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14.11.2005
UA „Orlando“ nach Virginia Woolf

 

Erleben Sie einen multimedialen Tanztheaterabend als poetische Reise durch Raum und Zeit anhand einer unsterblichen Biographie.
Ein Abend nach dem gleichnamigen Roman von Virginia Woolf
mit Janet Rühl als Orlando, Arnd Müller als Shelmerdine und Julia Hechenblaikner als Sascha.

Regie, Konzept, Film: Katrin Ackerl Konstantin
Choreographie, Konzept- u. Filmmitarbeit: Andrea K. Schlehwein

Premiere am 19. November
rlando ist eine Huldigung Virginia Woolfs an die Schriftstellerin Victoria Sackville-West. In dem jungen, wandelbar-unwandelbaren Orlando, dessen abenteuerliches Leben 400 Jahre umspannt, sieht Virginia Woolf ihre Freundin als Verkörperung ihrer Vorfahren, der Grafen und Herzöge Sackville. Bald ist Orlando ein schöner Jüngling, Günstling Elisabeths I., bald eine Frau, die in Konstantinopel bei einem Zigeunerstamm lebt, dann wieder im England des 17.und 18. Jahrhunderts eine Dame der großen Gesellschaft, die, als Mann verkleidet, verbotene Abenteuer sucht. In der Gegenwart angekommen, ist Orlando eine Dichterin, die, wie Vita Sackville West 1928, einen Literaturpreis erhält.

Orlandos Reise als „Laterna Magica“ Katrin Ackerl Konstantin (Regie, Konzept, Film) und Andrea K. Schlehwein (Choreografie, Konzept- und Filmmitarbeit) entwickelten über ein Jahr dieses multimediale Tanztheaterstück. Gemeinsam wurde in Spanien, Italien, Slowenien, Österreich und der Schweiz mit unzähligen freiwilligen Helfern gearbeitet und gedreht. Sie übertrugen Orlandos Reise auf die Bühne und erarbeiteten ein Stück, welches die enorme suggestive Kraft des Schreibens und Lesens mit theatralen Mitteln untersucht. Orlando, befindet sich auf der Bühne, ist Feder und Werkzeug, wird getrieben von einer unsichtbaren Macht, die ihre Biographie schreibt. Alle anderen Figuren sind nur in einer Projektion zu sehen, denen er sich nur annähern kann, indem er beginnt in die Blätter seines Buches einzutauchen. Die Filme entsprechen den Jahrhunderten, den einzelnen Kapiteln der Romanvorlage. Die Bühne selbst gleicht einem überdimensionalen Buch, in dem der Protagonist seine eigene Geschichte durchlebt. Die Sprache, welche ausschließlich dem Roman entnommen ist, entspricht einem Biographen, der das ganze Geschehen beschreibt und hörbar macht.
Mediale-, theatrale und bildende Mittel ergeben als Sprache- Körper -Raum ein Ganzes, das aber gleichzeitig den Blickwinkel aus verschiedenen Perspektiven auf den Abend ermöglicht.

Katrin Ackerl Konstantin:
“ Vor 11 Jahren las ich Orlando und bin dem Orlandothema verfallen: Der Suche nach Identität in der Aufhebung eines begrenzten Zeit und Raumkontinuums anhand einer zu entdeckenden Dualität.“

Virginia Woolf: Am 25. Januar 1882 wurde Virginia Woolf als Tochter des Biographen und Literaten Sir Leslie Stephen in London geboren. Sie verfasste trotz schwerer Krankheit und häufiger Depressionen zehn Romane, Kurzgeschichten, feministische Schriften und rund 400 Essays, die veröffentliche wurden. Ihre Romane, die zur Weltliteratur gehören, stellen sie als Schriftstellerin neben James Joyce und Marcel Proust. Am 28. März 1941 stirbt Virginia Woolf durch Freitod im Fluss Ouse bei Lewes in Sussex.

Textauszug:
„Orlando hielt dem Blick der Königin stand. Er war Kraft, Anmut, Romantik, Torheit, Poesie, Jugend und Prinzessin Maruscha Stanislowska Dagmar Natascha Romanowitsch las ihn, wie die Seiten eines Buches. ‚MeloneAnanasÖlbaumSmaragdFuchsimSchnee’ rief er sie ...“
„Der Klang der Trompeten erstarb, und Orlando stand splitternackt da – und uns bleibt keine Wahl, als zu gestehen – er war eine Frau.“

„Weißt du, dass ich Orlando nie gelesen habe, ohne dass mir die Tränen in den Augen standen? Es gab nie ein Buch das mich so verhext und bewegt hat. Wenn ich alt bin und sterbe, werde ich veranlassen, dass mir Orlando vorgelesen wird.“
(Vita Sackwille West an Virginia Woolf in einem Brief
vom 5. Februar 1929)

(SERVICE: Uraufführung: „Orlando“ nach Virginia Woolf von Katrin Ackerl Konstantin und Andrea K. Schlehwein.
Premiere am 19. November 2005 um 20 Uhr.
Weitere Termine: 22. – 27. November, 29. November – 3. Dezember, 6. – 10. Dezember, 13. – 16. Dezember.
Karten: 04242/27341, www.neuebuehnevillach.at.)

Kamera, Schnitt: Erik Jan Rippmann
Regieassistenz: Martin Schinagl
Musik: Paul Giger und Walter Fähndrich
Bühne und Musikauswahl: Konstantin & Schlehwein
Bühnenbau: Angelica Kopf
Maske: Ella Masic
Kostüme: Michaela Wuggenig

Rückfragehinweis:
Waltraud Hintermann, Organisatorische Leitung neuebuehnevillach
mobil: 0664/4644297,
E-Mail: waltraud.hintermann@neuebuehnevillach.at

Stefan David Zefferer, Pressesprecher
mobil: 0676/84826780,
E-Mail: stefan.zefferer@linea7.com




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