Uraufführung

Meine weiße Welt von Stefan David Zefferer

Tanztheatermonolog

Das Stück:
Die Protagonistin, wir erfahren ihren Namen nicht, ist in ihrem Aufwachsen immer wieder verletzt worden. Sie zeigt multiple Symptome, die auf eine schwere Traumatisierung hinweisen. Vielleicht steht hinter ihrem ‚auffälligen‘ Verhalten ein erlittener Missbrauch, vielleicht auch emotionale Vernachlässigung. Jedenfalls konnte sie eine ‚unverdiente‘, bedingungslose Zuwendung und Liebe ihrer engsten Bezugspersonen ‚offensichtlich‘ nicht ‚ausreichend‘ erleben.
Ihre verzweifelte Sehnsucht zeigt sich in ‚süchtigem Verhalten‘. Sie ist nicht in der Lage, gelingende Beziehungen zu führen, sie braucht ‚schnelle‘ Suchtbefriedigung in Form von Drogen und Alkohol und sie verliert sich in Zwängen und Selbstabwertung.
Die Zuschauer erleben sie in einem sehnsüchtig, verzweifelten Kampf, mit sich selbst, mit ihrem Umfeld, mit Institutionen, mit der ‚Welt‘. Ihre Welt ist ‚eine weiße Welt‘, ohne die Farben erfüllter Sehnsucht.
Im Tanz zeigt sich ihr Schmerz, ihre Wut, ihre Verzweiflung - aber auch ihre kreative Kraft für ein Überleben und Leben in einem Hier und Jetzt. Die letztlich liebevolle Begegnung mit ihrem verletzten ‚inneren Kind‘, das sie in einer ‚heilenden‘ Weiterbewegung in eine erfülltere Zukunft mit sich selbst an die Hand nehmen kann, deutet gegen Ende des Monologs eine hoffnungsvollere mögliche Zukunft an.

Die Idee, die Hintergründe:
Wenn Krankheit und die damit verbundenen Symptome ‚als verzweifelte Sehnsucht nach dem eigenen Selbst‘ erlebt werden, dann braucht das betroffene Individuum eine liebevolle Hinwendung zu sich selbst und im Fall des Falles auch begleitende Mentorenschaft.

„Wenn es uns gelingt, die eigene Existenz in Schönheit zu gestalten, dem Leben, uns selbst, wie dem nächsten zu vertrauen und an die Ewigkeit einer Transzendenz zu glauben, in der wir seit je und für immer geborgen sind, dann sind wir so gesund, glücklich und frei, wie ein Mensch nur sein kann – in jedem selbstbewussten Augenblick der eigenen Sehnsucht.“
(Dr. Otto Teischel)

HINWEIS:

05.05.2015 neuebuehnevillach 18.00 Uhr (20.00 Uhr Aufführung Meine weiße Welt)

VORTRAG

Krankheit als Revolte  - und die Sehnsucht nach dem eigenen Selbst

Eine Reflexion mit Filmbeispielen von Dr. Otto Teischel, Klagenfurt
(Philosoph & Psychotherapeut)

Wenn ein Mensch keinen Ausweg mehr sieht, kommt ihm sein Unbewusstes zu Hilfe und bringt Symptome hervor, die von der Entfremdung künden, in die er geraten ist.
Die „Sprache“ dieser Symptome zu verstehen - als Ausdruck einer verzweifelten Sehnsucht nach dem eigenen Selbst - kann der Beginn der eigenen Heilung sein. Die Krankheit wird zur Revolte gegen die bestehenden Verhältnisse und zugleich zu einem schöpferischen Weg der Veränderung.



SchauspielerInnen & Team

  • Amrei BaumgartlAmrei Baumgartl
  • Greta LindermuthRegie: Greta Lindermuth
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