neuebuehnevillach
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20.10.2005
Wenn das Fremde zum „Sicherheitsrisiko“ wird: Uraufführung von „Gastmahl“ in der neuebuehnevillach

 

Musik von Herbert Grassl, Hossam Mahmoud und Bruno Strobl / Libretto von Dževad Karahasan / Regie Herbert Gantschacher / Premiere am 28. Oktober
Musik von Herbert Grassl, Hossam Mahmoud und Bruno Strobl /
Libretto von Dževad Karahasan / Regie Herbert Gantschacher
Premiere am 28. Oktober


Das Fremde, das zum Ausgeschlossenen und letztlich zum „Sicherheitsrisiko“ für die Anderen in unserer Gesellschaft wird, ist das zentrale Thema der Kammeroper von Herbert Grassl, Hossam Mahmoud und Bruno Strobl. Das Libretto stammt von Dževad Karahasan, einem der bedeutendsten Literaten Bosnien-Herzegowinas. Die Premiere, der auch der Autor und die Komponisten beiwohnen werden, ist am 28. Oktober in der neuebuehnevillach. „Die Produktion ist ein Mega-Event“, verspricht Regisseur Herbert Gantschacher.

Ein großes Fest wird vor (ab 18.50 Uhr) und in der neuebuehnevillach (ab ca. 20.00 Uhr) gefeiert. Essen und Trinken im Überfluss. Musik neu, aber populär. Ein Platz an der Tafel ist leer. Ein Unbekannter, ein Fremder setzt sich auf den freien Stuhl und kostet von den Speisen. Eine Stimme fordert dessen Entfernung. Der Fremde wird abtransportiert. Diese Prozedur wird mehrere Male wiederholt. Nur die Fremden nehmen bei diesem Fest diesen Platz ein und werden immer wieder weggebracht. Ein exklusiver Megaevent mit 225 Musikern im Vorspiel vor dem Theater und ungefähr 100 Mitwirkenden in der sicherheitsüberprüften neuebuehnevillach.

Schließlich gehe es darum, so Gantschacher, alle Verdachtsmomente und „Sicherheitsrisiken“ für den Großen Bruder zu identifizieren und auszuschließen – mögen sie auch noch so grotesk sein. „Nur dann kann die absolute Sicherheit gewährleistet werden“, zieht Regisseur Gantschacher durchaus kritische Parallelen zum aktuellen Zeitgeschehen.

Es spielen Lisa Fornhammar, Michael Paumgarten, John Sweeney, Frankie Feutl und Manfred Kratochwill. Musikalisch wird die Produktion vom Instrumentalensemble Purple Devil Band begleitet, das aus Theodor Burkali, Luka Kemperle und Alfred Melichar besteht, die allesamt solistisch bei den Salzburger Festspielen tätig sind.

Über den Autor
Dževad Karahasan ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen Schriftsteller und Dramatiker Europas. Er wurde im bosnischen Duvno geboren und lebte bis 1993 in Sarajevo, wo er Dekan der Akademie der szenischen Künste war. Seit 1993 arbeitet Karahasan als Dramaturg und Autor für ARBOS. Das erste gemeinsame Projekt war die Oper „Der Kaiser von Atlantis“, 1993 Musiktheaterinszenierung des Jahres in Prag, die 1998 im United States Holocaust Memorial Museum in Washington D.C. präsentiert wurde. Karahasan war bis 2003 Stadtschreiber in Graz. Er wurde mit dem europäischen Essaypreis „Charles Veillon“, dem Herderpreis und dem Europäischen Buchpreis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. Von seinen Stücken war in der neuebuehnevillach zu sehen: „Die Fremden“, „Schnee und Tod“, „Am Rande der Wüste“.

(SERVICE: Uraufführung: „Gastmahl“ von Herbert Grassl, Hossam Mahmoud und Bruno Strobl. Libretto von Dževad Karahasan. Premiere am 28. Oktober 2005 um 20 Uhr. Weitere Termine: 29. Oktober, 3. – 5. November, 8. – 12. November. Karten: 04242/27341, www.neuebuehnevillach.at.)

Musik: Herbert Grassl, Hossam Mahmoud, Bruno Strobl
Libretto: Dzevad Karahasan
Mit: Lisa Fornhammar, Michael Paumgarten, John Sweeney, Frankie Feutl, Manfred Kratochwill.
weiters: Lucy Asplin, Hanni Fradler, Martha Krainer, Greta Lindermuth, Franz Frühberger, Gerald Göderle, David Stockenreitner, Stefan Zefferer.
Regie: Herbert Gantschacher
Es spielt die Purple Devil Band mit Theodor Burkali, Luka Kemperle und Alfred Melichar
Musikalische Einstudierung: Robert Wildling
Bühne: Sanzaba Dimna
Licht: Bidpai
Ton: Zdenko Pintaric
Kostüme: Burgis Paier



Rückfragehinweis/Interviewanfragen:
Waltraud Hintermann, Organisatorische Leitung neuebuehnevillach
mobil: 0664/4644297, E-Mail: waltraud.hintermann@neuebuehnevillach.at

MediaMind Martin Hassler
Public Relations, Internet & Medienmanagement
mobil: 0664/1315013, E-Mail: martin.hassler@mediamind.at






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