neuebuehnevillach
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02.02.2006
Die Beichte von Felix Mitterer
mit Maximilian Achatz und Alexander Mitterer Inszenierung/Bühnenbild: Klaudia Reichenbacher Gastspiel des Theaters WalTzwerk und Theater Kaendaceneuebuehnevillach 8. – 11. Februar 2006

 

„Die Beichte“ handelt von der beinharten Abrechnung eines Mannes mit einem Priester, der ihn einst sexuell missbraucht hat. Dazu kommt seine eigene Schuld.

Er – einstmals Opfer – ist in der Zwischenzeit selbst zum Täter geworden: er missbraucht sein eigenes Kind.
Trotzdem stellt Felix Mitterer in der Begegnung dieser zwei Männer auch die Frage nach möglicher Vergebung und Versöhnung.

Der in Irland lebende Autor wurde Zeuge der dortigen Aufdeckung skandalöser Missbrauchsfälle in Waisen-, Erziehungs- und Schülerheimen, die von kirchlichen Frauen- und Männerorden geführt worden waren. Viel Opfer berichteten von unzähligen Akten sexualisierter Gewalt. Mitterer recherchierte daraufhin in seinem Tiroler Bekanntenkreis und stieß sehr bald auch hier auf Opfer.

... und Wunden aufbrechen
„Und niemand mag daran rühren. Warum eigentlich? Es gibt doch nichts Schlimmeres, als sich an Kindern zu vergehen, die einem anvertraut sind. Noch dazu, wenn die Täter Priester sind, von Berufs wegen dazu angehalten, die enge Sexualmoral der Kirche zu predigen.“ (Felix Mitterer)


Pater Eberhard:
Ich bin ein Mann, das ist alles!
Die Kirche hat mich zum Zölibat verpflichtet, zur Keuschheit!
Aber ich hab versagt, so wie viele andere auch!
Andere Priester treffen auf Frauen, ich bin auf Kinder getroffen, auf Knaben!
Ich weiß, es ist unverzeihlich, aber ich bin ein Mann wie alle anderen!
(aus ‚Die Beichte’ von Felix Mitterer)

Ein augenöffnendes Theaterstück eines erfolgreichen Autors in einer aufwühlenden Inszenierung. Mitterers ‚Beichte’ ist neuerlich Anstoß und Motivation, Courage zu beweisen und nicht zu schweigen.

Felix Mitterer ist 1948 in Achenkirch/Tirol geboren und lebt heute in Irland. Seit 1978 erfolgreicher Theater- und Drehbuchautor. Die mehrteiligen Filme Verkaufte Heimat und Piefke-Saga sind seine bekanntesten, vielfach preisgekrönten Fernseharbeiten.
Kein Platz für Idioten, Besuchszeit sowie Sibirien die am meisten aufgeführten Theaterstücke.


(SERVICE: Termine: 8., 9., 10., 11. Februar.
Karten: 04242/27341, www.neuebuehnevillach.at.)





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