblemitglied). Neben der Arbeit am Theater, Arbeiten als Werbesprecherin und bei Film und Fernsehen. “Qualifikationsspiel“ ist die dritte Zusammenarbeit mit Werner Schneyder. www.kranzelbinder.net

Inge Maux
Schauspielausbildung in Wien. Engagements u. a. Stadttheater Konstanz, Schauspielhaus Köln, Residenztheater München, Opernhaus Zürich, Schauspielhaus Zürich, Theater in der Drachengasse Wien, Kleine Komödie in der Walfischgasse, Theater an der Wien, Volkstheater und Theater in der Josefstadt. Zuletzt als „Narr“ in King Lear.

Isabella M. Szendzielorz
Schauspielstudium am Max-Reinhardt-Seminar Wien. Engagements u.a. Burgtheater Wien,
Landestheater Linz, TAG (Theater an der Gumpendorfer Straße), Rabenhof Wien. Arbeiten vor der Kamera für diverse TV- und Filmproduktionen und als Sprecherin.

Michael Kuglitsch
Seit 2006 Studium Schauspiel am KONSE Kärntner Landeskonservatorium.
Engagements Theater u. a.: Artecielo Klagenfurt, neuebuehnevillach
Engagements Film u. a.: „Die Kleinbürgerhochzeit“, „Hinter Tausend Stäben“,
„Die Geschichte vom Soldaten“, „Das grüne Feuer“, „Unfair“ und „Das weiße Kleid“, „Red Santa Down“ und „Yellow Cape Down“. ATV+ Auftritt bei "Dr. Michael Ehrenbacher", Musikvideodreh GZSZ von Felix von Jaseroff. www.nachwuchsschauspieler.at/kuglitsch

Hubert Wolf
Erster Schauspielunterricht bei Roland Düringer, Paritätische Kommission/Wien 1992 (Reifeabschluss). Seit 1989 freier Schauspieler in Wien. Seit 1998 auch Kabarett.
4 eigene Kabarettprogramme: Mitleids-Tour, Pasta Disasta, Reichundschön. 2003 gründete er als Sänger die 2Mann-Band „Cashcowboys“. www.hubertwolf.at

Das Team
Regie: Werner Schneyder
Regieassistenz: Martin Schinagl
Bühne: Angelica Kopf
Kostüme: Michaela Wuggenig
Licht und Ton: Zdenko Pintaric

Hinweis
Die Autorin und der Regisseur stehen Ihnen gerne für Gespräche/Interviews zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie Termine direkt mit Waltraud Hintermann, nbv (mobil: 0664/4644297)

Service
UA Qualifikationsspiel von Silke Hassler
Öffentliche Generalprobe: 16. 11. um 20.00 Uhr in der neuebuehnevillach.
Eintritt Euro 7,--
Premiere am 17. 11. 2007 um 20.00 Uhr
Weitere Termine: 21. 11, 22. 11. (ausverkauft); 23. 11., 24. 11. jeweils 20.00 Uhr;
25. 11. Sonntagsmatinée 11.00 Uhr (inkl. Brunch und SchauspielerInnengespräch)
28. 11., 29. 11. (ausverkauft)und 30. 11.; 1. 12. und 5. – 8. 12.; 12. 12. – 15. 12. und 19. 12. – 22. 12. jeweils 20.00 Uhr
Silvesterdoppelvorstellung 31. 12. um 19.30 Uhr und 22.00 Uhr
Karten: 04242/27341 (www.neuebuehnevillach.at)

Beilage
Textheft „Qualifikationsspiel“ von Silke Hassler (Copyright by Thomas Sessler Verlag, Bühnen- und Musikverlag, 1010 Wien)

Rückfragehinweis:
Waltraud Hintermann, Administrative Leitung, mobil: 0664/4644297
waltraud.hintermann@neuebuehnevillach.at


 
Presseinformation zu UA Der Große König

 

Presseinformation

„Um ein großer König zu sein,
musst du den kleinen Prinzen im Herzen tragen.“

Text: Stefan David Zefferer
Regie: Michael Weger
Schauspiel: Frankie Feutl
Musik: Armin Nagy

Kindertheater auf Tournée durch Kärntens Volksschulen

Premiere: 5. November 2007
18.00 Uhr in der VS Köstenberg/Velden

„So ein Jammer. Meine Untertanen kennen die königlichen Regeln nicht. Hmmmm. Da bleibt mir nichts anderes übrig. Ich werde, wiewohl das ein ‚Großer König’ nicht höchstselbst erledigen sollte, ausnahmsweise die Königlichen Regeln verkünden.“

Der kleine Prinz aus der Erzählung von Antoine de Saint-Exupery ist groß geworden und landet wieder auf der Erde. Doch auch ihm ist das Großwerden nicht gut bekommen und so
stellt er – als „kleiner“ König – gleich bei seinem ersten Zusammentreffen mit den Menschenkindern haarsträubende Regeln auf.
Im Traum wird er wieder zum kleinen Prinzen und erinnert sich, dass man nur mit dem Herzen gut sehen kann. Aus strengen Regeln kreiert er – als „großer“ König – schließlich gemeinsam mit dem Kinderpublikum wahre Geheimnisse.

„Unser König braucht viel Schlaf / in der Schachtel schläft ein Schaf / dieser König träumt und schnarcht / dass es bis zum Himmel kracht ...“ (aus dem königlichen Schlaflied)

„Wie unheimlich der Mondwind heute pfeift. Huuuh, uhhuuu. Hab keine Angst. Dein kleiner Prinz behütet dich ... immerzu und immerfort. (er stolpert und wacht auf) An jedem noch so fernen Ort. Kometenschweif und Nachtsternstaub ...“

„Seht nur, seht. Ein Geschenk. In meiner Kiste war ein Geschenk versteckt: Für den Großen König vom Kleinen Prinzen ... damit er, wenn er groß ist, sein Herz nicht vergisst.“

Frankie Feutl
Schauspiel bei Michael Weger seit 1997.
Klassischer Gesang bei Sabine Stengl-Pleban, Hannes Mucha und Robert Kreutzer.
1986-1999 in verschiedenen Rockformationen, CD Aufnahmen, Eigenkompositionen.
Seit 1998 als Schauspieler, Sänger und Regisseur bei Events, Lesungen.
Stimmpädagoge; seit 2002 Schauspieler und Inspizient bei der neuebuehnevillach.

Stefan David Zefferer
Geboren 1963 in Flachau/Pongau. Lebt seit 25 Jahren in Klagenfurt/Kärnten.
Vater von Patricia, Clemens und David; Autor; Buchhändler; Projektleiter im Bereich Web- und Printdesign und zuständig für Kommunikation bei Linea7.com

Hinweis:
Schauspieler, Regisseur und Autor stehen Ihnen gerne für Gespräche/Interviews zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie Termine direkt mit Waltraud Hintermann (mobil: 0664/4644297)

Team:
Regie: Michael Weger
Schauspiel: Frankie Feutl
Musikkomposition: Armin Nagy
Kostüme: Michaela Wuggenig

Service
UA Der Große König
Premiere am 5. November 2007 um 18.00 Uhr in der Volksschule Köstenberg bei Velden
Weitere Termine: auf Anfrage
Kontakt: Helene Gattereder (Tel.: 04242/287164-15; office@neuebuehnevillach.at)

Rückfragehinweis/Interviewanfragen:
Waltraud Hintermann, Administrative Leitung
mobil: 0664/4644297
waltraud.hintermann@neuebuehnevillach.at


 
Presseinformation UA Die Diagnose - fractured borders

 

Die Traumfrauen, die Fotofrauen, die Körperfrauen, die Brieffrauen.

UA Die Diagnose – fractured borders
Angewandtes Theater und NeueMusikProjekt
Regie: Katrin Ackerl Konstantin und Rosalia Krautzer

Premiere: 26. Oktober 2007
20.00 Uhr in der neuebuehnevillach



Und keiner weiß, wie es ist und jeder redet so gescheit daher.
Und fertig werden muss man ja doch selber damit. (Darstellerin)

Das Stück:
Erzählt werden die Geschichten unterschiedlicher Frauen und ihr Umgang mit der Diagnose Brustkrebs. Alle Texte und Bewegungen sind authentisch und beziehen sich auf das subjektive Erleben der Frauen. Um ihre Identität zu schützen, aber die Kraft der Authentizität zu nützen und zu berücksichtigen, spricht jede Frau für sich, aber auch mit den Worten anderer.
Sie sind:
Die Traumfrau, die Frau die träumt
Die Fotofrau, die Frau die sich erinnert
Die Körperfrau, die Frau die ihren Körper wahrnimmt
Die Brieffrau, die Frau die schreibt

Ich schau jetzt auf mich. Jetzt hab ich Zeit.
Jetzt hab ich Freundinnen, die auf mich schauen.
Die Zeit für mich haben. (Darstellerin)

Was braucht man? Das Gespräch ist angenehm und wenn jemand zuhört.
Eher zuhört, als auf einen einredet. Das ist ganz wichtig. (Darstellerin)

Wir haben in einem 1-jährigen work-in-progress Prozess mit Mitteln aus dem Angewandten Theater Archetypinnen geschaffen. Es sind Briefe, Fotosammlungen, Tonaufnahmen, Bilder- und Videoaufzeichnungen entstanden. Diese Sammlung bildet das Ausgangsmaterial für den Theaterabend. (Katrin Ackerl Konstantin, Regie)

Eine Art Fragmentierung und Neuzusammenfügung von Identitäten, erreicht Evelin Heregger durch fotografische Elemente, die wie ein Puzzle aus Fragmenten in den Bühnenraum gehängt werden. Verdeckungen und Offenlegungen ergeben so neue Formationen. (www.neuebuehnevillach.at - Pressefotos) Wie Balken verdecken sie Realpersönliches mit projiziertem Persönlichem der Darstellerinnen, schaffen Konstrukte, lassen Vorgefasstes mit Tatsächlichen verschmelzen und bei genauerem Betrachten sich auflösen.

Bruno Strobl, Musik ist gleichsam die Position im Außen. Ebenfalls als ein Archetypus, setzt die Musik einen wichtigen gesellschaftlichen Schwerpunkt. Sie ist vor gefasste Meinung und Nachrichtenträgerin, Opposition, Stellungnahme und Tabu. Kernstück bilden Sätze, die die Frauen hörten, als sie ihre Diagnose erfuhren.

(Brief einer Darstellerin)
Liebe Katrin! Liebe Rosi!
Zuerst möchte ich Euch beiden für die Behutsamkeit und Sanftheit danken – mit der Ihr beide mit uns gearbeitet habt. Für die Geduld, die Kraft und Freude an der Ihr uns habt teilhaben lassen.
Wie ich zu diesem Projekt gekommen bin, brauche ich nicht zu erwähnen.
Ich durfte Stufe für Stufe mehr über mich erfahren – über mein Inneres. Es war für mich – wie das Öffnen eines Gartentores – ich durfte meine Seelenlandschaft sehen; ich gewann neue Einblicke, Ausblicke und Durchblicke. Ich erfuhr auch, dass sogar Fehler ein Geschenk sein können – ich darf/kann etwas verändern, es annehmen oder so sein lassen. Ich trage „vieles – ja alles“ was wir erarbeitet haben in meinem Inneren. Und ich brauchte nichts zu spielen – ich durfte so sein – wie ich bin.
Ich habe sogar meinen inneren Bildern Farbe gegeben, ich habe getanzt, gelacht, geträumt und auch geweint – alles durfte sein.
Dieses Jahr zählt zu meinen schönsten – danke Euch dafür.

Katrin Ackerl Konstantin, Regie
Geboren 1970 in Niederösterreich, Schauspielausbildung am Konservatorium Wien, Förderungspreis der Stadt Wien, Psychologiestudium.
Als Schauspielerin seit 1994 in Wien, Salzburg, Bregenz, Villach, München und Berlin tätig.
Seit 7 Jahren arbeitet sie vermehrt im Bereich des Bewegungstheaters. Arbeiten mit Martin Gruber, Myrto Dimitriadou und Liz King.
Nach DasTiermensch, Wilhelm Busch, Orlando und Jelineks Bambiland ist dies die fünfte Regiearbeit in der nbv
Nach inspirierenden Begegnungen mit Theaterschaffenden, die neue Theaterformen ausprobieren und explorieren, geht sie mit ihren Projekten und Konzepten einen innovativen, unkonventionellen Weg.
Was mir in meiner Arbeit wichtig ist:
Ich sehe einen Moment, einen Augenblick, lese einen Satz. Ich möchte tiefer eintauchen in den Gedanken, der bei mir dazu auftaucht, sich aufdrängt….der Frage nachspüren, die sich auftut wie eine Tür.
Daraus ergeben sich ganz eigene Produktionen, zu denen ich mich mit Leuten verbinde, um gemeinsam über ein Thema zu variieren. Das Ergebnis ist ein großer gemeinschaftlicher Prozess, bei dem wir uns alle innerhalb unsrer Möglichkeiten und Begrenztheiten annähern. Unser Motor ist das Weiterdenken wollen, weiter dazu anregen zu wollen, gemeinsam darüber nachzudenken, gemeinsam mit dem Publikum. Als Ausdrucksmittel wähle ich immer andere, neue Formen theatralen Handwerks. Ich versuche verschiedene Künste als gemeinsame Plattform zu nutzen, um ein Anliegen umzusetzen, einem Thema auf den Grund zu gehen und neue Mitteln des Ausdrucks dafür zu finden.

Rosalia Krautzer, Regie
Psychologin. Studium Angewandter Psychologie in Großbritannien. Lebensberaterin in freier Praxis, Referentin und Projektleiterin in generationenübergreifender Erwachsenenbildung (Mut tut gut. Roka v roki – Hand in Hand). Weiterbildungen in Psychoonkologie (Ärztekammer Tirol) und Angewandtem Theater mit international anerkannten Regisseuren (Institut Performance, Graz). Konzeption, Organisation, Regie, Schauspiel bei traditionellen und angewandten Theaterprojekten.
Ein intensives ehrenamtliches Engagement verbindet mich seit Jahrzehnten mit dem Theater. Das Kulturspektrum Maria Gail, ein Theater- und Kulturverein, den ich seit 1974 mitgeprägt habe, ist für mich ein lebendiger Ort des künstlerischen Miteinanders mit schöpferisch begeisterten Menschen geworden. Fortbildungen bei SchauspielerInnen und RegisseurInnen (u.a. Augusto Boal, Elektra Tselikas, Linda Mawson, Richard Nieoczym) ergänzen und erweitern meine Kenntnisse in diesem Bereich.

Bruno Strobl, Musik
Komponist und Dirigent. Klarinette und Theorie am Konservatorium in Klagenfurt. Kompositionsunterricht bei Nikolaus Fheodoroff. Kompositionsstudium am Kärntner Landeskonservatorium und Abschluss mit Diplom (Auszeichnung) bei Dieter Kaufmann. Obmann der Kärntner Zweigsektion der "Internationalen Gesellschaft für Neue Musik" (IGNM). Gründer und von 1987-1995 Leiter des Vokalensemble VOX NOVA. Seit 1988 als Dirigent mit dem Ensemble Kreativ Aufführung vieler zeitgenössischer Werke im In- und Ausland. 1998 und 2000 Künstlerischer Leiter des Klangspectrum Villach (Internationales Festival für Neue Musik). Seit 2002 Musikalische Projektleitung von neuebuehnevillach
Auszeichnungen (Auswahl) 1983 Förderungspreis des Landes Kärnten für Musik, 1988 Staatsstipendium für Komposition, 1994 Staatsstipendium für Komposition, 2000 Würdigungspreis des Landes Kärnten für Musik, 2006 Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.

Das Team
Regie: Katrin Ackerl Konstantin und Rosalia Krautzer
Komposition: Bruno Strobl
Bühnenbild: Evelin Heregger
Kostüme: Michaela Wuggenig
Darstellerinnen: 10 Frauen nach der Diagnose Brustkrebs:
Die Traumfrauen: Evelyne Andrae, Andrea Assinger, Anna Kollmann
Die Fotofrauen: Sophie Stiegler, Renate Mattersdorfer, Hilde Kern
Die Körperfrauen: Elfriede Wilfling, Anna Kollmann, Elisabeth Krista
Die Brieffrauen: Gerda Kokal, Ida Themesl, Elfriede Wilfling, Anna Kollmann
MusikerInnen: Percussion, Andreas Riegler; Flöten: Birgit Paulikovics-Liebl
Hinweis
Die Regisseurinnen stehen Ihnen gerne für Gespräche/Interviews zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie Termine direkt mit Waltraud Hintermann, nbv (mobil: 0664/4644297)

Service
UA Die Diagnose – fractured borders
Offene Probe: 24. 10. um 19.00 Uhr in der neuebuehnevillach. Eintritt frei!
Premiere am 26. 10. 2007 um 20.00 Uhr
Weitere Termine: 27. 10, 30. 10. (ausverkauft) 1. – 3. 11., 7. - 10. 11. jeweils 20.00 Uhr
4. November Sonntagsmatinée 11.00 Uhr (anschließend Gespräch mit den Darstellerinnen und Regisseurinnen, inkl. Brunch)
Mi 31. 10. und Di 6. 11. 10.00 Uhr jeweils Schulvorstellungen
Karten: 04242/27341 (www.neuebuehnevillach.at)

Beilage
Gespräch mit Katrin Ackerl Konstantin und Rosalia Krautzer

Rückfragehinweis/Interviewanfragen:
Waltraud Hintermann, Administrative Leitung, mobil: 0664/4644297
waltraud.hintermann@neuebuehnevillach.at


 
Presseinformation Franzobel Von Zöllnern und Schmugglern
Uraufführung

 

UA Franzobel ‘Von Zöllnern und Schmugglern’
Regie: Erik Jan Rippmann

Es spielen: Pilar Aguilera, Rüdiger Hentzschel, Franz Robert Ceeh, Katrin Hauptmann, Eva Maria Frank, Stefan Altenhofer, Michael Kuglitsch

Premiere: 20. September 2007
20.00 Uhr in der neuebuehnevillach

Zum Stück:
Loibl, ein älterer Zöllner und Schweißgut, ein jüngerer Zöllner. Die Wirtin Rosl und Natascha, die Schmugglerin. Ein Evidenzleiter. Versammelt in einer Grenzregion, in einem Grenzdorf, genauer gesagt um einen kleineren Grenzposten herum. Der Herr Bundespräsident hat sich zur Inspektion angekündigt. Aber dazu wird es nicht mehr kommen. Der Grenzposten wird geschlossen und in dem Dorf, wo die Zöllner von den Schmugglern leben – oder umgekehrt, bleibt nur mehr die Errichtung ‚eigener Grenzen’.

Wirtin Rosl: „Das ist ja furchtbar. Wenn alles Schicksal ist, kann man selber nichts mehr tun .Man kann sich nur noch fügen. Wenn man es nicht schafft, sich selbst zu ändern, wie soll man dann die Gesellschaft ändern.
Loibl: Du hast Recht, ich ändere. Ich kann was tun. Ich lass mich nicht mehr treiben und schon gar nicht lass ich mich vertreiben. Ich werde selbst eine Grenze errichten und auf eigene Kosten eintreiben. Und Verordnungen werde ich mir ausdenken. Den Loibl-Pass.
Wirtin Rosl: Gibts schon.
Loibl: Dann halt die Loibl-Maut.

In Franzobels ‚Grenzstück’ geht es freilich um mehr als das Ausgrenzen bzw. die Überwindung von Grenzen, es geht in letzter Konsequenz um Identität. (Erik Jan Rippmann, Regie)

Zum Autor:
Franzobel (Bachmannpreis 1995, Nestroy Preis 2005 für "hunt oder der totale Februar"), gilt als einer der erfolgreichsten zeitgenössischen österreichischen Dramatiker, dessen Dramen u. a. im Volkstheater, Burgtheater und Akadamiethaeter, Wien oder im Schauspielhaus Graz aufgeführt werden.
(es stehen mehrere gültige Biografien des Autors zur Verfügung):

1. Franzobel, geboren 1967 im Kinderdorf Spindling, aufgewachsen mit Pippi Langstrumpf und Tom Sawyer in Wartaweng bei Hersching, lebt heute als freischaffender Erfinder von Patenten und literarischen Einfällen in Wien. Franzobel ist aktives Mitglied im Tarock-Club Hernals, Vorstand der Donaldisten Timelkam und eingetragener Polospieler in Buenos Aires. Franzobel hat einen Sohn.

2. Franzobel, gezeugt am Tag des Lattenpendlers in Wembley, geboren während der ersten Frühjahrsrunde 1967, war mit der Hauptschule Lenzing im Schülerligabezirksfinale als Vorstopper. Heute ist er mit einer Argentinierin verheiratet und eingetragenes Mitglied bei den Boca Juniors Buenos Aires. Er hat bereits diverse Fussballspiele kommentiert, ist eng befreundet mit Gogo Golautschnig und spielt in diversen Hobbymannschaften als Ausputzer mit.

3. Franzobel wurde während dem Urfaraner Jahrmarkt in einem Zirkuswagen am 6.6.66 gezeugt und kam am 1.3.67 während dem Schlussapplaus der Premiere von „Mutter Courage“ in der Theaterkantine Linz zur Welt. Seine erste große Leidenschaft war das Kasperltheater, das seine Vorschulzeit bestimmte. Da er ein einsames und eigenbrötlerisches Kind gewesen ist, vergnügte er sich meist damit, seiner im Haushalt tätigen Mutter ganze Kasperlaufführungen nachzuspielen, wobei ihm als Bühne eine alte Schuhschachtel und als Figuren Zwerge aus dem Lind-Kaffee dienten…

Stückauswahl: Mayerling. Volkstheater Wien 2001, Black Jack. forum stadtpark theater 2003, Mozarts Vision. Volkstheater Wien 2003, Schwabradies. Burgtheater. Wien 2003, Wir wollen den Messias jetzt. Akademietheater Wien 2005, Hirschen. Schauspielhaus Graz 2006.

"Franzobels Welt ist verschroben aktuell, zeitgeschichtlich auf dem neuesten Stand und massenpsychologisch vielleicht sogar noch weiter. In deutschen Feuilletons schmückt man ihn mit den Beinamen Worterfindungsmeister, barocker Geschichtenerdenker und Menschenkenner. Fußballmetaphorisch ist der regelmäßig in Argentinien weilende Schriftsteller eindeutig der Goleador der österreichischen Gegenwartsliteratur. Franzobel kreiert einen Erzählstil, der vor skurriler Metaphorik und semantischen Finessen, vor Neologismen und Klangmalereien nur so sprüht und funkelt. Vorsicht: Suchtgefahr!" (Neue Züricher Zeitung)

Erik Jan Rippmann, Regie
Regisseur, Schauspieler und Autor. Seit 2003 Künstlerischer Leiter des Festival Spectrum, 2003-2007 Spielleitung neuebuehnevillach.
Freischaffend u.a. am Schauspielhaus Zürich, Stadttheater Luzern, Volkstheater Wien, dietheater Wien sowie neuebuehnevillach tätig, wo er zuletzt „War Room“ inszenierte.
Spielte neben Serien wie „Vier Frauen und ein Todesfall“ oder „Winzerkönig u.a. in Kinofilmen wie „All the queens men”, „Hexe Lilli“ oder "Die Fälscher" von Stefan Ruzowitzky. Als Autor beim Thomas Sessler Verlag in Wien mit Theaterstücken wie z. B. „Copyright“ vertreten. Dramatikerstipendium des BKA sowie Landeskulturpreis Kärnten /Förderpreis Darstellende Kunst. Nächstes Projekt als Schauspieler im ersten Kinofilm der Videokünstlerin Pippilotti Rist, nach dem gleichnamigen Buch „Pepperminta“. (www.rippmann.com)

Team:
Regie und Raum: Erik Jan Rippmann
Schauspiel: Pilar Aguilera, Rüdiger Hentzschel, Franz Robert Ceeh; Katrin Hauptmann,
Eva Maria Frank, Stefan Altenhofer, Michael Kuglitsch
Kostüme: Michaela Wuggenig
Ton und Licht: Zdenko Pintaric
Bühnenbau: Willi Mosser
Regieassistenz: Astrid Gstrein

Hinweis:
Kontaktdaten (für weitergehende Informationen und Interviewtermine):
www.franzobel.at
Die SchauspielerInnen und der Regisseur stehen Ihnen gerne für Gespräche/Interviews zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie Termine direkt mit Waltraud Hintermann, nbv (mobil: 0664/4644297)

Service
UA ‘Von Zöllnern und Schmugglern’ von Franzobel
Premiere am 20. September 2007 um 20 Uhr in der neuebuehnevillach.
Weitere Termine: 21. und 22. ; 27. – 29. September
30. September Sonntagsmatinée 11.00 Uhr mit SchauspielerInnengespräch;
4. – 6.; 11. – 13.; 17. – 20. Oktober 2007.
Karten: 04242/27341 (www.neuebuehnevillach.at)

Rückfragehinweis/Interviewanfragen:
Waltraud Hintermann, Administrative Leitung, mobil: 0664/4644297
waltraud.hintermann@neuebuehnevillach.at

Stefan David Zefferer, Pressesprecher
mobil: 0676/84826780 stefan.zefferer@linea7.com


 
Eine gewinnbringende Bilanz in vielfältigen Spielarten.
Die neuebuehnevillach - Kärntens einzige Off-Theaterbühne mit Ganzjahresbetrieb - legt für die Spielsaison 2006/07 hervorragende Bilanzzahlen vor. Begeisterte BesucherInnen und österreichweite Anerkennung werten die positiven Ergebnisse zusätzlich auf.

 

Intensives und lebendiges Theater für Kärnten
Elfriede Jelineks ‚Bambiland’, ‚Müllers Büro’ von Niki List, ‚Siddharta’ (Butoh-Tanz und NeueMusikTheater), die Gegenwartsdramen ‚Massenhalter abserviert!’ und Conor McPhersons ‚Shining City’ sowie das 18. Theaterfestival Spectrum 07 mit dem 1. Best of(f) Austria-Theaterpreis und die klassische Tragödie ‚Prometheus’ (im Marmorsteinbruch Krastal) wurden von 10.105 TheaterzuschauerInnen gefeiert und gesehen.
Intendant Michael Weger konnte sein Versprechen ‚Wir wollen für die ZuschauerInnen aus ganz Kärnten mit unserem intensiven und lebendigen Theater zu einem festen Bestandteil ihres sozialen und kulturellen Lebens werden…’ in der vergangenen Spielsaison mehr als einlösen.

‚Best of(f) Austria Theaterpreis’ reüssiert in ganz Österreich
Der im Rahmen des 18. Festival Spectrum erstmals vergebene Preis versammelte die besten Off-Theater Gruppen Österreichs in Villach. Preisgekrönte Produktionen und weniger bekannte Stücke begeisterten das ‚votende’ Festivalpublikum. Aus den sieben herausragenden Aufführungen ging schließlich die Gruppe ‚daskunst’ mit dem hochaktuellen Stück ‚No Man’s Land’ als Gewinner des 1. Spectrumawards 2007 hervor.
Die künstlerischen Leiter Katrin Ackerl Konstantin und Erik Jan Rippmann betonten im Zuge der Preisverleihung die enorme Aktualität der Stücke sowie die Vielfältigkeit und Neuartigkeit der Zugänge zu wesentlichen gesellschaftlichen Phänomenen …
Der Best of(f) Austria Theaterpreis der neuebuehnevillach fand österreichweit ein tolles Echo und wird im Rahmen des 19. Festival Spectrum 2009 seine Neuauflage erleben.

3 Jahre Festspiele ‚Antike Tragödie’ im Marmorsteinbruch Krastal
Die imposante Kulisse des Marmorsteinbruchs im Krastal dient der neuebuehnevillach als Spielstätte für außergewöhnliche Theaterstücke. Klassiker, wie die ‚Orestie’ oder ‚Prometheus’, konnten sich trotz ihrer ‚Schwere und Mühsal’ die Herzen des Publikums sowie die gewaltige Naturkulisse erobern.
9.820 BesucherInnen verfolgten 2005-2007 in der eindrucksvollen Naturarena die Inszenierung hochaktueller ‚antiker’ Stoffe. An die 100 AkteurInnen belebten die Arena und begeisterten Götter und Menschen.

Ausblick - Theater mit Tiefgang
Das Spiel 2007 findet im Herbst 2007 seine Fortsetzung u. a. mit international anerkannten Theatergrößen, wie Werner Schneyder, Silke Hassler (Qualifikationsspiel) oder Franzobel (Von Zöllnern und Schmugglern; Premiere am 20. 9. 2007).

Die neuebuehnevillach und Intendant Michael Weger danken dem großartigen Publikum, den Förderern (Stadt Villach, Land Kärnten, Bundesministerium) und Sponsoren, den KollegInnen der Kulturmedien und allen Partnern und Freunden für die vielfältigen Unterstützungen.

Wir freuen uns mit Ihnen über eine ‚hochpreisige’ Saisonbilanz 2006/07und auf weitere, gewinnbringende Theaterprojekte in vielfältigen Spielarten.

(Service: Premieren im Spielplan Herbst 2007 der neuebuehnevillach: 20. September 07 UA „Zöllner und Schmuggler“ von Franzobel. 26. Oktober 07 UA „Die Diagnose” Angewandtes Theater und NeueMusikTheater. 17.November 07 UA „Qualifikationsspiel“ von Silke Hassler
Abo-Bestellungen: 04242/28 71 64, online: www.neuebuehnevillach.at)





Rückfragehinweis/Interviewanfragen:

Waltraud Hintermann, Administrative Leitung neuebuehnevillach
mobil: 0664/4644297, E-Mail: waltraud.hintermann@neuebuehnevillach.at


 
Prometheus - Menschenfreund im Krastaler Marmorsteinbruch
Episches Schauspiel nach Aischylos unter freiem Himmel im Krastaler Marmorsteinbruch der Firma Lauster GmbH in Zusammenarbeit mit dem KONSE Schauspielensemble

 

Seht mich gefesselten, unglückseligen Gott, den Widersacher des Zeus, verhasst geworden den Göttern, all denen, die die Hallen des Zeus betreten, wegen meiner zu großen Liebe zu den Erdenwesen.

Es spielen unter der Regie von Beda Percht:
Michael Weger (Prometheus), Franz Robert Ceeh (Okeanos), Alexander Mitterer (Hermes), Corinna Wiedenmann (Io), Herbert Brunner (Hephaistos), Chor der Kinder
(StudentInnen des Kärntner Landeskonservatoriums)
Chor des Fühlens (16-köpfige nbv-Antike-Sprechchor)

Premiere: 13. Juni 2007, 20.00 Uhr
powered by STRUSSNIG (15 Vorstellungen)

Archäologie im Steinbruch: Wir finden einen Prometheus, der, indem wir ihn suchen, zunehmend wieder zu leben beginnt. Welche Macht, welche Wucht und auch: was für ein feines Geflecht an Beziehungen, Gefühlen, Lebensfreude. (Beda Percht, Regisseur)

„Prometheus Menschenfreund“, entstanden etwa 460 v. Chr, ist eine freie Bearbeitung des zweiten Teils der „Prometheus“-Trilogie des Aischylos – des „Gefesselten Prometheus“. Wobei die beiden anderen Teile nicht überliefert sind. Es ist ein Epos mit der Macht des Erzählens, des Erzählens einer Biographie, die unsere Kultur geformt hat. Und, das ist hautnah zu erleben, es ist jener Teil der griechischen Mythologie, der direkt in unser
modernes Leben wirkt.
Der Inhalt und die Tragweite des Berichteten berühren das Leben seit einigen tausend Jahren. Prometheus Menschenfreund zeigt die Kraft und die Wucht göttlicher Gefühle, aber mittendrin und zwischendurch singt, immer vernehmlicher, ein noch nacktes Wesen: Der Mensch, aus göttlichen Konflikten
entstanden, aber nicht mehr deren Spielball. Reich beschenkt und schwer beladen.
Davor durchlebt Prometheus, zur Strafe an den Felsen gekettet, seine Konflikte und seine Tragödie (oder Bestimmung, oder Martyrium). Darum geht es.

Das psychoenergetische Feld des Prometheus ist voll von Trauer, Schmerz und Zorn. Dem gegenüber steht eine erschaffende, prometheische (vorausdenkende) Geistes- und Willenskraft. Ein Logos am Beginn der Menschheitsgeschichte. Beide Ebenen, die dem Schicksal ausgelieferte und die das Schicksal formende, beinhaltet die Darstellung des Prometheus. (Michael Weger, Prometheus)

Inhalt
Hephaistos fesselt Prometheus im Auftrag des Zeus. Der Chor tritt auf, um Prometheus beizustehen. Prometheus berichtet vom Kampf gegen Kronos und seiner Unterstützung der Menschen. Okeanos, alter Freund des Prometheus,
will diesen zu einem Gnadengesuch bei Zeus überreden.
Aber Prometheus, wissend, dass Zeus nicht von der Strafe ablassen würde, schickt ihn weg, da Okeanos sich selbst in Gefahr bringen würde. Er erinnert an die Schicksale seines Bruders Atlas und von Typhon. Der Chor kehrt zurück und beklagt Prometheus‘ trauriges Schicksal. Daraufhin erzählt dieser, welches Wissen er den Menschen brachte. Auch prophezeit er, dass Zeus einst abdanken wird und Prometheus erlöst. Io trifft auf ihren Irrwegen auf Prometheus. Als sie erfährt, dass Prometheus über Seherkraft verfügt, bittet sie diesen, ihr die Zukunft weiszusagen, was er auch tut. Ein Nachkomme der Io wird Prometheus einst befreien. Zeus hat jedoch von den Visionen erfahren und schickt Hermes. Als Prometheus sich weigert, Namen preiszugeben, weiß er, dass seine Strafe verschärft werden wird…

Prometheus, der Vordenker ist toll, weil er konsequent das, was er von seinem Herzen her fühlt, trotz aller Leiden durchzieht, weil er vordenkt und so verändert. In unserer Zeit zählt sehr oft nur der eigene Vorteil, so nach dem Motto: Was ich habe, das bin ich. Dem ‚Leiden’ wird aus dem Weg gegangen. Nicht so bei Prometheus ... (Corinna Wiedenmann, Io)

Nach Joseph Beuys 'muss der junge Mensch, um seine Form zu finden durchgeknetet werden'. Das betreffe jedermann und sei ein demokratischer Standpunkt. In diesem Sinn geht es in Prometheus ebenso 'um die Rückkehr der Kunst in ihrer rituellen Form'. (Herbert Brunner, Hephaistos)

Aischylos (Aeschylus, Äschylos)
Geboren wurde Aischylos 525 v.Chr. in Eleusis. Mit der „Orestie Trilogie“ erreichte der 67- jährige den Höhepunkt seines Schaffens. Er gilt als Schöpfer der Tragödie, sein Gesamtwerk soll um die 90 Tragödien umfasst haben, leider sind nur 7 Stück vollständig erhalten. Aischylos starb 456 v.Chr. in Gela auf Sizilien.

Prometheus im Steinbruch: die umwerfende Atmosphäre, das Archaische in diesem Umfeld. Es ist Kultur und Natur pur. (Franz Robert Ceeh, Okeanos)

Faszinierend ist, wie die großen Marmorblöcke, diese riesigen Steinquader auch das Hereinbrechen des Schmerzes symbolisieren. So ist 'Mythos - Wahrheit' und 'Steine sind Träger von Wahrheiten'. (Alexander Mitterer, Hermes)

Textauszug: Du wirst mir weiter zuhören und noch mehr bestaunen / Was für Künste und Übergänge ich erdachte. / Das größte: Wenn einen eine Krankheit befiel, / So gab es keine Abwehr dagegen, weder Speise / Noch Salbe noch Getränk, und aus Mangel an / Arzneien dorrte man geradezu aus – bis ich ihnen / Das Mischen lindernder Stoffe zeigte, / Womit man alle die Krankheiten austreibt./ Und ich ordnete ihnen die vielen Arten der Seherkraft, / Und gewann, als erster, aus den Träumen, was daran / Wahr werden soll, belehrte sie über das / Schwer zu deutende Stimmenhören und die Wegzeichen. / Ich erklärte mit Sorgfalt den Flug der krummkralligen / Vögel, wie sie rechterhand Glück und linkerhand / Unglück verheißen, und was für ein Leben / Ein jeder von ihnen führt, und wer wessen Feind ist, / Und wie sie aufeinander wirken und zusammenpassen… (Prometheus)

Zur Inszenierung im Marmorsteinbruch Krastal
In diesem Jahr wird unter der Regie von Beda Percht in die unvergleichliche Atmosphäre des Steinbruchs eine völlig neue Raumlösung gebaut. Für die ZuseherInnen wird darüber hinaus erstmals eine bequeme Bestuhlung bereitgestellt. Die Inszenierung setzt auch auf Licht und Hoffnung – dem kommt die Anregung zur Kostümgestaltung (Janett Sumbera) durch die in Hamburg laufende Ausstellung „Bunte Götter“ (Rekonstruktionen der Farbigkeit antiker Tempel und Skulpturen) ebenso entgegen wie die Bühne (Ernst Hubmann).
Die Komposition und Musik von Thierry Zaboitzeff (er)füllt, begleitet von Bernhard Kreuzer (Live-Gitarre) in der Choreographie von Anna Maria Müller den marmornen Raum.
Der Chor der Kinder (KONSE Schauspielensemble) und der Chor des Fühlens
(15-köpfige nbv-Antike-Sprechchor) begleiten Prometheus durch die (schweren) Zeiten des Widerstandes gegen die Tyrannei des Übergottes.

SERVICE/VORANKÜNDIGUNG: „Prometheus Menschenfreund“ Episches Schauspiel nach Aischylos. Premiere am 13. Juni 2007 um 20 Uhr im Marmorsteinbruch Krastal.
Stückdauer: bis ca. 22.15 Uhr, eine Pause.
Weitere Termine:
14. – 16. Juni (Regenersatztage: 17. – 18. Juni)
19. – 23. Juni (Regenersatztage: 24. - 25. Juni)
26. Juni – 1. Juli (Regenersatztage: 02. - 03. Juli)
Hotline: (Wetter/Anreise/Info) 0664 / 3916552 oder 0650 / 9865555

Produktionsteam:
Regie: Beda Percht
Mit: Michael Weger, Franz Robert Ceeh, Alexander Mitterer, Corinna Wiedenmann, Herbert Brunner, sowie KONSE Schauspielensemble und nbv-antike-Sprechchor.
Komposition: Thierry Zaboitzeff
Live-Gitarre: Berhard Kreuzer
Choreographie: Anna Maria Müller
Produktionsleitung und Regieassistenz: Waltraud Hintermann
Kostüme: Janett Sumbera
Kostümassistenz: Michaela Wuggenig
Maske: Elisabeth Clemens
Bühne und technische Leitung: Ernst Hubmann
Licht: Manfred Kratochwill
Ton: Zdenko Pintaric

Rückfragehinweis/Interviewanfragen:
Waltraud Hintermann, Administrative Leitung neuebuehnevillach
mobil: 0664/4644297, E-Mail: waltraud.hintermann@neuebuehnevillach.at



 
18. Theaterfestival Spectrum 2007
Best of[f] Austria Theaterpreis von 27.04. bis 19.05.2007

 

„Besser als wir“

Intendanz: Michael Weger
Künstlerische Leitung: Katrin Ackerl Konstantin und Erik Jan Rippmann

Die Teilnehmer:
Theater Kosmos, Bregenz – Aktionstheater Ensemble, Vorarlberg/Wien –
toxic dreams, Wien – dramagraz, Graz – daskunst, Wien – Theater Tanto, Wien –
Theater im Bahnhof, Graz

Spectrum-Eröffnung:
27. April 2007, 18.00 Uhr neuebuehnevillach

Was ist das „Beste“? Was ist Ihr „Bestes“? Wie wird das „Beste“ definiert“?
Das neue Spectrumfestival lädt die ZuschauerInnen ein, spielerisch über diese Begrifflichkeiten nachzudenken. Sieben österreichische off-Theatergruppen stellen sich jeweils 2 Abende lang einem kritischen Publikum. Nach jeder Vorstellung werden die ZuschauerInnen gebeten ihr Voting, ihre Bewertung anonym abzugeben. Die Bewertung reicht von 1=wenig Zuspruch bis 10= am meisten Zuspruch.

Der Award
Die Gruppe mit dem meisten Zuspruch wird als „Beste“ mit einem Spectrumaward in Höhe von Euro 5.000,-- ausgezeichnet, der am 19. Mai 2005, im Anschluss an die letzte Vorstellung (ca. 22.00 Uhr) verliehen wird.

Ein neues Spectrum
Das 18. Theaterfestival Spectrum präsentiert sich als ein neues Spectrumfestival, das den Austausch von neuem Theater zwischen den Bundesländern verstärken soll und dem Publikum die Vielfalt des gegenwärtigen Theaterschaffens in Österreich näher bringen will.

Aktualität und Gegenwärtigkeit
Wir haben in unserer Vorauswahl den Scheinwerfer auf das „Off“ gerichtet und auf Gruppen abseits eines Trends, einer bekannten Theaterform und einer gängigen Stückrezeption. Die Themen, die dabei auffallen sind getragen von hoher gesellschaftlicher Aktualität und Gegenwärtigkeit. Dieses Theaterfestival zeigt eine heimische Off-Theaterwelt, die Sand ins Getriebe bringt und neue Perspektiven aufzeigt.

Off-Theatergruppen aus Wien, Bregenz und Graz

Nipple Jesus von Nick Hornby / Theater Kosmos (Bregenz)
Nipple Jesus ist eine Geschichte über Kunst und Kommunikation, über Auf- und Absicht. Es handelt sich um einen Bühnenmonolog, eine Geschichte über einen Nachtclub-Rausschmeißer, der zu einem Museumswärter wird und, in einem psychologisch äußerst spannend aufbereiteten Ablauf, ein umstrittenes Bild zu lieben und zu verteidigen beginnt.
Ein Stück beste Kunst.

„URT“ von Andreas Staudinger / Aktionstheater Ensemble (Vorarlberg/Wien)
„URT“ ist ein absurd komisches, musikalisch – theatrales Bühnenereignis über Sprachgrenzen, Ortstafeln verrücken und andere Stammesrituale, ein Versuch, Kärntens germanische Urgeschichte durch Archäologen einer slowenischen Mehrheitsgesellschaft ausgraben zu lassen und Deutsch als schwer entzifferbare Fremdsprache auf merkwürdigen „Ortstafeln“ zu entdecken.
Ein Stück bester Ort.

VANJA 1 nach Cechovs Onkel Wanja / toxic dreams (Wien)
Vanja 1 ist die erste von insgesamt drei Inszenierungen, die sich am Beispiel von Anton Cechovs Onkel Wanja mit dem Realismus auseinandersetzen und nach einer zeitgenössischen Theatersprache dafür suchen will, die mit unserer Realität heute und hier zu tun hat.
Ein Stück beste Realität.

Kassandra – laments af the balkans / dramagraz (Graz)
Die Interpretation des Klagelieds für 23 Verstorbene ist Kassandra. In der griechischen Mythologie ist sie Tochter des Priamos und der Hekabe. Da Kassandra die Liebe des Apollon nicht erwiderte, erhielt sie von ihm zwar die Gabe der Weissagung, aber mit dem Zusatz, damit nie Glauben zu finden. In Kassandra haben die sehr oft den Verstorbenen persönlich gewidmeten Klagelieder einen vorbeugenden Effekt, die sie vom Sturz ins Wasser bewahren und wie ein guter Wunsch auf ihrem Weg über das Wasser begleiten sollen.
Ein Stück beste Tragödie.

No Mans’s Land von Daniel Tanovic / daskunst (Wien)
Wir befinden uns mitten im bosnisch-serbischen Krieg an der Front. Im Schutze der Nacht macht sich die bosnische Frontverstärkung auf den Weg zum Schützengraben. Wegen dichtem Nebel müssen die Männer jedoch auf den Tagesanbruch warten. Später. Die Felder sind vermint und der Feind schläft nicht. Schutzlos sind die Bosnier dem Kugelhagel ausgesetzt.
Ein Stück bester Krieg.


Untergrund / Theater Tanto (Wien)
Soziologische und kulturwissenschaftliche Texte, sowie Haruki Murakamis Interview mit den Opfern und Tätern des Giftgasanschlags der Aum-Sekte auf die Tokioter U-Bahn 1995 bildeten den Ausgangspunkt der Produktion. Durch den verheerenden Anschlag starben 12 Menschen und es gab über 5.500 zum Teil Schwerverletzte. Nach dem Anschlag geht die Polizei schließlich massiv gegen die Aum-Sekte vor und verhaftet zahlreiche Mitglieder.
Ein Stück bester Untergrund.

Die Arland Mysteries / Theater im Bahnhof (Graz)
Im Zentrum steht die vorerst alltägliche Familiensituation einer Alleinerzieherin mit drei Kindern und vielen Jobs. Man sieht ihren Kampf ums Überleben. Die Kinder haben paranormale Fähigkeiten. In ihrem Umfeld kommt es immer wieder zu mysteriösen Vorfällen. Menschen verschwinden in der Mur oder sterben – eines nur nach außen hin – natürlichen Todes.
Ein Stück beste Stadt.

Spieltermine/Festivalplan (alle Vorstellungen in der neuebuehnevillach):

Nipple Jesus von Nick Hornby / Theater Kosmos (Bregenz)
27.4. 19.00 Uhr und 21.00 Uhr
28.4. 20.00 Uhr
„URT“ von Andreas Staudinger / Aktionstheater Ensemble (Vorarlberg/Wien)
02.5. 20.00 Uhr
04.5. 20.00 Uhr
VANJA 1 nach Cechovs Onkel Wanja / toxic dreams (Wien)
07.5. 20.00 Uhr
08.5. 20.00 Uhr
Kassandra – laments af the balkans / dramagraz (Graz)
10.5. 20.00 Uhr
11.5. 20.00 Uhr
No Mans’s Land von Daniel Tanovic / daskunst (Wien)
13.5. 20.00 Uhr
14.5. 20.00 Uhr
Untergrund / Theater Tanto (Wien)
15.5. 20.00 Uhr
16.5. 20.00 Uhr
Die Arland Mysteries / Theater im Bahnhof (Graz)
18.5. 20.00 Uhr
19.5. 20.00 Uhr

Service:
Spectrum Festivaleröffnung
27. 4. 2007 um 18 Uhr in der neuebuehnevillach.
Preisverleihung Spectrumaward
19. 05. 2007 ca. 22.00 Uhr.
Achtung: spectrumcard (Einheitspreis 70,-- Euro für 7 Vorstellungen)
Karten: 04242/27341 (www.neuebuehnevillach.at)

Hinweis: ‚FINNWORKS’
Die Künstler Gerhard Fillei und Joachim Krenn widmen sich mit ihrer „Besser als wir – Installation“, welche den ganzen Festivalzeitraum in und um die neuebuehnevillach zu sehen sein wird, spielerisch dem Thema „Besser sein“ und werfen damit einige Fragen auf.

Team:
Intendant Michael Weger
Festivalleitung: Katrin Ackerl Konstantin, Erik Jan Rippmann
und das Team der neuebuehnevillach


Rückfragehinweis/Interviewanfragen:
Waltraud Hintermann, Administrative Leitung
mobil: 0664/4644297
waltraud.hintermann@neuebuehnevillach.at

Stefan David Zefferer
Pressesprecher
mobil: 0676/84826780
stefan.zefferer@linea7.com


 
Mizzilieder
Ein musikalisches Kabarett in Co-Operation mit neuebuehnevillach

 

Buch: Daniela Gaets.
Bearbeitung und Regie: Marion Dimali.
Musik: Alexander Bestereimer

Termine: 18. 4. bis 21. 4. 2007

Gnadenlos grandiose Zukunft …
Mit einer kunterbunten Mischung aus Liedern quer durch alle Musikstile, erzählen uns Daniela Gaets und Marion Dimali die Geschichte zweier Hausangestellten, die die Hoffnung auf eine große Zukunft noch nicht verloren haben.
Ein Bahnsteig, ein Koffer, ein vergessener Zahlencode, ein verpasster Zug und knapp 74 Minuten, bis der nächste kommt. Zeit genug um das bisschen Vergangenheit Revue passieren zu lassen und von einer gnadenlos grandiosen Zukunft zu träumen...

Marilyn: Fahren wir in den Süden!
Michelle: In den Süden fährt man nur, um sich zu entspannen, um sich auszuruhen, wenn man alles schon hinter sich hat.
Marilyn: Ja, aber für die Selbstfindung ist das gut.
Michelle: Marilyn, wir wissen wo wir sind. Auf einem Bahnsteig. Du bist hier, ich bin hier. Wir müssen uns nicht finden, vertrau mir.

Daniela Gaets
Geboren in Wien, aufgewachsen im hinteren Bregenzer Wald. Schauspielausbildung im Lee Strasberg Studio in New York. Lebt in Wien.
Bühnendarstellerin im Schlosspark Theater Berlin, Volkstheater, Josefstadt, Graumann Theater, Theater in der Drachengasse, die Theater Künstlerhaus und diversen anderen Bühnen Wiens sowie im Festspielhaus in Bregenz, Heunburg/Kärnten und neuebuehnevillach.
Fernsehdarstellerin in (Auswahl) „Kommissar Rex“, „Schlosshotel Orth“, „Medicopter“, „Die Helden“, „Fieber“; Filme mit Xaver Schwarzenberger, Robert Dornhelm, Thomas Roth u. a.

Marion Dimali
Geboren und aufgewachsen in Klagenfurt. Gesangsausbildung am Klagenfurter Konservatorium und in Wien. Späterhin: Schauspiel und der Regie.
Engagements im Wiener Kabarett Simpl, Graumann Theater, Theater in der Drachengasse, die Theater Künstlerhaus und Musicalfestival in Bruck/Leitha unter Josef E. Köpplinger.
Regisseurin im Bereich Musiktheater („Il barbiere di sevilla“, „Die goldne Meisterin“), Kabarett und Komödie (z.B.: mit „Theater ExAkt“ in Kärnten oder „On the Soap“, „Es war die Lerche“, „Gatte gegrillt“, „Flugangsthasen“) und Tragödie („Performing Penthesilea“) im In- und Ausland. Seit Jahren intensive Zusammenarbeit mit Solokünstlern wie Linde Prelog, Sigrid Hauser, Emanuela Thurner und Nadja Maleh.

Service:
Premiere: 18. 4. 2007, 20.00 Uhr neuebuehnevillach
Weitere Termine: 19. 4. bis 21. 4. 2007
Karten: 04242/27341 (www.neuebuehnevillach.at)

Rückfragehinweis/Interviewanfragen:
Waltraud Hintermann, Administrative Leitung
mobil: 0664/4644297
waltraud.hintermann@neuebuehnevillach.at


 
ÖEA Shining City von Conor McPherson

 

Presseinformation
ÖEA Shining City von Conor McPherson
Regie: Georg Clementi

Es spielen: Julia Urban, Wolfgang Klivana, Andreas Puehringer, Martin Schinagl; Anna Eisendle, Gerti Kleewein

Premiere: 9. März 2007 20.00 Uhr
neuebuehnevillach

Ian, ein ehemaliger Priester empfängt in seiner Therapie-Praxis einen neuen Patienten: John. Dieser sucht seine Hilfe, weil er den Geist seiner Frau gesehen hat, die vier Monate zuvor bei einem Autounfall ums Leben gekommen war. John leidet unter Schlafstörungen und ist voller Schuldgefühle, hat er doch kurz vor dem Tod seiner Frau versucht, eine Affäre zu beginnen...

„Irgendwie hatte ich das Gefühl, ich könnte hinter die Dinge schauen, so als ob alles nur
Kulisse ist, wohin ich auch ging. Auf irgendeine verrückte Art und Weise dachte ich wohl, etwas anderes sei meine Realität!“ (John)

Ian vermag kaum auf die Nöte seines Patienten einzugehen. Er lebt seinerseits gerade in Trennung von seiner Frau und ist dabei, seinen lang unterdrückten homosexuellen Bedürfnissen nachzugeben.
Was als ungewöhnliche Begegnung zweier unterschiedlicher Menschen beginnt, entwickelt sich für beide schnell zu einem verzweifelten Kampf zwischen der Zukunft und der Vergangenheit, zwischen Lebenslüge und schmerzlicher Wahrheit, zwischen Leben und Tod.

„Das ist wichtig. Jemand sieht was, und es macht nichts aus. Jemand anderer sieht was, und ... es ist das Ende der Welt ...“

„Ich kam mir vor wie ein Schauspieler, in meinem eigenen Leben, ich spielte nur eine Rolle in einem Stück, das einem gar nicht wirklich vorkam, oder jedenfalls nicht so wirklich wie ... ich meine, das ist doch verrückt, oder?“ (John)

Conor McPherson hat mit Shining City ein beeindruckendes, neues Theaterstück geschrieben, das nicht zuletzt sprachlich überzeugt: In mehrfach gebrochenen Dialogen und Monologen unterstreicht er zum einen das zentrale Thema gestörter Kommunikation, zum anderen liefert er ein faszinierendes und vielschichtiges Portrait zweier Menschen, die jeder für sich mit ihrem alten Leben brechen und ein neues beginnen müssen, um zu überleben ...

„Shining City ist ein Stück über Menschen, die mit ihrem Schicksal hadern. Ihrem Schicksal als Liebende, ihrem finanziellen Schicksal. Es sind verlorene Figuren in einer harten Welt.
Die Leistung des Autors – und unsere Herausforderung - ist es, eine große Identifikationsfläche für die ZuseherInnen zu bieten. Wir können mit den Figuren leiden und über sie lachen. Vor allem aber ein tröstendes Prinzip erkennen: Nichts bleibt wie es ist. Das Leben ist Veränderung.“ (Georg Clementi, Regisseur)

„Mit Shining City hält die Theaterform des ‚filmischen Realismus’ in einem zutiefst menschlichen Stück in der neuebuehnevillach Einzug“ (Michael Weger, Intendant)


Zum Autor
Der irische Autor und Regisseur Conor McPherson wurde 1971 in Dublin geboren und studierte dort Philosophie am University College. Bereits während des Studiums begann
er Theaterstücke zu schreiben und Regie zu führen. Er ist Mitbegründer der Theatergruppe „The Fly by Night Theatre Co.“. Sein Stück „Das Wehr“ brachte ihm 1997 den Durchbruch am Royal Court Theatre in London, bevor es sehr erfolgreich am Broadway lief. Mit „Dublin Carol“ feierte das Royal Court seine Wiedereröffnung Anfang 2000. Seine Verbundenheit mit der Bühne wurde 2004 wiederholt unterstrichen, als hier sein neuestes Werk „Shining City“ in einer Koproduktion mit dem Gate Theatre Dublin unter McPhersons Regie uraufgeführt wurde. Er lebt und arbeitet zurzeit in Dublin, Irland.
2006 Nominierung für den Tony Award für „Shining City“.


Georg Clementi, Regie
Schaupieler, Liedermacher, Regisseur. 5 Jahre Ensemblemitglied des Salzburger Landestheater. Ab 1999 Schauspielengagements u.a. in Bozen, Salzburg und Turin.
Seine Inszenierungen sind von großem musikalischem Rhythmus und einer sehr klaren dramaturgischen Struktur geprägt . Zuletzt inszenierte er für die neuebuehnevillach „Riverside Drive“ von Woody Allen in Koproduktion mit dem Schauspielhaus Salzburg.


Team:
Regie: Georg Clementi
Schauspiel: Julia Urban; Wolfgang Klivana, Andreas Puehringer, Martin Schinagl;
Anna Eisendle, Gerti Kleewein
Bühnenbild: Andreas Lungenschmid
Kostüme: Michaela Wuggenig
Ton und Licht: Zdenko Pintaric
Bühnenbau: Willi Mosser
Regieassistenz: Martin Schinagl


Hinweis:
Die SchauspielerInnen und der Regisseur stehen Ihnen gerne für Gespräche/Interviews zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie Termine direkt mit Waltraud Hintermann, nbv
(mobil: 0664/4644297)

Service
ÖEA Shining City von Conor McPherson
Premiere am 9. März 2007 um 20 Uhr in der neuebuehnevillach.
Weitere Termine: 10. und 14. – 17. März
18. März Sonntagsmatinée 11.00 Uhr mit SchauspielerInnengespräch;
21. – 24. März und 28. – 31. März; 3. – 5. April 2007.
Karten: 04242/27341 (www.neuebuehnevillach.at)

Rückfragehinweis/Interviewanfragen:
Waltraud Hintermann, Administrative Leitung
mobil: 0664/4644297
waltraud.hintermann@neuebuehnevillach.at


 
Der Tod des Empedokles
von Friedrich Hölderlin in einer Bearbeitung von Dževad Karahasan (Idee) und Herbert Gantschacher (Dramaturgie)

 

Presseinformation

ARBOS – Gesellschaft für Musik und Theater in der neuebuehnevillach

Der Tod des Empedokles

von Friedrich Hölderlin in einer Bearbeitung
von Dževad Karahasan (Idee) und Herbert Gantschacher (Dramaturgie)

Musik von Viktor Ullmann und Wolfgang Danzmayr

Es spielen:
Ramesh Meyyappan (Empedokles) Markus Rupert (Hermokrates, Bauer, Chor), Rita Hatzmann (Panthea, Chor) und Werner Mössler (Pausanias, Delia, Chor)
Musiker: Gundl Aggermann, Rupert Bergmann, Horst Dittrich, Alfred Melichar

UA Kärntenpremiere: 22. Februar 2007
neuebuehnevillach

Friedrich Hölderlins (1770 – 1843) Trauerspiel „Der Tod des Empedokles“ ist unvollendet geblieben. Es existieren nur Fragmente in handschriftlicher Form. Von 1797 bis 1800 sind drei fragmentarische Fassungen entstanden sowie der sogenannte Frankfurter Plan aus dem Jahr 1797. Hier legt Hölderlin klar die Struktur des Trauerspiels vor. Ausgehend von diesem Plan bearbeitet nun der Dichter Dževad Karahasan (in Zusammenarbeit mit dem Regisseur) das Trauerspiel und fügt Teile aus den drei Fragmenten dem Frankfurter Plan entsprechend ein. Eine wesentliche Komponente in dieser Fassung von Karahasan wird die Musik spielen. „Es ist die tiefste Innigkeit, die sich im tragischen dramatischen Gedicht ausdrückt“, schreibt Hölderlin in seinen Überlegungen zum allgemeinen Grund des Trauerspiels. Nichts vermag dies besser auszudrücken als Musik. Diese Musik stammt vom österreichischen Komponisten Wolfgang Danzmayr, die sich mit Kompositionen von Viktor Ullmanns Hölderlin-Vertonungen auseinandersetzt. Ullmann hatte sich im Konzentrationslager Theresienstadt 1943 intensiv mit der Poetik Hölderlins beschäftigt.

Hauptperson des Hölderlinschen Trauerspiels ist der griechische Naturphilosoph Empedokles aus Akragas (Agrigent), der um 500 v. Chr. geboren wurde und um 430 v. Chr. starb. Nach einer Legende soll er sich in den Ätna gestürzt haben.

Von der Bevölkerung Agrigents wird Empedokles fast vergöttert. Der Philosoph jedoch lebt in seiner eigenen Welt. Der Harmonie, in der Empedokles mit der größeren Natur, mit den geschichtlich wirksamen Kräften schlechthin lebt, steht sein negatives Bild des Volkes von Agrigent entgegen, dessen Leben von unmittelbaren Alltagsbedürfnissen beherrscht wird und das keinen Blick für jene höhere Ordnung des Lebens hat. Mit der Gottverlassenheit des Volkes ist zugleich aber dessen grundsätzliche Unmündigkeit bezeichnet, wodurch es nicht in der Lage ist, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Aufgrund seiner Führungskraft im Volk gerät Empedokles in Konflikt mit den etablierten Herrschern Agrigents, allen voran dem Priester Hermokrates; er verbannt Empedokles schließlich aus der Stadt, worauf dieser zusammen mit seinem Schüler Pausanias auf den Ätna wandert und sich in den Krater stürzt.
Wie kein anderer vereinigt der Autor hier erneut die philosophischen, ästhetischen und politischen Diskurse seiner Zeit, die in der Bühnenfassung von Karahasan und Gantschacher auch Bezüge zum 20. und 21. Jahrhundert herstellt. Empedokles wendet sich explizit gegen die missbräuchliche Verwendung der Begriffe „Vaterland“ und „Heimat“. Gerade im 20. und 21. Jahrhundert führten und führen der Missbrauch dieser Worte zu Nationalismen (in weiterer Folge zu grausamen Kriegen) und auch zum Nationalsozialismus und Neonationalisozialismus (in weiterer Folge zur Beseitigung anderer Menschen bzw. in der brutalen Nazidiktatur zum Holocaust).

Hinweis:
In der Rolle des Empedokles ist Ramesh Meyyappan zu sehen, der im Jahr 2003 zum Schauspieler des Jahres in Singapur nominiert worden ist.

Ensemble/Stab
Inszenierung, Bühne und Produktion: Herbert Gantschacher
Musikalische Leitung: Wolfgang Danzmayr
Kostüme: Sanzaba Dimna
Lichtgestaltung: Bidpai
Mit: Rita Hatzmann, Ramesh Meyyappan, Werner Mössler und Markus Rupert.
Musik: Gundl Aggermann, Rupert Bergmann, Horst Dittrich, Alfred Melichar.

Service
UA Kärntenpremiere
Der Tod des Empedokles
Premiere am 22. Februar 2007 um 20 Uhr in der neuebuehnevillach.
Weitere Termine: 23. und 24. Februar
Karten: 04242/27341 (www.neuebuehnevillach.at)

Rückfragehinweis/Interviewanfragen:
Waltraud Hintermann, Administrative Leitung
mobil: 0664/4644297
waltraud.hintermann@neuebuehnevillach.at

Stefan David Zefferer
Pressesprecher
mobil: 0676/84826780
stefan.zefferer@linea7.com


 
UA Massenhalter abserviert!
Eine makaber zeitkritische Zukunftssatire Regie: Michael Weger

 

Presseinformation

In den Töpfen dampft es schon ...

UA Massenhalter abserviert!
Eine makaber zeitkritische Zukunftssatire
Regie: Michael Weger



 
Im Rampenlicht steht der Mensch! Jahresprogramm 2007

 

Presseinformation

Im Rampenlicht steht der Mensch!
Die Scheinwerfer der neuebuehnevillach beleuchten in der Spielsaison 2007 literarische, progressive, kritische und polarisierende Stücke.



 
Müllers Büro - Das Musical von Niki List

 

Presseinformation

Müllers Büro – Das Musical
von Niki List

Einer Koproduktion mit dem Theater Metropol, Wien
Buch und Regie: Niki List
Musik: Freddy Gigele, Peter Janda, Lothar Scherpe



 
Siddhartha (MusikTanzTheater)
Musik und Libretto (frei nach Hermann Hesse) von Bruno Strobl Choreografie von Daniela Cross

 

Presseinformation



 
Elfriede Jelinek Bambiland
Elfriede Jelinek Literaturnobelpreisträgerin 2004 eröffnet mit Bambiland die Herbstsaison der neuebuehnevillach in der Kulturhalle der Firma sto in Villach

 

Pressevorinformation
Premiere: 22. September
Unter der Regie von Katrin Ackerl Konstantin spielen:
Andrea Pörtsch, Alexander Mitterer, Erik Jan Rippmann



 
Die Orestie - Totenspende und Eumeniden nach Aischylos
Antike Tragödie

 

Presseinformation

Antike Tragödie
Die Orestie
Totenspende & Eumeniden nach Aischylos



 
UA War Room
Politsatire von Erik Jan Rippmann

 

Presseinformation/Presseeinladung:
UA „War Room“
Politsatire von Erik Jan Rippmann
in der neuebuehnevillach
es spielen: Kathrin Beck, Doris Hindinger, Proschat Madani
Regie: Erik Jan Rippmann
Premiere: 29. April 2006




 
30 Jahre Kellertheater Villach - ein Fest

 

30 Jahre Kellertheater Villach
am Sonntag, dem 30. April 2006, um 11.00 Uhr
in der neuebuehnevillach

 
ÖEA Riverside Drive von Woody Allen
Premiere: 11. 3. 2006

 

Koproduktion Schauspielhaus Salzburg und neuebuehnevillach
Österreichische Erstaufführung
Mit: Judith Brandstätter, Hans Danner, Alexander Kratzer
Regie: Georg Clementi



 
Nach der Probe von Ingmar Bergman
In Coproduktion mit dem Wald4tler Hoftheater in der neuebuehnevillach

 

Ein Blick hinter die Kulissen des Theaters...
Österreichische Erstaufführung
Mit: Daniela Gaets, Katrin Lampe und Peter Uray
Regie: Ludwig Wüst
Bühne & Licht: Erich Uiberlacker
Kostüm & Maske: Doris Homolka

Premiere: 18. Februar 2006

... sowie auf die Ab- und Umwege des Schauspielberufs und des Alterns.



 
Die Beichte von Felix Mitterer
mit Maximilian Achatz und Alexander Mitterer Inszenierung/Bühnenbild: Klaudia Reichenbacher Gastspiel des Theaters WalTzwerk und Theater Kaendaceneuebuehnevillach 8. – 11. Februar 2006

 

„Die Beichte“ handelt von der beinharten Abrechnung eines Mannes mit einem Priester, der ihn einst sexuell missbraucht hat. Dazu kommt seine eigene Schuld.


 
ACHTUNG! P R O G R A M M Ä N D E R U N G
„Der Tod des Empedokles“ kann wegen der Erkrankung von Ramesh Meyyappan nicht gespielt werden und wird auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

 

Dafür wird vom 1.–4. Feber jeweils um 20 Uhr
ELIAS CANETTI „DER OHRENZEUGE“ gespielt.
Gastspiel in der neuebuehnevillach
Musik von Herbert Lauermann




 
nbv-Stilmix für alle Zielgruppen

 

Die neuebuehnevillach öffnet auch in der Spielsaison 2006
ihre Türen für große und kleinere Theaterträume,
an die man auch glauben kann und lädt sie dazu herzlich ein.

 
UA „Orlando“ nach Virginia Woolf

 

Erleben Sie einen multimedialen Tanztheaterabend als poetische Reise durch Raum und Zeit anhand einer unsterblichen Biographie.
Ein Abend nach dem gleichnamigen Roman von Virginia Woolf
mit Janet Rühl als Orlando, Arnd Müller als Shelmerdine und Julia Hechenblaikner als Sascha.

Regie, Konzept, Film: Katrin Ackerl Konstantin
Choreographie, Konzept- u. Filmmitarbeit: Andrea K. Schlehwein

Premiere am 19. November

 
Kindertheater „Jocko & Ferdinand - eine unvergessliche Geschichte übers Vergessen“

 

von Uli Brée und Eva Tinsobin, Musik: Franz Dorfner
Ein Theaterstück für Kinder ab 5 Jahren mit Frankie Feutl
Regie: Martin Schinagl

Premiere am 15. November um 10.00 Uhr
in der Volksschule Feld am See


 
Wenn das Fremde zum „Sicherheitsrisiko“ wird: Uraufführung von „Gastmahl“ in der neuebuehnevillach

 

Musik von Herbert Grassl, Hossam Mahmoud und Bruno Strobl / Libretto von Dževad Karahasan / Regie Herbert Gantschacher / Premiere am 28. Oktober

 
Kabarettist I Stangl präsentiert neues Programm in der neuebuehnevillach

 

Kärnten-Premiere am 19. Oktober

 
„Untertagblues

 

Neuestes Werk von Peter Handke hat am 17. September Premiere in der neuebuehnevillach



 
ORF-Aufzeichnung und Wiederaufnahme von „Ohio…? – Wieso?!“ in der neuebuehnevillach

 

Gastspiele im Wiener Theater Metropol und Wald4tler Hoftheater fixiert

 
17. Internationales Theaterfestival Spectrum: Produktionen aus der Schweiz und Russland präsentieren virtuose Bilderwelten

 

Eine Lagerhalle ist Schauplatz der beiden spartenübergreifenden Produktionen „Gopf“ und „Once“


 
17. Internationales Theaterfestival Spectrum startet mit griechischer Tragödie „Agamemnon“ im Marmorsteinbruch Krastal

 

Neue Spielstätte der Firma Lauster Natursteine GmbH wird am 4. Juni offiziell eröffnet

 
17. Internationales Theaterfestival Spectrum präsentiert sich als „Fest für die Sinne“
Antiker Auftakt mit griechischer Tragödie „Agamemnon“ im Marmorsteinbruch Krastal am 4. Juni

 



 
Virtuosen der Neuen Musik am 8. und 9. April in der neuebuehnevillach

 



 
OHIO - WIESO?!
Gabriel Barylli inszeniert die Uraufführung seines neuen Gesellschaftsstücks in der neuebuehnevillach

 

mit Kathrin Beck, Alexandra Maria Timmel, Erik Jan Rippmann und Michael Weger

 
„Die unterbliebenen Worte“ – Uraufführung von Rupert Henning zum Thema Gewalt, Schule, Gesellschaft
Gegenwartsdrama mit Mercedes Echerer und Matthias Stein hat am 25. Februar Premiere in der neuebuehnevillach

 



 
Präventivtheater der neuebuehnevillach thematisiert sexuellen Kindesmissbrauch
Kindertheater „Du bist doch mein Freund?!“ nach Rundreise in 25 Kärntner Volksschulen ab 17. Februar in der neuebuehnevillach

 



 
Komödie „Plan B“ von und mit Uli Brée als Silvester-Doppelpremiere

 

Uli Brée spielt gesellschaftlichen Außenseiter und nimmt Zuschauer der neuebuehnevillach (nbv) als „Geiseln“


 
Große Namen, heiße Themen: Saison 2005 bringt fünf Uraufführungen an der neuebuehnevillach

 

Uraufführung von Rupert Henning thematisiert Amoklauf eines Jugendlichen - Gabriel Barylli inszeniert Uraufführung seiner neuen Beziehungskomödie – „Untertagblues“ von Peter Handke im Herbst



 
neuebuehnevillach entführt Publikum in die phantastischen Welten des Wilhelm Busch

 

Kärntner Tänzerin Anna Hein in Uraufführung
„Es grunzen die Engel, die Schweine, sie singen“ -
Komposition von Peter Herbert und Wolfgang Mitterer


 
neuebuehnevillach und Kärntner Volksschulen arbeiten bei der Prävention von sexuellem Missbrauch Hand in Hand

 

Kindertheater „Du bist doch mein Freund?!“ auf Rundreise in 25 Kärntner Volksschulen

 
Uraufführung „End!happy?“: Jugend ohne Perspektiven?

 

Zweite Produktion des Jugendensembles der neuebuehnevillach – Theater von und für Jugendliche

 
Erwin Steinhauer und Rupert Henning erstmals „nah dran“ in der neuebuehnevillach

 

Voraufführung „Freundschaft – eine total politische Privatangelegenheit“ startet am 20. Oktober –
Alle Termine bereits seit Tagen ausverkauft


 
„Helikopter Streichquartett“ der Salzburger Festspiele 2003 gastiert in der neuebuehnevillach

 

Erstes Konzert des international renommierten
Stadler-Quartetts in Kärnten – Neuer Höhepunkt in der Sonderreihe Neue Musik

 
Kärnten-Premiere von ARBOS in der neuebuehnevillach

 

„Weißer Schnee bedeckt des Lebens Röte“ am 9. Oktober


 
neuebuehnevillach startet
mit „Passion“ in die Herbstsaison

 

Uraufführung „Passion – ein weiblicher Kreuzweg“ thematisiert die Rolle der Frau in Religion und Gesellschaft



 
Komödienspiele Porcia gastieren wieder in der neuebuehnevillach

 

Vorjahresproduktion „Der letzte der feurigen Liebhaber“ ab 8. Juni in der neuebuehnevillach

 
Kosmopoliten der neuen Musik in der neuebuehnevillach

 

Neue Musik Konzert mit Wolfgang Panhofer (Violoncello)
und Jernej Brence (Violine) am 15. Mai



 
Klon-Experimente in der neuebuehnevillach

 

Skurrile Gesellschaftssatire „Copyright“ wird am 8. Mai uraufgeführt

 
„amnesty“: Wiederaufnahme eines Erfolges

 

Experimentelles Theaterstück „amnesty“ ab 23. April wieder auf dem Spielplan der neuebuehnevillach

 
„Selbstbewusst Waschlapp sein“ – Soloprogramm von I Stangl zwischen Kabarett und Lebenshilfe

 

I Stangl am 16. April in der neuebuehnevillach

 
„Elling“: humorvolle Expedition in das Abenteuer Alltag startet am 18. März in der neuebuehnevillach

 

Die Bühnenfassung des erfolgreichsten norwegischen Films kommt nach Villach.

 
„Und die Schatten fallen hinter dich“ von Manuela Daleth - Uraufführung der neuebuehnevillach zum tabuisierten Thema des sexuellen Missbrauchs

 

Neues Stück der Erfolgsautorin von „Vergiss nicht, dort ist die Tür“ - Publikumsgespräch am 21. Februar im Theater - Ausstellung mit Bildern von Arnold Kreuter aus dem Probenprozess im Theaterfoyer

 
Journal 01/2004 als PDF downloaden
Als besonderes Service können Sie die aktuelle Ausgabe des neuebuehnevillach-Journals auch im PDF-Format runterladen.

 



 
join the team: Plakat der Produktion
Helfen Sie uns, die neuebuehnevillach und ihre Produktionen noch bekannter zu machen.

 



 
Clarelectric: Neue Musik Konzert mit Petra Stump und Heinz-Peter Linshalm am 7. Februar

 

Klarinettenklänge verbinden sich mit ihrem
elektronischen Schatten zu neuen Klangdimensionen.

 
Produktionen der neuebuehnevillach laufen in Wien

 

"Das Tiermensch" ab 27. Jänner im dietheater Künstlerhaus - "Ben Hur" ab 18. Februar im Wiener Rabenhof Theater - Proben der ersten Uraufführung des Jahres laufen auf Hochtouren

 
Nestroy-Preisträger Georg Staudacher inszeniert wag(en)halsige Komödie „Ben Hur“ in der neuebuehnevillach

 

Hollywood in der neuebuehnevillach - Wagenrennen inklusive.

 
„La Musica2“- ein berührendes Herzstück in der neuebuehnevillach

 

Michael Weger nach sechs Jahren in einer Hauptrolle –
Ausstellungen mit Bildern von Guido Katol im Foyer des Theaters


 
neuebuehnevillach weiter auf Erfolgskurs

 

2004: Neun Uraufführungen und eine Erstaufführung in Koproduktion - Positionierung als Uraufführungstheater - mit breitem Themenspektrum "nah dran" am Puls der Zeit - Auslastung Herbst 2003 bei 94 % - fünf Produktionen auf Tournee in Österreich




 
Multimediale Tanztheater-Uraufführung „Das Tiermensch“ auf den Spuren von Desmond Morris

 

Verhaltensforscher Morris und seine Thesen als Inspiration für eine innovative Tanztheaterproduktion der neuebuehnevillach.

 
Erstes Heimspiel für Tanzstar Anna Hein in der neuebuehnevillach

 

Ein berührendes Stück Sehnsucht nach Leben in einer fremden Welt. Nach zahlreichen internationalen Engagements gastiert die erfolgreiche Kärntner Tänzerin Anna Hein erstmals in Kärnten in der neuebuehnevillach.

 
neuebuehnevillach-Homepage erhält Juryauszeichnung beim Multimedia- & e-Business Staatspreis 2003

 




 
„einAbendmit“ Publikumsliebling Heinz Marecek in der neuebuehnevillach
„Das ist ein Theater“ als bunter Streifzug durch die Theater- und Filmwelt des beliebten Schauspielers und Regisseurs.

 



 
Felix Mitterer, Andrea Händler und Uli Brée eröffnen Herbstsaison der neuebuehnevillach mit gruseligem Volksstück „Mein Ungeheuer“
Autor Felix Mitterer ist Ehrengast der Premiere am 18. September.

 



 
16. Internationales Theaterfestival Spectrum startet am 12. Juni
Theatergruppen aus 8 Ländern laden zu einem intensiven Streifzug durch das bunte Festivalprogramm.

 



 
Komödienspiele Porcia in der neuebuehnevillach
Vorjahresproduktion „Die Eisernen“ ab 26. Mai in der neuebuehnevillach – Publikumslieblinge Peter Pikl, Franz Suhrada und Traude Gmeinböck in Tragikomödie von Aldo Nicolaj.

 



 
Festivalprogramm als PDF downloaden
Als besonderes Service können Sie das Programm des 16. Internationalen Theaterfestivals auch im PDF-Format runterladen.

 



 
„Großes ganz klein“: 16. Internationales Theaterfestival Spectrum bringt faszinierende Theaterformen nach Villach

 



 
Die Bibel im Eilzugstempo
Österreichische Erstaufführung der Produktion „Die Bibel: die ganze Heilige Schrift (leicht gekürzt)“ am 5. April.

 



 
Großer Erfolg für die neuebuehnevillach: „amnesty“ im dieTheater Künstlerhaus in Wien

 



 
Neue Musik mit „Voces Spontane“ am 15. März

 

Improvisationsabend Musik in Bewegung mit Johann Leutgeb (Stimme), Katharina Lugmayr (Blockflöte, Stimme), Karin Schneider-Rießner (Stimme).


 
„Vergiss nicht, dort ist die Tür“ bislang erfolgreichste Produktion der neuebuehnevillach

 

Mit Gegenwartsdrama „nah dran“ am Puls der Zeit
Startschuss für AutorInnenwerkstatt der neuebuehnevillach



 
„einAbendmit“ Erika Pluhar am Weltfrauentag in der neuebuehnevillach

 

Erika Pluhar liest am 8. März aus ihrem neuesten politischen Roman „Die Wahl“



 
Frankie Feutl macht Villach „Fit4Fasching“

 

Der Villacher Kabarettist Frankie Feutl präsentiert am 1. März um 20 Uhr in der neuebuehnevillach sein Seminarkabarett „Fit4Fasching“, ein „Fit-lach-mit“-Programm für die lachmuskelintensivste Zeit des Jahres (und darüber hinaus).

 
neuebuehnevillach: Uraufführung von „Vergiss nicht, dort ist die Tür“ am 15. Februar

 

Erstes Theaterstück der Kärntner Autorin Manuela Daleth
wird am 15. Februar uraufgeführt - Gesellschaftlicher Umgang mit dem Leben und Sterben steht im Mittelpunkt -
Startschuss für AutorInnenwerkstatt der neuebuehnevillach


 
Neue Musik Konzert mit Wolfgang Panhofer am 8. Februar

 

Die Sonderreihe Neue Musik der neuebuehnevillach erreicht am 8. Februar um 20 Uhr einen neuen Höhepunkt. Zu Gast ist Wolfgang Panhofer, Österreichs Top-Aushängeschild in Sachen zeitgenössischer Musik.

 
„einAbendmit“ Karlheinz Hackl in der neuebuehnevillach

 



 
Jahresprogramm 2003 als PDF downloaden

 

Als besonderes Service können Sie das Jahresprogramm 2003 auch im PDF-Format beziehen.

 
Pressekonferenz Spielplan 2003

 



 
„amnesty“ eine neue Theaterform

 

amnesty, das „work in progress“ - Jahresprojekt der neuebuehnevillach in Zusammenarbeit mit amnesty international, wird am 5. Dezember um 20 Uhr in der neuebuehnevillach uraufgeführt.

 
neuebuehnevillach unterstützt „Licht ins Dunkel“ mit „Herz“-Benefizaufführung

 



 
Hochkarätiges Neue Musik Konzert mit internationalen Top-Stars am 16. November

 



 
'schmerz.haft!' – Jugendensemble Projekt in Zusammenarbeit mit „take free“ Jugend in Villach: Premiere am 9. November

 



 
Große Ohren bei Neue Musik Konzert am 19. Oktober in der neuebuehnevillach

 

„Ein neuer Kosmos öffnet sich, die Ohren auch und werden riesengroß und gehen über“, so beschreibt Bruno Strobl, künstlerischer Leiter der Sonderreihe Neue Musik das Konzertereignis am 19. Oktober um 20 Uhr in der neuebuehnevillach.

 
Uli Brée präsentiert Solo-Kabarett „Herz“ in der neuebuehnevillach

 



 
Ich sehe was, was du nicht siehst

 

Unterhaltsames Gehörlosentheaterstück für Kinder geht auf Tournee in Volksschulen und Unterstufen in Kärnten – Start am 1. Oktober – Stück wird auch in der neuebuehnevillach aufgeführt


 
Intendant Michael Weger zieht erste Zwischenbilanz

 

Die neuebuehnevillach wurde im Mai dieses Jahres eröffnet. Anlass für Intendant Michael Weger mit Beginn der Herbstsaison eine erste Zwischenbilanz zu ziehen:

 
Bunter Theaterherbst
Wiederaufnahmen der erfolgreichen Eröffnungsproduktionen "Der Theatermacher" und "Robert Zucco" stehen auf dem Programm

 



 
neuebuehnevillach: Spektakuläres Eventtheaterprojekt in Villach
Für "Space. a virtual traveller" wird der Villacher Standesamtsplatz erstmalig für Theaterzwecke erschlossen – Regie führt "Österreichs Vertikalregisseur", Beda Percht

 



 
Komödie "Brokers Opera" feiert am 4. Juli Premiere

 



 
Sinnliche und spektakuläre
Sommerproduktionen der neuebuehnevillach
Komödie "Brokers Opera" (Premiere am 4. Juli) und Eventtheater "Space. a virtual traveller" (Premiere am 12. Juli) – erstmalig wird der Villacher Standesamtplatz für Theaterzwecke erschlossen

 



 
neuebuehnevillach - Neustart des Villacher Theaters
„Der Theatermacher“ von Thomas Bernhard und „Roberto Zucco“ von Bernard-Marie Koltès als Eröffnungspremieren – Bund, Land und Stadt als Subventionsgeber wieder vereint – Spielpan umfasst neun Produktionen Bernard-Marie Koltès als Eröffnungspremieren – B

 



 
Neue Musik in der neuebuehnevillach
Großer Auftakt in der Eröffnungswoche – 4 Konzerte im 4-er Abo Block

 

„Sie sind nah dran“ lautet das programmatische Leitmotiv der neuebuehnevillach.

 
neuebuehnevillach - Sie sind nah dran!
Kartenvorverkauf ist gestartet Die Homepage www.neuebuehnevillach.at ist online

 

Der Countdown läuft. Die neuebuehnevillach wird zwar erst mit der Festwoche von 14. – 18. Mai offiziell eröffnet, die Homepage www.neuebuehnevillach.at liefert bereits jetzt einen anregenden Vorgeschmack auf das bunte und ambitionierte Jahresprogramm des neuen Villacher Theaters.

 
neuebuehnevillach erhält Subvention des Landes Kärnten

 

Das Land Kärnten hat der „neuebuehnevillach“ eine Landessubvention in Höhe von einer Million Schilling (72.672 Euro) in Aussicht gestellt.

 
neuebuehnevillach - das neue Theater im Herzen Villachs

 

Im Rahmen einer Pressekonferenz am 11. Oktober präsentierte Intendant Michael Weger den Spielplan der neuebuehnevillach im Eröffnungsjahr 2002.