Realsatire zum Landesdrama
von Erik Jan Rippmann mit Texten von Friedrich Achleitner, Antonio Fian, Silke Hassler, Werner Kofler, Ute Liepold, Florjan Lipuš, Lydia Mischkulnig, Peter Turrini und Josef Winkler
Regisseur Erik Jan Rippmann versammelt für diese Uraufführung Textbeiträge der erfolgreichsten DramatikerInnen des Landes und erarbeitet daraus mit einem goldenen Ensemble „Zur Goldenen Unschuld“, unschuldig im Bühnenbild von Andreas Lungenschmid in Szene gesetzt.
Die Vorgabe wurde den Autorinnen und Autoren möglichst offen gehalten. Der kleinste gemeinsame Nenner: Das Wirtshaus „Zur goldenen Unschuld“ irgendwo in Kärnten. Während der Wirt bemüht ist, sich nicht von möglichen drohenden Veränderungen der Zustände um ihn herum überrollen zu lassen, treten nach und nach Gäste in das Lokal. Es bildet sich eine Jagdgesellschaft, die sich in diesem Wirtshaus auf die Lauer legt. Doch der erwartete Bär lässt auf sich warten. Stattdessen sehen sie sich mit den Abgründen ihrerselbst und ihres Landes konfrontiert.
Was die Figuren so verbindet, ist ihr Thema: sie alle haben etwas über Kärnten zu sagen. Sie alle sind Sprachrohr einiger der bekanntesten Kärntner DramatikerInnen, die zu diesem Thema ihre ganz eigene Meinung haben. Ein zensurfreier Abend über Unschuld und Vermutung, Moral, Tagebücher, Witwen, Marienverehrer, Beratertätigkeiten, goldene Schaukelpferde, Fußball und Autowracks, Milchbürscherlrechnungen, Förderung und Forderung, die schönsten Fußwege, blaues Wasser, Ulrichsberg, deutsche Stiefel, Schreianleitungen und die echte Lust am Leben.
Als aktuelle Bestandsaufnahme dieses Landes in seiner fortwährenden Krise auch eine Äußerung der Hoffnung. Eine Realsatire - oder vielleicht doch ein großes Landesdrama?
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